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Ritterkreuzträger Jobst-Hilmar von Bose
Oberst, Infanterie

Jobst-Hilmar Bodo Alexander von Bose wurde am 21.09.1897 in Berlin geboren, trat von April 1911 bis April 1913 der Kadettenanstalt Nürnberg bei und wechselte danach bis Oktober 1914 an die Hauptkadettenanstalt nach Lichterfelde. Im Zuge des 1. Weltkrieges wird er am 04.10.1914 als Fähnrich aus dem Kadettenkorps entlassen und der Ersatz-Eskadron des Posenschen Ulanen-Regiments "Prinz August von Württemberg" Nr. 10 zugeteilt, mit dem er am 01.11.1914 ins Feld zog.
Dort erkrankt, kommt er am 15.10.1915 in die Ersatz-Eskadron des Ulanen-Regiments 10, kehrt aber am 05.12.1915 wieder ins Feld zu seinem Regiment zurück. Von dort wird er vom 03.10. bis zum 28.11.1917 in das Pferdedepot 124 kommandiert und wird am 23.02.1919 zu den Reserve-Offizieren des Ulanen-Regiments 10 überführt. Während des 1. Weltkrieges kam von Bose überwiegend an der Ostfront zum Einsatz. So nahm er an den Kämpfen im Raum Lodz, Dnjestr-Pruth und in den Pripjet-Sümpfen teil, bis er 1918 an der Großen Schlacht um Frankreich teilnahm.
Mit Ende des 1. Weltkrieges folgten vom 01.01. bis zum 02.03.1919 Grenzschutzkämpfe an der polnisch-brandenburgischen Grenze, bis von Bose am 21.03.1919 aus dem aktiven Heeresdienst, unter Aufhebung der Mobilmachungs-Bestimmung, durch das Bezirkskommando Meiningen entlassen wird.
Am 24.06.1919 trat von Bose dem Grenzschutz des Ulanen-Regiments 10 bei und kommt infolge der Umformierung der Reichswehr in das Reichswehr-Kavallerie-Regiment 5. Nach der weiteren Umformung wird er am 11.03.1920 in die 3. Eskadron des 10. (Preuß.) Reiter-Regiments versetzt und dort am 16.05.1920 zu den aktiven Offizieren überführt. Als solcher besucht er vom 15.11.1920 bis zum 15.06.1921 einen Lehrgang für Leibesübungen in Dresden und ist ab dem 10.10.1921 Führer der 5. Eskadron des Regiments.
Nach der Wehrkreisprüfung vom 17.03. bis zum 21.03.1924, erhält er vom 28.07. bis zum 17.08.1924 eine Kommandierung zu einem MG-Lehrgang auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow und wird vom 05.01. bis zum 03.06.1926 zu einem Lehrgang für Leibesübungen nach Wunstorf kommandiert.
Wieder bei seinem Regiment, wird er ab dem 08.09.1926 als Berater zu Kavallerie-Schule kommandiert, wobei diese Kommandierung am 22.08.1927 um ein weiteres Jahr verlängert wird. Daraufhin am 01.04.1928 zur Ausbildungs-Eskadron des 10. (Preuß.) Reiter-Regiments versetzt und nimmt vom 15.10. bis zum 03.11.1928 an einem weiteren MG-Lehrgang in Königsbrück teil.
Vom 24.03. bis zum 28.03.1929 nimmt er an der Übungsreise der 2. Kavallerie-Division teil und wird am 01.10.1931 zum Chef der Ausbildungs-Eskadron des 8. (Preuß.) Reiter-Regiments ernannt.
Am 30.04.1933 scheidet er mit Wirkung vom 30.04.1933 aus dem Heeresdienst aus und arbeitet ab dem 901.07.1933 als Angestellter im Reichsdienst als Reitlehrer an der Wehrkreisremonteschule in Militsch. Allerdings erfolgte bereits am 01.10.1933 die Übernahme als Rittmeister und Reitlehrer in das L.-Offizier-Korps bei der Remonte-Annahme-Nebenstelle Militsch unter gleichzeitiger Versetzung als Kompanie-(Einheits) Führer im Grenzschutz Schlesien.
Von Bose wechselt am 15.03.1919 als Hauptmann (E) in das E-Offizierskorps des Heeres und wird vom 01.07.1935 bis zum 30.09.1936 als Bataillons-(Obereinheits-)-Führer im Grenzschutz Schlesien bzw. als Reitlehrer an der RANST (Remonte-Annahme-Nebenstelle) Militsch eingesetzt und kommt am 01.09.1939 an die Wehrkreis-Reit- und Fahrschule XIII nach Grafenwöhr.
Am 21.09.1939 übernimmt er dann das Kommando über das I. Bataillon des Infanterie-Regiments 289 in der Saarpfalz und führt dieses durch die Kämpfe im Westen des Jahres 1940, weiterhin wird als Bataillonskommandeur an der Ostfront verwundet. Zuvor hatte er sich selbstständig entschlossen in den Abendstunden überraschend auf die Ortschaft Malachowa vorzustoßen, diese zu nehmen und so eine Bresche in die gegnerische Verteidigung zu schlagen. Damit ersparte er seiner98. Infanterie-Division Blut, brachte die Befestigungen bei Detschino, unter Vernichtung eines sowjetischen Infanterie-Regiments, zu Fall und ermöglichte die Verfolgung des Gegners nach Nordosten. Dabei gelang es 16 schwere Flak und zahlreiche weitere Waffen zu erbeuten. Dafür erhielt von Bose am 04.12.1941 als Oberstleutnant (E) und Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 289 das Ritterkreuz.
Bis zum 27.01.1942 im Lazarett, kommt von Bose am 28.01.1942 zunächst in die Führer-Reserve des OKH und wird dann am 26.02.1942 mit Wirkung vom 12.02.1942 zum Führer bzw. am 29.04.1942 zum Kommandeur des Infanterie-Regiments 278 ernannt.
Ab dem 29.04.1943 wieder in der Reserve des OKH, wird er am 07.05.1943 mit Wirkung vom 15.05.1943 zum Kommandanten des Oflag XXI C in Schokken bestimmt, wobei bisher unklar ist, ob dieses Kommando auch wirksam wurde, da er am 26.10.1943 mit Wirkung vom 20.07.1943 zum Kommandeur des Grenadier-Regiments 863 ernannt wurde, wobei er am 26.07.1943 seinen dortigen Dienst antrat. Mit seinem Regiment nimmt er an den kämpfen an der Invasionsfront teil.
Ab dem 27.09.1944 wiederum in der Reserve des OKH, übernimmt er am 13.10.1944 mit Wirkung vom 15.10.1944 das Kommando über das Grenadier-Regiments 744. Ab April 1945 wird er auch als letzter Führer der 711. Infanterie-Division geführt.
Jobst-Hilmar von Bose verstarb am 26.03.1949 in Bamberg.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fähnrich 04.10.1914 m. Patent v. 04.10.1914 G2g Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 13.04.1915
Leutnant 18.04.1915 m. Patent v. 11.09.1915 Sächs.Mgn. Ehrenkreuz für Verdienste im Krieg 16.05.1915
Leutnant der Reserve 23.02.1919 Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK 20.03.1918
Leutnant 16.05.1920 zu den aktiven Offizieren überführt Rettungsmedaille am Bande 04.06.1926
Leutnant 01.07.1922 erh. RDA v. 01.11.1915(4) Ehrenkreuz für Frontkämpfer 21.12.1934
Oberleutnant 31.07.1925 m. Wirk. v. 01.04.1925 (RDA v. 01.04.1925(30)) Dienstauszeichnung IV.- II. Klasse 02.10.1936
Rittmeister 01.02.1932 m. Wirk. v. 01.02.1932 (RDA v. 01.02.1932(3)) Eisernes Kreuz II. Klasse 08.03.1940
Rittmeister 01.10.1933 erh. RDA v. 01.04.1932(1) Eisernes Kreuz I. Klasse 25.07.1940
Hauptmann (E) 05.03.1935 -836- m. Wirk. v. 15.03.1935 unter Vorbeh. der Festsetz. des RDA Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 04.12.1941
Hauptmann (E) 15.03.1935 -1200- erh. RDA v. 01.03.1935 unter Vorbeh. der Festsetz. der Ordnungsnummer Verwundeten-Abzeichen in Schwarz 29.12.1941
Major (E) 02.10.1936 -6220- m. Wirk. v. 01.10.1936 (RDA v. 01.10.1936) unter Vorbeh. der Festsetz. der Ordnungsnummer Medaille Winterschlacht im Osten 27.07.1942
Major (E) 28.11.1936 -7500- erh. RDA m. Wirk. v. 01.11.1936 v. 01.10.1936(8) Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 15.11.1942
Major (E) 15.12.1938 -3375- m. Wirk. v. 15.12.1938 Deutsches Kreuz in Gold 22.03.1945
Oberstleutnant (E) 20.10.1940 -6440- m. Wirk. v. 01.11.1940 (RDA v. 01.11.1940(9))
Oberstleutnant 30.12.1941 -6610- m. Wirk. v. 01.12.1941 zu den aktiven Truppen-Offizieren überführt m. RDA v. 01.11.1940(35a)
Oberst 15.05.1942 -3420- m. Wirk. v. 01.06.1942 (RDA v. 01.06.1942(31))

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