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Ritterkreuzträger Paul Both
Leutnant der Reserve, Grenadiere

   
Paul Both wurde am 03.03.1911 in Lübeck geboren und trat 1930 der Reichswehr
bei. Ob er am Polen- und West-Feldzug teilnahm ist bisher nicht belegbar, es ist
aber davon auszugehen. Zumindest wechselte er mit Meldung vom 08.08.1940 von der
1. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 458 in die 11. Kompanie des
Infanterie-Regiments 94.
Mit Meldung vom 11.11.1940 kommt Both in die 3. Kompanie des
Infanterie-Regiments 411 und nach beginn des Ost-Feldzuges, wo er wohl verwundet
wird, mit Meldung vom 12.10.1941 in die 1. Genesenden-Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 94. Kurze Zeit später wieder bei seiner Kompanie,
wird er am 01.11.1941 mglw. erneut verwundet und kommt wieder in das
Ersatz-Bataillon 94. Von dort wechselt er mit Meldung vom 25.11.1941 in die 122.
Infanterie-Division, wo er wieder seiner 3. Kompanie im Infanterie-Regiment 411
zugeteilt wird und den Posten eines Zugführers übernimmt.
Als Führer des 1. Zuges der Kompanie verteidigte er im Oktober 1942 bei den
schweren Kämpfen der Division ostwärts des Ilmensees in Pustnya, den Stützpunkt
"Kapellenberg" gegen einen zahlenmäßig weit überlegenen Gegner. Dabei am
29.10.1942 durch eine Splittersalvengranate am Rücken verletzt, blieb er bei
seinem Zug und führte den Abwehrkampf und schlug den eingedrungenen Gegner im
Gegenstoß persönlich zurück. Weiterhin leitete er die Abwehr des zweiten
gegnerischen Angriffs, wobei sich gegen 23.00 Uhr wieder sämtliche Punkte
Pustnyas in eigener Hand befanden. Both erhielt dafür am 23.12.1942, als
Feldwebel und Zugführer in der 3. Kompanie des Grenadier-Regiments 411, das
Ritterkreuz.
Ab Mitte März 1943 erneut in einem Lazarett und danach zum
Grenadier-Ersatz-Bataillon 94 versetzt, kommt er mit Meldung vom 01.04.1943 in
das Reserve-Lazarett Allenstein, in die dortige Abteilung 2 und kehrt Mitte
September 1943 wieder zu seiner 3. Kompanie zurück.
Mit Meldung vom 02.11.1943 in der 2. Genesenden-Kompanie des
Grenadier-Ersatz-Bataillons 94 in Köslin, wird er an die Schule für Fahnenjunker
VIII in Dijon kommandiert. Mit Ende des Lehrgangs begibt er sich am 12.08.1944
auf den Heimweg zum Ersatztruppenteil nach Köslin. Dabei gerät er während eines
Aufenthalts in Metz/Lothringen in einen Bombenangriff und wird dabei tödlich
verwundet.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Unteroffizier |
09.09.1941 (lt. Meldung) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
16.08.1941 |
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Feldwebel |
22.12.1942 (lt. RK-Vorschlag) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
12.04.1942 |
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Oberfähnrich |
12.08.1944 (lt. Meldung) |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
23.12.1942 |
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Leutnant der Reserve |
30.09.1944 - 2210- m. Wirk. v. 01.08.1944 (RDA v. 01.08.1944) p.m. |
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Infanterie-Sturmabzeichen in Silber |
??? |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
??? |
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Verwundetenabzeichen in Silber |
??? |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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