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Ritterkreuzträger Albrecht von Boxberg
Oberstleutnant, Panzertruppe

       
Albrecht Kurt-Georg von Boxberg wurde am 04.05.1913 in Dresden geboren,
besuchte von 1919 bis 1928 das Knabenschulheim Kleinwelka und danach bis 1934
die Oberrealschule Bautzen, wo er das Reifezeugnis ablegte.
Von Boxberg trat am 11.07.1934 als Offiziersanwärter der 4. Schwadron des
Reiter-Regiments 12 bei und avancierte dort ab dem 01.10.1934 zum Ausbilder.
Ab dem 14.01.1935 wird er zum 1. Lehrgang beim Fähnrichslehrgang in München
kommandiert und kommt am 01.10.1935 als Zugführer zum Waffenlehrgang an der
Heereskraftfahrschule nach Wünsdorf. Am 13.02.1936, bzw. am 01.10.1935 dem
Panzer-Regiment 3 zugeordnet, übernimmt er dort den Posten eines Zugführers in
der 2. Kompanie und ist ab dem 01.10.1937 Ordonnanz-Offizier im Regiment.
Ab dem 01.07.1938 Adjutant der 1. Abteilung, nahm er an der Eingliederung
Österreichs und des Sudetenlandes teil. Es folgten erste Kämpfe in Polen 1939,
nach deren Ende er am 01.10.1939 zum Chef der 1. Kompanie ernannt wird. Als
solcher wird er zweimal im Westfeldzug, am 13.05. und am 12.06.1940, verwundet
und nimmt ab dem 22.06.1941, im Rahmen der 2. Panzer-Division, am Ostfeldzug
teil. Dort wird er am 12.11.1941 zum Adjutanten im Panzer-Regiment 3 ernannt.
Ein anderes Datum nennt dafür den 14.11.1941.
Ab dem 03.07.1942 Kommandeur der II. Abteilung des Regiment, wobei er diesen
Posten am 15.07.1942 übernimmt, wird er am 06.07.1943 erneut verwundet und am
20.11.1943 zum Kommandeur der Panzer-ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 4 in
Wien-Mödling ernannt. Bereits am 12.12.1942 hatte er sich an der Einbruchsstelle
südlich Ssytschewka durch persönliche Tapferkeit besonders ausgezeichnet. Dabei
schlug er mit seiner Panzer-Abteilung den weit überlegenen Feind, vernichtete
dabei von 70 Panzern insgesamt 40 und riss so die gesamte Abteilung zum Angriff
vorwärts.
Am 01.10.1943 erhielt er weiterhin die Anerkennungsurkunde als Major und
Kommandeur der II. Abteilung des Regiments für eine Tat vom 23. bis zum
26.09.1943 im Raum Tschernigow.
Am 13.11.1943 führte Major von Boxberg eine gepanzerte Kampfgruppe bestehend aus
6 Panzern der II. Abteilung, 10 Panzerspähwagen des I. Bataillons des
Panzergrenadier-Regiments 304 und 4 Selbstfahrlafetten der 1. Kompanie der
Panzerjäger-Abteilung 38. Die Kampfgruppe wurde im Raum südlich Wishemir als
Eingreifreserve bereitgestellt. Als der Gegner in der Nacht vom 12. auf den
13.011.1943 auf dem rechten Flügel die eigenen Absetzbewegungen bedrängte und
mit einer Schützen-Division, sowie mit Teilen einer Panzer-Brigade im Einsatz
stand, bedrohte er den Aufbau einer neuen HKL, womit eine Lücke zwischen der
2. Panzer-Division und der 102. Infanterie-Division entstand. Gegen Mittag
verschärfte sich die Lage durch den ständig nachdrückenden Gegner, so daß die
Gefahr bestand die gesamte HKL der Division zu verlieren. Die Division
beantragte daher beim XX. Armee-Korps das Absetzen auf eine verkürzte Linie.
Dieser Antrag wurde genehmigt. Zu diesem Zeitpunkt bemerkte Major von Boxberg,
ständig vorn, eine Gelegenheit für einen Gegenstoß. Aus eigenem Entschluss
setzte er sich an die Spitze seiner Kampfgruppe und stieß trotz widriger
Geländebeschaffenheit vor. Durch diesen Gegenstoß erreichte er mit aufgesessener
Infanterie bei Dunkelheit die alte HKL, stieß darüber hinaus weiter vor und
erreichte gegen 21.00 Uhr den Anschluss an den linken Nachbarn. Daraufhin sah
die Division von der geplanten Absetzbewegung ab und führte der Kampfgruppe
infanteristische Kräfte aus Alarmeinheiten zu. Mit diesen drehte er nach Süden
ein und nimmt, selbst in vorderster Linie kämpfend, die wichtige Höhe 131,2,
womit der Anschluss an die 102. Infanterie-Division vollzogen wurde. Dadurch
verhinderte von Boxberg die Absicht des Gegners beide Divisionen von einander zu
trennen. Dies war entscheidend für die Division, da diese nun am linken Flügel
nun bis zur Rollbahn Retschitza-Kalinkowitschi durchbrochen wurde. Dafür wird
von Boxberg zum Ritterkreuz eingereicht, das ihm am 07.02.1944 verliehen wird.
Ab dem 01.04.1944 in der Führer-Reserve unter gleichzeitiger Kommandierung in
die 3. Abteilung für Panzer- und Nachschubtruppen der Amtsgruppe P1 im OKH, wo
er den Posten des Gruppenleiters der Gruppe b für Panzer- und Panzerjäger, sowie
Eisenbahn-Panzer-Züge übernimmt. Als solcher geriet er am 09.05.1945 in
amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 06.02.1946 entlassen wird.
Nach der Gefangenschaft trat er am 01.11.1952 als Personalreferent in die
Dienststelle Blank ein, ist dann ab dem 01.11.1955 Personalreferent im
Bundesministerium für Verteidigung und besucht ab dem 01.10.1956 einen
Truppenlehrgang an der Panzertruppenschule Munster. Daraufhin ab dem 01.12.1956
zum stellvertretenden Kommandeur der Kampfgruppe B, der späteren 13.
Panzergrenadier-Brigade ernannt, ist er ab dem 17.11.1960 Lehrgruppen-Kommandeur
an der Panzertruppenschule bzw. ab dem 01.10.1962 Lehrgruppen-Kommandeur und
stellvertretender Kommandeur an der Heeres-Offiziers-Schule I in Hannover, wo er
die Leitung des Schulstabes übernimmt.
Am 01.10.1969 zum Kommandanten des Truppenübungsplatzes Munster ernannt, wird er
am 30.09.1971 in den Ruhestand verabschiedet.
Albrecht von Boxberg verstarb am 12.09.1985 in Burgdorf bei Hannover.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter |
01.10.1934 |
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Dienstauszeichnung IV. Klasse |
10.07.1938 |
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Unteroffizier |
01.12.1934 |
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Medaille zur Erinnerung an den 13.03.1938 |
08.11.1938 |
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Fähnrich |
01.06.1935 |
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Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 |
25.10.1939 |
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Oberfähnrich |
25.10.1935 m. Wirk. v. 01.10.1935 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
01.07.1940 |
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Leutnant |
20.04.1936 m. Wirk. v. 01.04.1936 (RDA v. 01.04.1936(486)) |
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Panzerkampfabzeichen in Silber |
18.05.1940 |
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Oberleutnant |
28.02.1939 -950- m. Wirk. v. 01.03.1939 (RDA v. 01.03.1939(124)) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
31.05.1940 |
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Hauptmann |
18.01.1942 -510- m. Wirk. v. 01.02.1942 (RDA v. 01.02.1942(654)) |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
25.06.1940 |
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Hauptmann |
30.01.1942 -500- m. Wirk. v. 01.11.1941 anderes RDA v. 01.07.1941 (51a) |
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Slowak. Erinnerungsmedaille |
01.l0.1940 (genehmigt am 28.01.1941) |
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Hauptmann |
30.01.1943 -510- anderes RDA v. 01.07.1940(48a) |
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Deutsches Kreuz in Gold |
15.12.1941 |
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Major |
20.04.1943 -2410- m. Wirk. v. 01.02.1943 (RDA v. 01.02.1943(54) |
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Kgl. Bulgarischer Tapferkeitsorden IV. Klasse, 2. Stufe |
02.06.1942 (genehmigt 25.08.1942) |
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Oberstleutnant |
20.04.1945 |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
18.09.1942 |
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Oberst (Bw) |
28.02.1961 m. Wirk. v. 01.12.1960 |
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Verwundetenabzeichen in Silber |
30.12.1942 (20.12.1942) |
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Verwundetenabzeichen in Gold |
10.07.1943 |
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Anerkennungsurkunde |
01.10.1943 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
07.02.1944 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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