Startseite - Kontakt - Forum - Gästebuch - Buchhinweis - Geschichte des EK - Impressum

__________________________
Die Biographien unterliegen dem Urheberrecht.
Jegliche Weiterverbreitung ohne Zustimmung des Autors ist untersagt

Ritterkreuzträger Kuno-Hans von Both
General der Infanterie

                                                            

Kuno-Hans Paul Hermann Ludwig Victor von Both wurde am 09.04.1884 in Zabern/Elsaß-Lothringen geboren und gehörte von 1902 bis 1903 der Hartung`schen Militärischen Vorbereitungsanstalt in Cassel an und wechselte am 24.04.1903 als Fahnenjunker zum Großherzoglich-Mecklenburgischen Grenadier-Regiment Nr. 89. Dort legte er am 13.10.1903 sein Zeugnis als Fähnrich ab und erhielt vom 01.11.1903 bis zum 25.07.1904 eine Kommandierung an die Kriegsschule Glogau und vom 04.04. bis zum 07.05.1910 in die Gewehr-Fabrik und Artillerie-Werkstatt Spandau.
Danach ab dem 01.10.1912 Adjutant und Gerichtsoffizier des II. Bataillons seines Regiments, wird er am 04.08.1914 zum Chef der 8. Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 90 ernannt. Als solcher erkrankt er am 25.01.1915 und wird in ein Lazarett verlegt. Wieder genesen übernimmt er am 04.02.1915 wieder seine Kompanie.
Am 09.03.1915 wird er zum Chef der MG-Kompanie des Regiments ernannt, wobei er in der Folge vom 02.05. bis zum 15.05.1915 zunächst den Posten des stellvertretenden Führers des III. Bataillons übernimmt. Wieder bei der MG-Kompanie wird er dort am 16.10.1915 verletzt, kann aber bei der Truppe verbleiben. Dem schließt sich vom 09.08.1915 bis zum 15.08.1916 ein Wechsel der Verwendung als stellvertretender Führer des II. bzw. III. Bataillons des Regiments an.
Am 25.09.1916 kommt er als MG-Offizier in den Stab des Regiments und erhält vom 10.04. bis zum 16.04.1917 eine Kommandierung zum 4. Lehrgang des Ausbildungs-Kurses der OHL in der Fliegerabwehr zum MG-Übungsplatz Recoy.
Nach einer Erkrankung am 17.05.1917 übernimmt von Both am 22.06.1917, bis zum 30.06.1917, die stellvertretende Führung des I. Bataillons, erkrankt am 15.08.1917 erneut, um dann vom 19.07. bis zum 01.10.1917 die stellvertretende Führung des II. Bataillons zu übernehmen.
Vom 15.10. bis zum 20.10.1917 zum 48. Lehrgang an der Heeresgasschule in Berlin kommandiert, ist er nach seiner Rückkehr vom 21.10. bis zum 14.11.1917 Regiments-Gasschutz-Offizier und ab dem 03.11.1917 stellvertretender Führer des III. Bataillons.
Vom 07.03. bis zum 11.03.1918 Teilnehmer des Führer-Lehrgangs in Hagenau, kehrt er an die Front zurück, wo er am 07.04.1918 leicht verwundet wird, aber bei der Truppe verbleiben kann.
Vom 16.04. bis zum 29.04.1918 Ausbildungsleiter beim Marsch-Bataillon der 54. Infanterie-Division in Cambrai, übernimmt er vom 05.10. bis zum 22.10.1918 die stellvertretende Führung des Reserve-Infanterie-Regiments 90 und wird am 22.10.1918 zum Adjutanten der 226. Infanterie-Division ernannt.
Im Zuge des Waffenstillstands, zum Ersatz-Bataillon des Grenadier-Regiments 89 versetzt, steht er dort zunächst zur Verfügung des Militärkabinetts und wird am 06.01.1919 zum Kommandeur des Bataillons ernannt. Er übernimmt dann am 06.02.1919 das Kommando über das I. Freiwilligen-Bataillon "von Both" und ist vom 01.05.1919 bis zum 01.10.1920 Kompaniechef der 1. MG-Kompanie im Reichswehr-Infanterie-Regiment 17. Danach mit Wirkung vom 01.10.1920 Chef der 4. (MG) Kompanie im Infanterie-Regiment 6, wo er sich am 20.04.1921 verletzt. Von Both nimmt dann vom 21.09. bis zum 04.10.1921 an der Wehrkreis-Übungsreise teil und wird vom 15.05. bis zum 27.05.1922 zur Übungsreise unter Leitung des Chefs der Ausbildungs-Abteilung kommandiert.
Mit Wirkung vom 01.10.1922 bis zum 01.10.1927 in den Stab der 4. Division versetzt, nimmt er vom 20.07. bis zum 31.07.1923 an der Nachschub-Übungsreise, sowie vom 26.07. bis zum 01.08.1925 an der Luftschutz-Übungsreise teil.
Vom 07.01. bis zum 28.02.1927 zur  Kraftfahrzeug-Abteilung 4 kommandiert, wird er mit Wirkung vom 01.10.1927 in den Stab des Artillerieführers IV kommandiert und nimmt vom 24.02. bis zum 03.03.1929 am Gasschutz-Lehrgang E in Berlin teil. Vom 07.10. bis zum 17.10.1929 auf Divisions-Übungsreise, wird er mit Wirkung vom 01.02.1930 mit dem Posten eines Taktik-Ausbilder an der Infanterieschule in Dresden betraut und ist dann ab dem 01.10.1931 Kommandeur des II. Bataillons im 5. (Preuß.) Infanterie-Regiment, bzw. mit Wirkung vom 01.02.1934 Kommandeur des 6. Infanterie-Regiments. Nach der Umbenennung des Regiments in Infanterie-Regiment "Lübeck" am 01.10.1935 und der Rückbenennung in Infanterie-Regiment 6, am 15.10.1935, ist er ab dem 06.10.1936 Kommandeur der Kriegsschule Hannover, meldet sich aber am 01.12.1937 krank. Zur Wiederherstellung der Gesundheit nach Braunlage im Harz zu Dr. Vogler beurlaubt, wird er am 10.11.1938 mit dem Kommando über die 21. Infanterie-Division betraut. Mit dieser nimmt er am Polen-Feldzug teil und kommt am 20.10.1939 in den Generalstab beim Generalkomamndo des I. Armee-Korps, wo er am 26.10.1939 zum Kommandierenden General ernannt wird. Nach einer Blinddarm-Entzündung in das Reserve-Lazarett Elbing verlegt, nimmt er mit seinem Korps an den folgenden Kampfhandlungen in Rußland teil. Dort war es seiner umsichtigen und geschickten Führung zu verdanken, daß das I. Armee-Korps mit seinen unterstellten Divisionen trotz starken feindlichen Widerstandes binnen fünf Tagen aus dem Raum Naumiestis ostwärts Heydekrug heraus, bis Schaulen vorstoßen und die dortige Schlüsselstellung nehmen konnte, womit die Hauptversorgungsbasis im Raum vor der 18. Armee eingenommen wurde, Dafür erhielt  von Both, als General der Infanterie, am 09.07.1941 das Ritterkreuz.
Laut eines Fernschreibens des Oberbefehlshabers der 18. Armee, General der Kavallerie Lindemann, vom 03.03.1942 wird von Both zur Wiederherstellung der Gesundheit beurlaubt, soll aber dann wieder, laut Meldung vom 03.06.1942, das Kommando über sein Korps übernommen haben.
Mit Wirkung vom 01.04.1943 wird er zum Kommandierenden General der Sicherungs-Truppen und Befehlshaber im Heeresgebiet "Nord" ernannt und ist dann ab dem 01.04.1944 Deutscher Befehlshaber im Operationsgebiet "Ost-Ungarn".
Nach der Versetzung in die Führer-Reserve des OKH mit Wirkung vom 20.04.1944, übernimmt von Both mit Wirkung vom 01.07.1944 den Posten des Befehlshabers der Deutschen Truppen in Nord-Rumänien und im Rückwärtigen Operationsgebiet der Heeresgruppe Südukraine, bzw. ab dem 23.09.1944 der Heeresgruppe Süd. Als solcher wird er am 18.04.1945 in die Führer-Reserve des OKH versetzt, wo er in Wien das Kriegsende erlebte und bis zum 17.04.1947 in Gefangenschaft blieb.
Der hochdekorierte Offizier Hans-Kuno von Both verstarb am 22.05.1955 in Ehlen/Kassel.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker 24.04.1903 Österr. Franz-Joseph-Orden 27.01.1911
Unteroffizier 29.08.1903 Lipp. Haus-Orden-Ehrenkreuz 4. Klasse 18.06.1914
Fähnrich 19.12.1903 m. Patent v. 19.12.1903 E Mecklenb.-Strel. Verdienst-Medaille 18.06.1914
Leutnant 18.08.1904 -167- m. Patent v. 18.08.1904 F6f Mecklenb.-Strel. Verdienst-Kreuz II. Klasse 18.09.1922
Oberleutnant 18.08.1913 -I400- m. Patent v. 18.08.1913 O7o Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 22.09.1914
Hauptmann 25.05.1915 -I 1097- m. Patent v. 25.02.1915 Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK 09.02.1915
Hauptmann 01.02.1922 -134- erh. RDA v. 25.02.1915(11) Mecklenb.-Strel. Verdienst-Kreuz I. Klasse 25.11.1915
Major 01.01.1928 -10- m. Wirk. v. 01.01.1928 (RDA v. 01.02.1927(31a)) Ehrenritter des Johanniter-Ordens 26.02.1917
Oberstleutnant 01.04.1931 -750- m. Wirk. v. 01.04.1931 (RDA v. 01.04.1931(19)) Mecklenb.-Schw. Militär-Verdienst-Kreuz II. Klasse 20.03.1917
Oberst 01.12.1933 -3200- m. Wirk. v. 01.12.1933 (RDA v. 01.12.1933(1)) Preuß. Haus-Orden von Hohenzollern 3. Klasse mit Schwertern 23.12.1917
Generalmajor 18.01.1937 -100- m. Wirk. v. 01.01.1937 (RDA v. 01.01.1937(7)) Pour le merite 10.04.1918
Generalleutnant 30.09.1938 -6800- m. Wirk. v. 01.10.1938 (RDA v. 01.10.1938(1)) Verwundeten-Abzeichen in Schwarz 10.05.1918
General der Kavallerie 17.05.1940 -3380- m. Wirk. v. 01.06.1940 (RDA v. 01.06.1940(9)) Bayr. Militär-Verdienst-Orden 4. Klasse mit Schwertern 27.06.1918
Ehrenkreuz für Frontkämpfer 20.12.1934
Eisernes Kreuz II. Klasse 10.09.1939
Eisernes Kreuz I. Klasse 25.09.1939
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 09.07.1941
Medaille Winterschlacht im Osten ???
Deutsches Kreuz in Gold 09.09.1942

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Nedstat Basic - Free web site statistics

Buchhinweise: