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Ritterkreuzträger Georg Bose
Leutnant, Sturmartillerie


Georg Max Bose wurde am 20.10.1921 in Forst in der Lausitz im Bezirk Cottbus geboren, meldete sich ab dem 05.08.1938 freiwillig Arbeitsdienst in der RAD-Abteilung 2/81 bzw. später zur Abteilung 5/81 der so genannten Nürnberg-Abteilung in Werben im Spreewald, wo er den Rang eines Arbeitsdienstführers anstrebte. Auf zunächst ein Jahr verpflichtet, merkte er schnell das sich sein Enthusiasmus beim RAD in Grenzen hielt und trat von seiner Verpflichtung zum Arbeitsdienstführer zurück. Nach einem Jahr Obervormann, verlegte die Abteilung an die polnische Grenze, vermutlich in das Regenwurmlager (Tiborlager) und erhielt die neue Bezeichnung Bau-Bataillon 26. Nach erfolgter Ausrüstung verlegte das Bataillon nach Mährisch-Weißkirchen und während des Polen-Feldzuges über den Rabka-Pass bei Jablonka, ostwärts Krakau, Mislowitz nach Sosnowitz, um dort beschädigte Strassen und Brücken zu reparieren, "dazu kam es jedoch nicht, denn es war nichts kaputt". In Gewaltmärschen wurde über Krakau, Kattowitz, mit der Straßenbahn nach Gleiwitz nach Hindenburg verlegt, dort Quartier bezogen, um bis Mitte Oktober 1939 am Westwall zum Einsatz zu kommen.
Nachdem am 04.01.1940 die ehemaligen RAD-Führer des Bataillons ausgetauscht wurden, kam Bose nach Berlin-Lankwitz, in die dortige Fallschirmjäger-Kaserne, wo er sich zur Fallschirmtruppe meldete. Diese lehnte ihn jedoch aufgrund seines zu jungen Alters ab und Bose meldet sich so am 08.01.1940 freiwillig zur Flak. Dort der 1. Batterie der Flak-Ersatz-Abteilung 51 in Stettin-Kreckow zugeteilt, wird er am 01.04.1940 in die 4. (Ausbildungs-)Batterie der schweren Artillerie-Ersatz-Abteilung 58 nach Hamburg-Wandsbek versetzt. Nach Ausbildung zum Artilleristen, wird Bose im September 1940 zusammen mit weiteren Kriegsoffiziers-Bewerbern zur aktiven Artillerie-Abteilung 58 nach Frankreich versetzt, wo er der 4. Batterie zugeteilt wurde. Zuvor nahm er von Juni bis Juli 1940 an einem KOB-Lehrgang teil.
Am 06.09.1940 in die 5. Batterie des Artillerie-Regiments 58 versetzt, kommt er dort erst nach den Übungen zum Unternehmen "Seelöwe" an.
Im Balkan-Feldzug acht Tage im Einsatz, nimmt Georg Bose dann am Ost-Feldzug teil. Dort der 11. Infanterie-Division unterstellt, überschritt Bose bei Heydekrug, südlich Memel, die Grenze zu Litauen und gelangte mit seiner Batterie bis nach Narwa, wo er am 14.08.1941 seine Kommandierung zum 8. Offiziersanwärter-Lehrgang beim Lehrstab A an der Artillerieschule II in Jüterbog antrat. Durch Überschreiten des Zapfenstreichs und einer negativen Propagandaäusserung, wird die Beförderung zum Leutnant mit Ende der Kommandierung zunächst nicht ausgesprochen.
Ab dem 16.02.1942 in der 1. Batterie der Artillerie-Ersatz-Abteilung 58 in Hövelte-Lager in Dänemark, kehrt Bose am 27.02.1942 in die 2. Batterie des Artillerie-Regiments 158 an die Front zurück. Bis zu einer Magenerkrankung im August 1942 stand Bose damit im Einsatz im Südabschnitt des Wolchow-Kessels. Als VB leitete er das gesamte Feuer vor einem Angriff. Dabei unter anderem auch die Artillerie der Spanischen "Blauen Division".
Nach Ausheilung im Lazarett Boppard am Rhein, meldet er sich am 12.11.1942 freiwillig zur Sturmartillerie, wo er der IV. Abteilung des Artillerie-Lehr-Regiments (mot.) 2 in Jüterbog zugeteilt wurde.
Kurz nach Ende der Umschulung wird er als Geschützführer zur Panzer-Aufklärungs-Abteilung "Grossdeutschland" versetzt und am 27.05.1943 zum theoretischen Ausbilder bei der Sturmgeschütz-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 300, unter der Führung des Hauptmanns Bumm, in Neiße ernannt. Doch bereits kurze Zeit später, trat Bose, nach einen kurzen Heimaturlaub, seine Versetzung zur Sturmgeschütz-Abteilung 177, unter Major Käppler, an. Bose übernimmt dort das Geschütz 309 der 3. Batterie unter Oberleutnant Grün.
Einer seiner ersten Einsätze erfolgte während des Unternehmens "Zitadelle". Am 09.07.1943 erhielt die 3. Batterie, zusammen mit den schweren Panzerjägern "Ferdinand" und Sturmpionieren den Auftrag die Höhe 253,5 nordostwärts Ponyri zu nehmen. Durch den Anstieg zur Höhe versagten die Motoren der "Ferdinands", die von ihren Besatzungen verlassen wurden. Kurz vor den gegnerischen Stellungen wurde der Batterieführer Oberleutnant Grün tödlich getroffen. Im Im Verlauf des Kampfes bot Bose seinen Kameraden in den anderen Geschützen Feuerschutz, hielt die Besatzung einen gegnerischen Bunkers nieder und schuf die Vorraussetzungen für das Aufrollen des Grabens. Aufmunitioniert, auf eine Mine gefahren und kurzzeitig kampfunfähig durch eine Kartuschenverklemmung, griff Bose beim Angriff auf den 2. Grabenabschnitt wieder in die Kämpfe ein. Hier verdiente sich der Richtunteroffizier Hans Sdun als erster der Besatzung das Eiserne Kreuz II. Klasse. Bis in die Nachtstunden zogen sich die dt. Verbände wieder auf die Ausgangsstellungen zurück. Am 10.07.1943 schoss Bose als erster der Abteilung einen Panzer ab und wurde durch den Abteilungskommandeur mit einer Flasche Champagner bedacht. Bei weiteren Einsätzen schütze er den Stab der 76. Infanterie-Division unter dem Kommandeur Hellmuth Weidling, und hielt mit kaputtem Lenkgetriebe den gegnerischen Panzerangriff auf´, wobei er seinen 2. Panzer abschießen konnte. Die Wege von Weidling und Bose sollten sich später, in sowjetischer Gefangenschaft, erneut kreuzen, wo sich Weidling seinerseits nun erkenntlich zeigen konnte, für den Schutz den Bose hier bot.
An den folgenden Tagen griff der Gegner mit einer Übermacht an Panzern an, die von der Abteilung noch abgewehrt werden konnten. Hier bei Ponyri verdiente sich bspw. Oberleutnant Kurt Zitzen das Ritterkreuz, das ihm am 04.08.1943 verliehen wurde. Doch war dies auch die Zeit der ersten schmerzlichen Verluste der Abteilung.
Anlässlich der Beförderung zum Leutnant, sollte Bose, nach Dienstanweisung, in eine andere Abteilung versetzt werden, doch bat er seinen Kommandeur Major Käppler, bei seiner Batterie bleiben zu dürfen, was dieser ihm mit gewissen Einschränkungen nicht abschlagen konnte.
Es folgten nun Kessel-Kämpfe im Raum Djatkowo, nördlich von Ordshonikidsegrad und die Winterschlachten bei Witebsk am Ssenniza-See, wo sich Bose zusammen mit seinem Richtschützen Fritz Sdun das Ärmelabzeichen für die Panzerbekämpfung mit Nahkampfmitteln verdiente.
Es schließen sich Kämpfe an der Rollbahn Witebsk-Newel und südlich Newels an, wo er zum Ordonnanz-Offizier der Abteilung ernannt wird und so an den Kämpfen südostwärts von Witebsk teilnimmt. Es folgte dann die Verlegung nach Minsk, wo Bose Urlaub erhielt und dann die Auffrischung in Wilna, wo er wieder zur Abteilung stiess. Dort wird er dann zum Zugführer in der 1. Batterie, unter Hauptmann Schmidt, ernannt. Von Wilna aus verlegte die Abteilung dann zum 14.04.1944 in die Gegend 30 Kilometer westlich von Pinsk, in den Pripjet-Sümpfen, wo die Abteilung der 3. Kavallerie-Brigade unter Oberst Freiherr von Wolff und Oberstleutnant Georg Freiherr von Boeselager, beides Eichenlaubträger, unterstellt wurde. Mit der Brigade verbanden sich nun auch die anschließenden Kämpfe beim Rückzug über Baranowitschi nach Slonim. Einige Tage später fiel sein ehemaliger Richtschütze und Freund Hans Sdun am 24.07.1944 bei Uzyki.
Danach zeitweise der 292. Infanterie-Division unterstellt, schließen sich Kämpfe im Raum Radziwillowka an. Dort sollte er sich dann auch das Ritterkreuz verdienen.

 

bis die Abteilung als Panzer-Jäger-Abteilung 69 am 08.08.1944 in die 3. Kavallerie-Brigade eingegliedert wurde. Von nun an verläuft die militärische Geschichte Boses eng mit der der 3. Kavallerie-Brigade.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Feldwebel 01.10.1937 Eisernes Kreuz II. Klasse 06.08.1943
Offizier-Anwärter 27.10.1939 ernannt Eisernes Kreuz I. Klasse
Leutnant 22.11.1939 -7460- m. Wirk. v. 01.11.1939 (RDA v. 01.10.1939(21)) Medaille Winterschlacht im Osten
Oberleutnant 16.03.1942 -1710- m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942(2246C)) Verwundeten-Abzeichen in Schwarz
Oberleutnant 01.10.1942 m. Wirk. v. 01.04.1942 zu den aktiven Truppen-Offizieren des Friedensstandortes mit RDA v. 01.04.1942(2246) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
Hauptmann 20.04.1943 -2410- m. Wirk. v. 01.02.1943 (RDA v. 01.02.1943(346)) Infanterie-Sturmabzeichen in Silber
Major 20.06.1944 -3210- m. Wirk. v. 01.04.1944 (RDA v. 01.11.1943(36a))

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