Hans-Georg Borck wurde am 24. 9.1921 in Hagen, als Sohn eines
Studienrates, geboren.
Von 1928 bis 1932 besuchte er die Volks- und von 1932 bis 1940 die
Oberrealschule und schloss mit dem Abitur ab.
Am 25.10.1940 erfolgte seine Einberufung zum Pionier-Ersatz-Bataillon 3 in
Brandenburg und nach seiner Ausbildung beim Pionier-Ersatz-Bataillon 2 in
Stettin-Podejuch, bis März 1941, wurde er am 01.06.1941 zum Gefreiten
befördert und wurde zur
3. Kompanie des Panzer-Pionier-Bataillons 79 der
4.
Panzer-Division in Posen versetzt. Mit dieser Einheit nahm er am
Russlandfeldzug teil und kämpfte bei Brest-Litowsk, Bobruisk, Roslawl,
Smolensk und Gomel. Am 22.07.1941 erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse und
wurde am 01.08.1941 zum Unteroffizier befördert.
Von September 1941 bis Februar 1942 besuchte er einen Lehrgang an der
Pionier-Schule Dessau-Rosslach, wo er die Versetzung zum Pionier-Ersatz-Bataillon 5 nach Ulm/Donau
erhielt.
Im April 1942 wurde er als Leutnant (seit 15.02.1942) und Zugführer zum
Panzer-Pionier-Bataillon 209 der
11. Panzer-Division versetzt, mit dieser nahm er am Vormarsch
auf Woronesh, an den Kämpfen im Raum Witebsk und südlich von Stalino sowie
beim Angriff auf Charkow teil.
Ende Juni 1942 wurde der Vormarsch des Bataillons durch vier T-34 versperrt.
Borck erhielt den Auftrag diese Panzer im Nahkampf zu vernichten. Er
vernichtete mit einem 2. Pionier zwei der gegnerischen Panzer und erhielt
dafür am 04.07.1942 das Eiserne Kreuz I. Klasse und am 07.07.1942 zwei
Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen durch
Einzelkämpfer.
Mit Wirkung vom 15.02.1942 wurde er zum Leutnant befördert, wurde kurze Zeit
als Bataillonsadjutant eingesetzt und versah für sechs Wochen den Dienst eines
stellvertretenen Kompanieführers.
Nach einer Verwundung war er von November bis Dezember auf Heimaturlaub und
übernahm nach seiner Rückkehr am 20.12.1942 die 3. Kompanie des
Panzer-Pionier-Bataillons 209.
Anfang Januar 1943 verteidigte seine Kompanie eine Stellung bei Kolotowska im
Donbogen und verhinderte einen Einbruch des Gegners in die eigene
Hauptkampflinie. In den folgenden Tagen bewies Borck immer wieder seine
Tapferkeit unter hohem persönlichen Einsatz. So war es ihm zu verdanken das
die Division am 07.02.1943 durch die Einnahme des Ortes Nowy-Sweet die
Verbindung zur
7. Panzer-Division aufnehmen konnte. Als ein feindlicher Panzer
in die eigenen Linien einbrach vernichtete Borck diesen Panzer durch eine
Hafthohlladung und erhielt dafür sein 3. Sonderabzeichen und am 11.03.1943 das
Deutsche Kreuz in Gold, sowie die Beförderung zum Oberleutnant am 01.04.1943.
Zwischen März und Juli lag die Division zur Auffrischung im Raum Valki und
Poltawa und kam dann während der Schlacht im Kursker Bogen zum Einsatz. Bei
diesen Kämpfen wurde er erneut schwer verletzt und kam nach Deutschland ins
Lazarett.
Bei seiner Rückkehr
Ende September 1943, stand die Division in schweren Abwehrkämpfen im Raum
Tscherkassy und Kriwoi Rog, hier zeichnete sich Borck, vorübergehend mit der
Führung des II./Panzergrenadier-Regiment III, der
7. Panzer-Division beauftragt, durch entschlossenes
Handeln und persönliche Tapferkeit besonders aus. Bei einem Gegenstoß konnte
er einen feindlichen Angriff zum Stehen bringen, wurde dabei aber schwer
verletzt, nachdem er einen weiteren Panzer im Nahkampf vernichtete. Er war der einzigste Überlebende dieses Gegenstoßes.
Für seine
kampfentscheidenden Leistungen war ihm am 23.12.1943 das Ritterkreuz verliehen
worden, sowie am 09.11.1943 das vierte Sonderabzeichen.
Nach Ausheilung der Verwundung, für die er das Verwundetenabzeichen in Gold
erhielt und die er in Kirowograd, Lublin, Dresden, Bad Gastein und Salzburg
ausheilte, folgte eine Kommandierung zu einem
Bataillonsführerlehrgang an der Pionier-Schule Dessau-Rosslau. Ab Oktober 1944
war er Leiter der vormilitärischen Ausbildung im Reichsausbildungslager der
Pioniere in Divenow, darauf folgte seine Versetzung zum Oberkommando des
Heeres, zur Inspektion V nach Berlin mit einem Sondereinsatz westlich der
Weser bei Hofgeismar.
Am 01.03.1945 wurde Borck zum Hauptmann befördert geriet er im April 1945 in
amerikanische Gefangenschaft aus der er am 10.11.1945 entlassen wurde.