Franz Brandt wurde am 29.10.1915 in Salzuflen im Kreis Lippe geboren und trat
am 20.10.1936 dem Infanterie-Regiment 18 bei.
Laut Meldung vom 12.09.1939 gehörte er der 1. (Schtz.) Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 167 an und wechselte mit Meldung vom 25.10.1939 in
die 1. Kompanie des Infanterie-Regiments 167. Mit dieser Kompanie nahm er am
West-Feldzug teil und wurde mit beginn der Kampfhandlungen gegen die Sowjetunion
an der Ostfront eingesetzt.
Mit Meldung vom 18.08.1941 wechselte er in die Stabs-Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 167 und mit Meldung vom 11.09.1941 in die 3.
Kompanie des Bataillons. Dort wird er mit Meldung vom 29.09.1941 dem
Genesenden-Marsch-Bataillon VI(18 zugeteilt, mit dem er schließlich mit Meldung
vom 15.03.1942 in die 1. Kompanie des Infanterie-Regiments 167 zurückkehrt.
Möglicherweise Ende 1943 verwundet, kommt Brandt mit Meldung vom 10.01.1944 in
die Stamm-Kompanie des Grenadier-Ersatz-Bataillons 167, nachdem er zuvor der 1.
Kompanie des Reserve-Grenadier-Bataillons 167 angehörte.
Mit Meldung vom 31.01.1944 wird er von der Stamm-Kompanie des Bataillons in die
7. Kompanie des Grenadier-Regiments 953 versetzt. Dort wird er im Rahmen des II.
Bataillons als Stoßtruppführer verwendet.
Das Grenadier-Regiment hielt im Sommer 1944 die Front im Raum Brody. Diese Front
der Heeresgruppe Nordukraine wurde im Zeitraum vom 13.07. bis zum 18.07.1944
durchbrochen, wodurch das XIII. Armee-Korps im Raum Brody eingekesselt wurde.
Nach Entschluss zum Ausbruch deckte die 361. Infanterie-Division, zu der das
Grenadier-Regiments 953 gehörte, im Raum Gawaraczyna diesen Ausbruch der
Korpsabteilung C nach Süden. Während dieser Kämpfe zeichnete sich der
Oberfeldwebel Brandt im besonderen Maße aus, wofür ihm als Oberfeldwebel und
Stoßtruppführer am 30.09.1944 das Ritterkreuz verliehen wurde. Nach den Kämpfen
wohl der 4. Kompanie des Feld-Ersatz-Bataillons 196 zugeteilt, kehrte er
zunächst zur 7. Kompanie zurück, wurde aber dann in den Bereich des
Oberbefehlshabers West versetzt.