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Ritterkreuzträger Alfred Bopp
Hauptmann, Infanterie

Alfred Bopp wurde am 04.06.1915 in Offenburg geboren und trat am 01.04.1935 als Schütze der 9. Kompanie des Infanterie-Regiments (mot.) Meiningen bei und besuchte vom 20.09. bis zum 17.11.1935 einen Fahnenjunker-Lehrgang beim Kradschützen-Bataillon Eisenach. Ab dem 01.12.1935 gehörte er dann dem Schützen-Regiment 2 an.
Mit Wirkung vom 04.01. bis zum 24.10.1936 an die Kriegsschule Potsdam kommandiert, sowie vom 02.11.1936 bis zum 27.02.1937 zum Waffen-Lehrgang an der Kraftfahr-Truppen-Schule, wird Bopp am 01.04.1937 der 9. Kompanie des Regiments zugeteilt, bzw. gehört ab dem 12.10.1937 zur 9. Kompanie des Schützen-Regiments 4 in Bielefeld. Dort wechselt er am 03.11.1938 in die III. Abteilung des Kavallerie-Schützen-Regiments 4 nach Wuppertal, wo er am 10.11.1938 der 9. Schwadron zugeteilt wird.
Im Rahmen der Allgemeinen Mobilmachung kommt er am 26.08.1939 als Zugführer in die 12. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments 216, mit der er am Westwall in Stellung geht und ab dem 25.09.1939 den Posten des Adjutanten des III. Bataillons übernimmt.
Ab dem 21.04.1940 dann Chef der 9. Kompanie nimmt er am West-Feldzug teil. Im Rahmen der 12. Armee nimmt er am Durchbruch durch die Weygand-Linie teil, bis der Feind am 13. und 14.06.1940 aus Richtung Verdun Verstärkungen heranführt. Mit diesen sollte im Zuge des Argonnenwaldes und südlich davon eine Abwehrstellung zum Schutze der in dem Dreieck Montmedy-Diedenhofen-Verdun stehenden Kräfte aufgebaut werden. Durch das Zupacken Bopps mit den unterstellten Teilen des Infanterie-Regiments 216 ist es gelungen an den Südausläufen der Argonnen schnell und mit geringen Verlusten durchzubrechen. Dabei unternahm Bopp zusammen mit zwei Unteroffizieren und fünf Mann gewaltsame Aufklärung, wobei ihnen der Einbruch in die Befestigungen bei Velosnes gelang. Doch wurde ihnen dabei der Rückweg abgeschnitten. Es gelang jedoch sich in dem befestigten ort in einer Scheune zu verstecken und über 40 Stunden lang den betrieb des Gegners in der Ortschaft zu beobachten. Dabei konnten wichtige Erkenntnisse über Stärke, Bewaffnung und Moral des Gegners erbracht werden. Durch Nachahmung einer französischen Wachablösung gelang es Bopp den Stosstrupp ohne eigene Verluste zurückzuführen. Für diesen Einsatz erhielt Bopp am 21.12.1940, als Oberleutnant und Chef der 9. Kompanie des Infanterie-Regiments 216, das Ritterkreuz. Zum Zeitpunkt der Verleihung gehörte er bereits seit dem 28.10.1940 als Chef der 9. Kompanie zum Infanterie-Regiment 579 mit der er ab dem 14.07.1941 am Ost-Feldzug teilnahm. Kurze Zeit später übernahm er mit Wirkung vom 23.07.1941 den Posten des Chefs der 11. Kompanie im Infanterie-Regiment 156 (mot.), wobei er über die Frontleiststelle Lemberg inmarschgesetzt wurde.
Im Kampf am 19.08.1941 durch Splitter im Handgelenk, Nacken, Oberarm und Brust verwundet, sowie durch den Verlust eines Auges, kommt er in ein Lazarett und wird ab dem 20.08.1941 dem Infanterie-Ersatz-Bataillon (mot.) 156 wirtschaftlich zugeteilt.
Mit Wirkung vom 12.04.1942 dann als 01 in den Stab der 336. Infanterie-Division versetzt, kommt er mit Wirkung vom 11.02.1943 in die Führer-Reserve, um mit Wirkung vom 27.02.1943 an die Winterkampfschule Ays als Kommandeur eines Jäger-Bataillons versetzt zu werden, wobei dieses Kommando nicht wirksam wurde. Stattdessen kommt er am 02.12.1943 zum Panzergrenadier-Ausbildungs-Bataillon 108 bzw. zum Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 108 mit dem Zwecke eines Studienurlaubs, bis er dann am 11.02.1944 mit Wirkung vom 01.12.1943 in die Führer-Reserve versetzt wird, aber beim Panzergrenadier-Ausbildung, bzw. Ersatz-Bataillon bleibt.
Eine Kommandierung mit Wirkung vom 02.10.1944 zum Chef der Heeres-Rüstung und Befehlshabers des Ersatzheeres wird nicht wirksam. Dies ist die letzte amtliche Meldung Bopps in der Wehrmacht.
Nach dem Krieg trat er der Bundeswehr bei und scheidet dort am 30.09.1973 als Oberstleutnant aus.
Alfred Bopp verstarb am 18.08.1983 in Karlsruhe.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker-Gefreiter 01.10.1935 Eisernes Kreuz II. Klasse 24.05.1940
Fahnenjunker-Unteroffizier 18.12.1935 m. Wirk. v. 01.12.1935 Eisernes Kreuz I. Klasse 28.05.1940
Fähnrich 01.06.1936 Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 29.06.1940
Oberfähnrich 21.10.1936 m. Wirk. v. 01.10.1936 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 21.12.1940
Leutnant 20.04.1937 m. Wirk. v. 01.04.1937 (RDA v. 01.04.1937(1540))
Oberleutnant 20.09.1939 -5000- m. Wirk. v. 01.10.1939 (RDA v. 01.10.1939(279))
Oberleutnant 18.03.1941 -1489- erh. neues RDA v. 01.06.1939(247a)
Oberleutnant 13.02.1942 erh. neues RDA v. 01.04.1939 (490a)
Hauptmann 15.02.1942 m. Wirk. v. 01.03.1942 (RDA v. 01.03.1942(286a))
Hauptmann 30.01.1943 erh. neues RDA v. 01.01.1942(60a)
Major (Bw) ???
Oberstleutnant (Bw) ???

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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