
Ritterkreuzträger Friedrich Brandt
Major i.G., Panzer-Pioniere



Friedrich Brandt wurde am 23.06.1917 in Arneburg bei
Stendal als Sohn eines Bauern geboren und trat später dem
Panzer-Pionier-Bataillon 39 bei.
Im Polen-Feldzug als Zugführer eingesetzt, übernimmt er am 18.02.1940 den
Posten des Bataillonsadjutanten und nimmt so am West-Feldzug teil. Mit Beginn
des Ostfeldzuges steht das Bataillon im Rahmen der 3. Panzer-Division im
Einsatz und Brandt übernimmt am 14.02.1942 den Posten des Chefs der 3.
Kompanie des Bataillons. Als solcher führt er mehrere erfolgreiche Vorstöße in
die gegnerischen Linien. Einer dieser Vorstöße führte zum Vorschlag zum
Ritterkreuz. Demnach fuhr Brandt mit zwei Panzerspähwagen durch die Linien des
zurückweichenden Gegners bis zu einem Flußabschnitt. Dort erreichten die
Panzerpioniere eine bereits zur Sprengung vorbereitete Brücke. Unter Beschuss
kappten sie die Verbindungen und hielten die Brücke bis eigene Truppen
nachstießen. Ein weiterer Vorstoß führte seine durch drei Panzerwagen
verstärkte Kompanie an eine wichtige Bahnlinie des Gegners, über die dessen
Nachschub verlief. Unter Panzerbeschuß gelang es Brandt die Eisenbahnlinie zu
sprengen. Auf dem Rückweg verhinderte er die Einkesselung der Kompanie und
brachte, ohne eigene Verluste, mehrere Gefangene ein. Für diese Einsätze
erhält Brandt schließlich am 20.08.1942 als Oberleutnant und Chef der 3.
Kompanie des Panzer-Pionier-Bataillons 39, das Ritterkreuz.
Am 17.10.1942 wird er als Adjutant an die Pionier-Schule Dessau-Roßlau
versetzt und kommt dann, unter Kommandierung in den Stab der 106.
Infanterie-Division, in die Führer-Reserve. Am 20.01.1944 in den Generalstab
des XI. Armee-Korps kommandiert, erfolgte am 15.04.1944 die Versetzung an die
Kriegsakademie, sowie ab dem 01.11.1944 die Versetzung in den Generalstab. So
wird er am 15.11.1944 zum Ib der 25. Panzer-Division ernannt.
Im Rahmen der Kämpfe der Division im Generalgouvernement, wird Friedrich
Brandt seit dem 13.01.1945 im Raum Warschau vermisst.