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Ritterkreuzträger Joachim Borrmann
Major, Grenadiere

Joachim Gustav Wilhelm Borrmann wurde am 28.07.1914 in Cottbus geboren und trat am 01.04.1933 in die 5. Kompanie des 10. (Sächs.) Infanterie-Regiments in Bautzen bei, wo er bis zum 30.09.1934 zum Schützen und Truppführer ernannt wurde. Nach dem Wechsel in die 7. Kompanie, am 01.07.1933, nimmt Borrmann vom 03.09. bis zum 15.09.1934 am Film-Vorführer-Lehrgang beim Wehrkreis-Kommando IV in Dresden teil und wechselt am 01.10.1934 in die 3. Kompanie des Infanterie-Regiments Königsbrück, wo er vom 30.09.1934 bis zum 14.10.1935 als Gruppenführer eine Verwendung findet. Außerdem erhält er im Dezember 1934 eine Ausbildung am K.-Blinkgerät. Weiterhin wird er ab dem 27.07.1935 als Ia-Schreiber in den Stab des I. Bataillons seines Regiments versetzt. Es erfolgte dann am 15.10.1935 die Versetzung als Ia-Schreiber in den Stab des I. Bataillons im Infanterie-Regiments 32 nach Grimma. Von dort wird er ab dem 01.06.1936 in den Stab des Regiments kommandiert und dort als Mob-Schreiber eingearbeitet.
Ab dem 01.07.1937 wird er in das Infanterie-Regiment 116, zwecks Neuaufstellung des Infanterie-Regiments 36, kommandiert und wechselt dann ab dem 12.10.1937 als Mob-Schreiber in den Stab des neuen Infanterie-Regiments 36 nach Friedberg. Dort wird er dann vom 15.05. bis zum 25.08.1939 als Zugführer in die 1. Kompanie kommandiert. Weiterhin nimmt er vom 15.05. bis zum 29.05.1939 an einer Übung zur Erlangung der Eignung zum Reserve-Offiziers-Anwärter in der 1. Kompanie teil und wird am 01.09.1939 zum Zugführer in der 13. (IG) Kompanie ernannt und kommt ab dem 07.12.1939 als Ordonnanz-Offizier in den Stab seines Regiments, wo er bis zum 31.05.1940 den Posten des Führers des Gepäcktrosses übernimmt. Er nimmt dann am West-Feldzug teil und wird ab dem 01.06.1940 in die Planstelle und die Geschäfte des Ordonnanz-Offiziers übernommen.
Nach Ende der Kämpfe im Osten kommt er am 05.10.1940 als Ordonnanz-Offizier in den Stab des Infanterie-Regiments 427, wobei er bereits mit Meldung vom 09.10.1940 in das Infanterie-Regiment 430 wechselt. Allerdings scheint dies nicht gesichert.
Ab dem 31.12.1940 im Stab des Infanterie-Regiments 427, nimmt er am Ostfeldzug teil und wird am 01.09.1941 zum Führer der 2. Kompanie ernannt. Am 03.11.1941 kehrt er als Ordonnanz-Offizier in den Stab des Regiments zurück, wo er am 15.08.1942 zum Adjutanten ernannt wird und bis zum 20.04.1943 in die Stabskompanie des Divisions-Bataillons 129 wechselt.
Ab dem 20.04.1943 Führer des III. Bataillons im Grenadier-Regiment 427, dessen Kommando er am 01.09.1943 übernimmt, wird Borrmann am 30.09.1943 durch einen Knöcheldurchschuss bzw. Zertrümmerung verwundet und kommt bis zum 31.01.1944 in ein Lazarett bzw. wird wirtschaftlich dem Grenadier-Ersatz-Bataillon 57 unterstellt. Zuvor hatte er mit seinem Bataillon an schweren Kämpfen teilgenommen. So hatte er die am 30.09.1943 verloren gegangene Höhe 184,2, etwa 5 Kilometer ostwärts Krasnopolje, den Schlüsselpunkt der Widerstandslinie der Division, mit seiner Bataillons-Reserve von nur 19 Mann persönlich wieder genommen. Als die Höhe eine Stunde später erneut verloren ging, griff er diese erneut, aus selbstständigem Entschluss an, stieß über die Höhe weiter hinaus in ein gegnerisches Bataillon hinein und zerschlug dieses. Dabei wurde Borrmann verwundet. Die Höhe 184,2 blieb so aber in deutschen Besitz, womit ein ungehindertes Absetzen der Division nach Krasnopolje gewährleistet wurde. Dafür erhielt Borrmann am 13.10.1943 als Hauptmann und Kommandeur des III. Bataillons im Infanterie-Regiment 427 das Ritterkreuz.
Dabei wird er am 24.01.1944 aus dem Reserve-Lazarett II in Hanau entlassen und zum Lehrgang für genesende Offiziere im Wehrkreis IX in Giesen kommandiert, wo er als Lehrgruppenleiter ab dem 10.02.1944 eingesetzt wird.
Ab dem 06.06.1944 zum 15. Lehrgang für höhere Adjutanten kommandiert, kommt er am 15.06.1944 in den Stab des Wehrkreis-Kommandos IX, wo er den Posten des Inspektionschefs für Wehrkreis-Reserve-Offiziers-Bewerber-Lehrgänge für Infanterie IX in Butzbach.
Vom 26.11.1944 bis zum 14.01.1945 als Bataillons-Kommandeur im Einsatz, wird er mit Wirkung vom 20.12.1944 in die Reserve versetzt und ist dann ab dem 15.01.1945 als Lehrgangsleiter von ROB-Lehrgängen im Einsatz. Danach ab dem 06.02. bis zum 10.04.1945 als Kommandeur der Lehrgruppe II der Schule für Fahnenjunker der Infanterie im Einsatz, andere Dokumente zeichnen die Schule VIII in Wetzklar dafür aus, wird er am 12.04.1945 zum Kommandeur der Führer-Nachwuchs-Schule 13 in Dänemark ernannt, wo er am 09.05.1945 in britische Gefangenschaft bei Husum, am Simonsberg, gerät. Möglicherweise blieb er dabei auch weiterhin Kommandeur der ROB-Schule.
Joachim Borrmann verstarb am 02.10.2003 in Hanau-Steinheim.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1934 Dienstauszeichnung IV. Klasse 01.04.1937
Unteroffizier 01.04.1935 Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 08.08.1942
Feldwebel 01.10.1937 Eisernes Kreuz II. Klasse 21.06.1940
Offizier-Anwärter 27.10.1939 ernannt Eisernes Kreuz I. Klasse 15.08.1941
Leutnant 22.11.1939 -7460- m. Wirk. v. 01.11.1939 (RDA v. 01.10.1939(21)) Medaille Winterschlacht im Osten 08.08.1942
Oberleutnant 16.03.1942 -1710- m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942(2246C)) Verwundeten-Abzeichen in Schwarz 23.08.1942
Oberleutnant 01.10.1942 m. Wirk. v. 01.04.1942 zu den aktiven Truppen-Offizieren des Friedensstandortes mit RDA v. 01.04.1942(2246) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 13.10.1943
Hauptmann 20.04.1943 -2410- m. Wirk. v. 01.02.1943 (RDA v. 01.02.1943(346)) Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 03.11.1943
Major 20.06.1944 -3210- m. Wirk. v. 01.04.1944 (RDA v. 01.11.1943(36a))

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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