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Ritterkreuzträger Ernst Borchert
Major, Infanterie

    
Ernst Gustav Borchert wurde am 14.12.1918 in Wormditt im
Kreis Braunsberg in Ostpreußen geboren und kommt am 15.10.1936 als Schütze in
die 2. Kompanie der Heeres-Unteroffiziers-Schule Potsdam-Eiche. Von dort wird er
am 01.06.1937 in das Infanterie-Regiment 29 versetzt, wo er der 6. bzw. der 13.
Kompanie angehört.
Nach der Kommandierung an die Kriegsschule Dresden vom 16.10.1937 bis zum
02.07.1938, besucht Borchert vom 04.07. bis zum 10.08.1938 einen Waffen-Lehrgang
an der Infanterie-Schule.
Mit Beginn des 2. Weltkrieges nimmt er als Zugführer in der 12. Kompanie des
Infanterie-Regiments 29 am Polen-Feldzug teil und übernimmt am 01.10.1940 die
stellvertretende Führung der 12. Kompanie, bzw. am 19.02.1940 die Führung des
Reiter-Zuges des Regiments, mit dem er am West-Feldzug teilnimmt. Dort wird er
am 10.06.1940 bei Avaux verwundet und kommt daraufhin in das
Heeres-Standort-Lazarett Koblenz.
Wieder genesen übernimmt er am 04.02.1941 die Führung der Voraus-Abteilung des
Infanterie-Regiments und nimmt so am Ost-Feldzug teil, wo er am 10.07.1941
zunächst die Führung und dann den Posten des Chefs der 1. Kompanie übernimmt.
Am 20. und 21.08.1941 hatte die 3. Infanterie-Division (mot.), zu der das
Infanterie-Regiment (mot.) 29 gehörte, den Befehl erhalten von Westen nach Osten
anzugreifen, um den Polisst-Abschnitt etwa 20 Kilometer südlich Staraja Russa zu
erreichen. An der Spitze dieses Angriffes stand die 1. Kompanie unter
Oberleutnant Borchert und erreichte am 21.08.1941 gegen 09.00 Uhr den
Polisst-Abschnitt gegenüber Borodino. Dort fasste Borchert den Entschluss nicht
am Fluss stehen zu bleiben, sondern den Angriff auf das Ostufer des Flusses zu
tragen, um dort einen Brückenkopf zu bilden. Die Erzwingung des Ostufers der
Polisst bedeutete für das weitere Vorgehen der Division einen entscheidenden
Punkt. So konnte die Division den Polisst-Abschnitt kampflos überschreiten und
zur großen Strasse Staraja Russa-Cholm vorstoßen, um dort den von Westen nach
Norden zurückgehenden Gegner gefangen zu nehmen. Oberleutnant Borchert erhielt
für diese Tat, als Chef der 1. Kompanie des Infanterie-Regiments 29 (mot.), am
29.09.1941 das Ritterkreuz.
Am 17.10.1941 wird er als Chef der Kompanie bei Sergijewka verwundet und in das
Standortlazarett Allenstein verlegt. Wieder genesen wird er am 02.12.1941 dem
Infanterie-Ersatz-Bataillon 29 in Züllichau zugeteilt, erhält zunächst
Erholungsurlaub und wird dann zbV. gestellt. Dem folgt eine Kommandierung zu
einem Lehrgang für Abteilungsführer an der Panzertruppenschule II im Krampnitz
und anschließend an der Schießschule der Panzertruppenschule in Putlos.
Mit Wirkung vom 01.02.1942 in die Führer-Reserve versetzt, erhält er
gleichzeitig eine Kommandierung als Aufsichts-Offizier bei der MG-Inspektion an
der Infanterieschule Döberitz-Elsgrund. Mit Wirkung vom 15.06.1942 erfolgte dann
am 16.08.1942 die Versetzung an die Schule V für Offiziers-Anwärter der
Infanterie in Döberitz als Abteilungsführer und ab dem 16.02.1943 als Chef der
6. (Schützen) Inspektion in Posen.
Mit Wirkung vom 16.02.1943 wird er dann zum OKH in das Personalamt 1. Staffel
unter vier Monate kommandiert und am 18.06.1943 mit Wirkung vom 07.05.1943 in
die 3. Infanterie-Division (mot.), ab dem 23.06.1943 3.
Panzergrenadier-Division, zur Frontverwendung versetzt, wo er der dortigen
Ia-Abteilung zugeteilt wird.
Vom 28.06. bis zum 24.07.1943 besucht er dann einen Abteilungs-Führer-Lehrgang
an der Abteilungs-Führer-Schule der Panzertruppen in Paris und wird dann als
Bataillonsführer in der 3. Panzergrenadier-Division verwendet, bis er mit
Meldung vom 14.10.1943 in die Führer-Reserve versetzt wird. Dort wird er mit
Wirkung vom 15.10.1943 zur Generalstabs-Ausbildung zur
71. Infanterie-Division kommandiert, wo er aber zugleich auch als 1.
Ordonnanz-Offizier eingesetzt wird.
Mit Wirkung vom 20.01.1944 erfolgte dann die Kommandierung zur 14. Armee, wo er
mit Wirkung vom 15.04.1944 an die Kriegsakademie Hirschberg versetzt wird, unter
gleichzeitiger Kommandierung vom 15.04. bis zum 17.05.1944 zur Waffenschule des
Ersatz-Heeres. Daraufhin mit Wirkung vom 01.11.1944 in den Generalstab der
Heeresgruppe B versetzt, kommt er mit Wirkung vom 05.11.1944, unter
gleichzeitiger Kommandierung zum Generalstab des Führungsstabes Nordküste zbV.,
erneut in die Führer-Reserve. Diese Kommandierung endet am 15.12.1944, woraufhin
er mit Wirkung vom 05.01.1945 als Ia/F der Heeresgruppe B eingesetzt wird.
Am 05.03.1945 Ia der 89. Infanterie-Division, wird Ernst Borchert am 09.03.1945
zum Ia der
3. Fallschirmjäger-Division ernannt, wo er als solcher am 01.05.1945 bei
Drolshagen im Kampf fällt.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Fahnenjunker-Gefreiter |
01.06.1937 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
24.10.1939 |
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Unteroffizier |
01.09.1937 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
20.06.1940 |
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Fähnrich |
26.03.1938 m. Wirk. v. 01.03.1938 |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
10.06.1940 |
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Oberfähnrich |
30.06.1938 m. Wirk. v. 01.06.1938 |
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Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 |
10.07.1940 |
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Leutnant |
31.08.1938 m. Wirk. v. 01.09.1938 unter Vorbeh. der Festsetz. eines RDA |
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Infanterie-Sturmabzeichen in Silber |
12.07.1941 |
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Leutnant |
31.12.1938 erh. RDA v. 01.01.1939 (178) |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
29.09.1941 |
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Leutnant |
23.05.1940 erh. neues RDA v. 01.09.1938 (178) |
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Verwundetenabzeichen in Silber |
26.11.1941 |
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Oberleutnant |
19.07.1940 m. Wirk. v. 01.08.1940 (RDA v. 01.08.1940(161)) |
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Oberleutnant |
30.01.1942 erh. neues RDA v. 01.04.1942(123a) |
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Hauptmann |
15.05.1942 m. Wirk. v. 01.06.1942 (RDA v. 01.06.1942(95)) |
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Major |
20.09.1944 -1202- m. Wirk. v. 01.07.1944 (RDA v. 01.06.1944(17f)) |
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EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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