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Ritterkreuzträger Dr. jur. Bruno von Brackel
Hauptmann, Panzertruppe

Bruno Franz Arnold Anton Freiherr von Brackel wurde am 20.12.1911 in Kassel geboren, legte seine Reifeprüfung in Liegnitz ab und nahm ein Jura-Studium in Kiel auf. Nach dem Wechsel nach Breslau, wo er der Burschenschaft Corps Lusatia beitrat, und Marburg, wurde er im Oktober 1933 Referendar und im Juli 1934 zum Doktor jur. ernannt.
Bereits am 01.11.1934 trat er als Einjährig-Freiwilliger dem Reiter-Regiment 7 in Breslau bei. Dort verpflichtete er sich dann wohl auf weitere Dienstjahre und kommt als Leutnant, über Eisenach nach Sagan zum Panzer-Regiment 15. Dort wird er am 10.11.1938 zum Adjutanten der II. Abteilung ernannt und nimmt so am Polen-Feldzug teil.
Am 01.02.1940 zum Führer der 4. Kompanie ernannt, folgen West- und Ost-Feldzug. Diese 4. Kompanie führte die Traditionen des Breslauer Leibkürassiere fort. Im Rahmen der Kampfhandlungen, die letztlich zur Verleihung des Ritterkreuzes führten, fiel Freiherr von Brackel am 13.08.1941 bei Korsun-Sarrossawka und wurde zum Ritterkreuz vorgeschlagen.
Der Abteilungs-Kommandeur Major Schimmelmann, begründete die Verleihung zum Ritterkreuz indem er genau auf die Erfolge von Brackels einging. Im bisherigen Verlauf des Ost-Feldzuges hatte die 4. Kompanie unter von Brackels Führung 106 Feindpanzer, 21 Geschütze, 10 Panzerspähwagen und 18 Pak vernichtet. Davon wurden allein 41 Panzer in nur 24 Stunden abgeschossen. Am 12.07.1941, dem Vorabend des Angriffes auf Berditschew in Richtung Rajgorodek, zur Herstellung der Verbindung zwischen der 11. Panzer- und der 60. Infanterie-Division (mot.), fuhr von Brackel mit seiner Kompanie gewaltsame Aufklärung nach Südwesten. Die sich dabei immer wieder in den Weg stellenden gegnerischen Panzer, 18 an der Zahl, wurden durch geschickten Ansatz der einzelnen Züge und Panzer  restlos vernichtet. Dadurch gelang es wichtige Erkundungsergebnisse bezüglich Feindbesetzung und Geländebeschaffenheit.
Am Morgen des 13.08.1941 stieß die 4. Kompanie auf Rajgorodek, als 1. Treffen, vor, mit dem Auftrag durch die 10 Kilometer tiefe Feindzone hindurchzustoßen, um so die Verbindung zur 60. Infanterie-Division (mot.) zu erzwingen. Aus der Ortschaft Protyhorka heraus, schlug den Deutschen jedoch heftiges Abwehrfeuer von Pak und Artillerie entgegen. Dennoch entschließt sich von Brackel als erster in die Ortschaft einzudringen, dabei wird sein Wagen zweimal von schweren Artillerietreffern beschädigt. Mitten im schwersten Abwehrfeuer reparierte die Besatzung die Schäden und setzte den Angriff weiter fort. Dabei gelang es insgesamt 23 Panzer abzuschießen und die Verbindung zur 16. Infanterie-Division (mot.) herzustellen. Zwei angesetzte Züge zur Aufklärung meldeten dann 15 Feindpanzer, die sich auf der Straße Rajgorodek-Berditschew zum Angriff bereitstellten. Von Brackel dreht sofort ein und schießt drei Panzer ab. Zwei Schützen-Bataillon, deren Angriff vor dem Gegner liegen geblieben war, wurden durch von Brackel herausgehauen. Die Kompanie stieß weiter Kilometer um Kilometer voran.
Ebenfalls fielen der Kompanie 10 Flugzeuge, die auf einem Flugplatz bereitstanden zum Opfer, außerdem wurde ein Flugzeug in der Luft abgeschossen.
Von Brackel erhielt dafür am 23.08.1941, als Oberleutnant und Führer der 4. Kompanie im Panzer-Regiment 15, posthum das Ritterkreuz.
Von Brackel machte sich außerdem ein Namen als Texter des Panzerliedes "Sitzt auf, Kameraden, den Motor werft an".

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant 01.12.1937 (9) Eisernes Kreuz II. Klasse 23.09.1939
Oberleutnant 01.02.1940 (25) Eisernes Kreuz I. Klasse 09.07.1940
Hauptmann 01.08.1941 - posthum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 23.08.1941

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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