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Ritterkreuzträger Erich Borchardt
Oberfeldwebel, Grenadiere

Erich Borchardt wurde am 7. Juni 1913 in Arnswalde in der Neumark (Mark Brandenburg) geboren.
Nach seiner schulischen und beruflichen Ausbildung trat er am 1. Mai 1934 der Wehrmacht bei und wurde von der 1. Kompanie des Infanterie-Regiments 122 kommend am 26. August 1939 unter gleichzeitiger Beförderung zum Unteroffizier zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 122 versetzt. Von dort kommt er wieder zum IR 122 und wird nach dem Westfeldzug, laut Meldung vom 5. Dezember 1940, zur 3./Infanterie-Ersatz-Bataillon 512, welches gerade in Guben durch Umbenennung des Infanterie-Ersatz-Bataillon 29 aufgestellt wurde, überführt.
Einen Tag später ist er bereits wieder bei der 1./IR 122. Nach dem Griechenlandfeldzug erfolgt der Einmarsch in die Sowjetunion, wo er in den Kämpfen in Bessarabien das EK II erhält. Laut Meldung vom 27. März 1942 ist er bereits zum Feldwebel befördert worden und nach den schweren Kämpfen zur Wiedereroberung der Halbinsel Kertsch im Mai 1942 erhält er am 7. Juni des Jahres beim ersten Tag des Angriffs auf die Festung Sewastopol das EK I verliehen.
Nach der Eroberung der Festung und Sicherung der Krim geht es im Herbst 1942 in den Kaukasus, wo man in schweren Kämpfen Stellungen am Terek hält. Hier wird Borchardt verwundet und kommt in das Reserve-Lazarett Arnswalde. Er erhält das Verwundetenabzeichen in Schwarz und wird, laut Meldung vom 4. Januar 1943, aus dem Lazarett in das Grenadier-Ersatz-Bataillon 477 in Meseritz entlassen.
Mit Meldung vom 5. Januar 1943 ist er bereits Oberfeldwebel und kommt Ende Januar 1943 in die Marschkompanie A des Grenadier-Ersatz-Bataillons 477 und laut Meldung vom 28. Januar 1943 von dort zur Marschkompanie III/50/7. Mit der Meldung vom 21. März 1943 befindet er sich wieder planmäßig in der 1./GR 122, welche sich gerade mit der 50. Infanterie-Division in den Kubanbrückenkopf zurückgezogen hat.
Nach dem Rückzug auf die Krim im Spätsommer 1943 steht die Kompanie zwischen November 1943 und April 1944 in schweren Kämpfen an der Nordfront der Krim. Das I./GR 122 unter Hauptmann Kickbusch steht am 06. November 1943 mit der Gruppe Betz im westlichen Abschnitt des Tatarenwalls nördlich Kula in der Abwehr. Hier greift der Gegner am 01. Dezember 1943 zur Abschnürung der deutschen Truppen im westlichen Teil des Tatarenwalles an. Das Grenadiers-Regiment 122 unter Oberst Grothe konnte den feindlichen Einbruch in 3 Tagen schwerster Kämpfe bei strömenden Regen und tiefem Schlamm bereinigen und kann am 4. Dezember 1943 die alte Hauptkampflinie wieder besetzen. Bei diesen Kämpfen an der Landenge von Perekop zeichnet sich der Oberfeldwebel Erich Borchardt, als Führer seiner Kompanie, durch persönliche Tapferkeit im besonderen Maße aus und wurde durch seine Vorgesetzten zum Ritterkreuz eingereicht, welches er am 17. März 1944 erhielt.
Nach Beginn des endgültigen Großangriffs seitens der Sowjets an der Nordfront der Krim wird Borchardt am 8. April 1944 schwer verwundet. Es folgt nach am gleichen Tage die Verlegung auf den Hauptverbandsplatz Krasnoperekopsk/Ishun, wo er jedoch am folgenden Tag, dem 9. April 1944, seinen Verwundungen erliegt.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter ??? Eisernes Kreuz II. Klasse ???
Unteroffizier 26.08.1939 Eisernes Kreuz I. Klasse 07.06.1942
Feldwebel 01.02.1942 Verwundetenabzeichen in Schwarz ???
Oberfeldwebel ??? Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 17.03.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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