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Ritterkreuzträger Hans-Georg Brandt
Oberst, Grenadiere

Hans-Georg Brandt wurde am 04.11.1903 in Grimma in Sachsen geboren und trat am 04.04.1923 der Reichswehr bei. Seine dortige Verwendung ist bisher nicht bekannt.
Mit Meldung vom 22.08.1939 ist er Adjutant im Stab des Infanterie-Regiments 55 und nimmt so am Polen-Feldzug teil.
Mit Meldung vom 14.02.1940 wird er in den Stab des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 520 versetzt, wobei er ab dem 10.03.1940 wieder im Stab des Infanterie-Regiment 55 verwendet wird.
Mit Meldung vom 04.12.1940 wechselt er als Kommandeur zum neu aufgestellten II. Bataillon des Infanterie-Regiments 577, aufgestellt aus dem III./IR 420, dessen Führung er am 01.10.1942 übernimmt. Der bisherige Regimentskommandeur Oberst Max Voigt war Ende September aufgrund von Herzproblemen in die Heimat versetzt worden. Brandt sollte jedoch vorerst nur auf Probe verwendet werden, doch bewährte er sich in den Kämpfen in Stalingrad-Nord aufs beste, was sich in der Beförderung zum Oberstleutnant wiederspiegelte.
Als Bataillonskommandeur erlebte er am 02.07.1942 wie ein Teil seines Bataillons nach einer schweren Panzerattacke die Waffen niederlegte und sich ergab. Brandt traf dies sehr und seine Untergebenen spürten wie schwer ihn dies selbst getroffen hatte.
Im Rahmen der 6. Armee, wird die 305. Infanterie-Division bei Stalingrad eingeschlossen. Im Laufe der schweren, verlustreichen und erbarmungslosen Kämpfe wird Brandt, sein Gefechtsstand befand sich in der Halle 3 an der Kommissarstraße, am 04.01.1943 auf dem Weg von einem Kommandoposten in der Halle 3c in Stalingrad-Nord zum Regiments-Gefechtsstand durch einen Granatwerfer-Treffer schwer verwundet. Noch am gleichen Tag erlag er seinen Verwundungen. Der Führer der 305. Infanterie-Division Oberst i.G. Steinmetz wird dabei verwundet, sein Adjutant Leutnant Hämmerle fällt ebenfalls. Steinmetz kann sich zum Verbandsplatz des Grenadier-Regiments 577 schleppen und wird später aus dem Kessel Stalingrad ausgeflogen.
Brandt erhielt für die schweren Kämpfe in den Ruinen des Nordteils der Stadt, posthum, am 22.01.1943, das Ritterkreuz als Oberstleutnant und Führer des Grenadier-Regiments 577. Brandt war ein bewährter Regimentsführer und beliebt bei seinen Männern, da er sich stets um sie kümmerte.
Nach seinem Tode zum Oberst befördert, wird Hans-Georg Brandt am 06.01.1943 auf dem Heldenfriedhof Gorodischtsche bei Stalingrad beigesetzt. Im Zuge der Ausbettungen des Volksbundes vor Ort konnten seine sterblichen Überreste mglw. bereits geborgen werden. Durch Nichtidentifizierung liegt er nun mglw. als Unbekannter auf dem deutschen Soldatenfriedhof Rossoshka begraben. Er hinterließ zwei Töchter und seine Frau.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant ??? Eisernes Kreuz II. Klasse 20.10.1939
Oberleutnant ??? Eisernes Kreuz I. Klasse 01.08.1942
Hauptmann 01.04.1935 (RDA 22) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 22.01.1943 p.m.
Major 01.08.1940 (RDA 50)
Oberstleutnant 01.11.1942 (RDA 6)
Oberst 01.01.1943 posthum

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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