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828. Eichenlaubträger Helmut Borchardt
Oberfeldwebel, Grenadiere

Helmut Borchardt wurde am 01.08.1917 in Woedtke im Kreis Greifenberg in Pommern geboren und trat am 01.10.1938 der Wehrmacht bei. Mit Meldung vom September 1939 gehörte er der 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 4 an und nahm mit diesem am Polen-Feldzug, sowie dem Feldzug im Westen teil.
Laut Meldung vom 09.12.1940 wechselte Borchardt in die Stabs-Kompanie des Infanterie-Regiments 409 und mit Meldung vom 25.04.1941 in den Stab des III. Bataillons des Regiments.
Ab 1941 im Norden der Ostfront im Einsatz, wechselt er mit Meldung vom 21.05.1942 in den Stab des I. Bataillons und mit Meldung vom 20.06.1942 in die 2. Kompanie, wo er die Führung einer Gruppe übernimmt. Dabei ist er maßgeblich an der Sicherung der aus dem Kessel Demjansk zurückkommenden eigenen Verbände beteiligt und hält u.a. den Gegner am Lowatj-Fluss auf. Im Gegenstoß vernichtete er mit seiner Gruppe südlich des Ilmensees aus eigenem Entschluss 54 gegnerische Kampfstände, deren Feuer aus dem Nachbarabschnitt den Angriff seiner Kompanie stark behinderte. Während ihm seine Gruppe Handgranaten und geballte Ladungen zuführte, vernichtete er selbst einen Kampfstand nach dem anderen. Borchardt schrieb über diesen Gegenstoß, dass er den Auftrag erhalten hatte die Verbindung von Teilen des Bataillons wiederherzustellen, dazu war es erforderlich in der Penna-Schlucht mehrere Kampfstände auszuschalten. Dabei fielen ihm 25 gedeckte Bunker und 29 Kampfstände zum Opfer. Der Gegenstoss gelang und Borchardt konnte neben 100 Gefangenen, 17 MG`s einbringen. Dadurch konnte die Verbindung wiederhergestellt und die Strasse Staraja Russa-Cholm wieder zurückerobert werden. Dabei unterstützten ihn noch vier weitere seiner Kameraden. Borchardt erhielt dafür am 30.04.1943, als Unteroffizier und Gruppenführer in der 2. Kompanie des Grenadier-Regiments 409, das Ritterkreuz.
Nach seiner 2. Verwundung am 27.07.1943, kommt er bis Februar 1944 in ein Lazarett und wird dem Grenadier-Ersatz-Bataillon 172 wirtschaftlich unterstellt. Mit Meldung vom 05.02.1944 kehrt er über die Genesenden-Kompanie des Bataillons zur 2. Kompanie zurück, wird erneut verwundet und am 15.05.1944 dem Ersatz-Bataillon zugeteilt. Von dort wechselt er am 20.08.1944 zum Grenadier-Ersatz-Bataillon 94 in Köslin und nimmt in der Unteroffizier-Kompanie II am Wehrkreis-Unterführer-Lehrgang II in Neustettin teil.
Mit Ende des Lehrgang kommt Borchardt am, 20.01.1945 zum Regiment Kohlmann der 402. Infanterie-Division, wo er die Führung der Kompanie Borchardt übernimmt. Die Division gerät in die Kämpfe um die Festung Schneidemühl, wo er im westlichen Sperrriegel der 402. Infanterie-Division bei Schloppe beachtliche Abwehrerfolge erzielt.
Nach dem Ausbruch aus der Festung kommt er mit seinen Kameraden bis in den Raum Küstrin, wo er zwischen dem 15. und 18.03.1945 im Kampf fällt und bis heute als vermisst gilt.
Posthum wird er für die Erfolge bei den Kämpfen nordöstlich von Stargard, am 14.04.1945, als Oberfeldwebel und Führer der Kompanie Borchardt des Regiments Kohlmann, mit dem 828. Eichenlaub ausgezeichnet.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter ??? Eisernes Kreuz II. Klasse 03.02.1941
Unteroffizier 02.03.1943 Eisernes Kreuz I. Klasse 30.03.1943
Feldwebel 13.09.1943 Verwundetenabzeichen in Schwarz ???
Oberfeldwebel 14.04.1945 Infanterie-Sturmabzeichen in Silber ???
Medaille Winterschlacht im Osten ???
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 30.04.1943
828. Eichenlaub zum Ritterkreuz 14.04.1945

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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