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Ritterkreuzträger Heinz Brandt
Leutnant der Reserve, Panzergrenadiere

     

Heinz Brandt wurde am 17.12.1912 in
Kassel-Wolfsanger geboren und besuchte vom 19.04. bis zum 19.08.1933 das Lager
Sendenhorst bei Münster in Westfalen ein Werkshalbjahr für Abiturienten, im
Rahmen des Reichsarbeitsdienstes.
Am 15.05.1939 trat er dann dem A-Bataillon des Infanterie-Regiments 15 in
Kassel-Dönche bei. Vom 22.08. bis zum 09.09.1939 an die Geländesportschule
Ohrdruf kommandiert, nimmt er dabei ab dem 01.09.1939 als Zugtruppmelder in
der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 15 am Polen-Feldzug teil.
Ab Dezember 1939 wird er als Melder, Kompanietruppführer und Gruppenführer
verwendet, bis er im Mai 1941 an die Kriegsschule Döberitz kommandiert wird.
Von November 1941 bis Januar 1942 Ausbilder im Infanterie-Ersatz-Bataillon 15
in Kassel, wechselt Brandt mit Meldung vom 16.01.1942 von der 3. Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 15 in die 9. Kompanie des Infanterie-Regiments 15
an die Front, wo er zunächst als Zugführer verwendet wird und anschließend die
Führung der 11. Kompanie übernimmt. Als solcher wird er am 17.09.1942 bei
Stalingrad verwundet und in das Reservelazarett XXb verlegt. Von dort zunächst
dem Grenadier-Ersatz-Bataillon 15 zugeteilt, kommt er am 08.03.1944 als 2.
Ordonnanzoffizier in den Stab der 179. Reserve-Panzer-Division. Von dort
wechselt er mit Meldung vom 10.07.1944 in das Sicherungs-Regiment 1010 und ist
ab dem 01.09.1944 schließlich Regimentsadjutant bei der 111. Panzer-Brigade.
Am 12.10.1944 kommt Brandt zur 21. Panzer-Division und wird dort mit Meldung
vom 14.10.1944 in die Stabs-Kompanie des Panzergrenadier-Regiments 2112
versetzt.
Am 22.01.1945 zum Führer der 7. Kompanie des Panzergrenadier-Regiments 103, das Regiment kämpfte im Rahmen der 14. Panzer-Division
in dem Gebiet der
Heersgruppe Kurland,
ernannt, erhält er im Rahmen des II. Bataillons den Auftrag zusammen mit dem
Panzer-Regiment 36 im Vartaja-Abschnitt einen Entlastungsangriff
durchzuführen. Die Kompanie Brandt erheilt dabei die Aufgabe sich am linken
Flügel hinter der Panzer-Abteilung als Einsatzreserve für die offene linke
Flanke bereitzuhalten. Als jedoch von der Anhöhe links der vorgehenden
Panzer-Abteilung mehrere Panzer in Brand geschossen wurden, stürmte Brandt mit
seiner Kompanie, dabei in vorderster Reihe des 1. Zuges, frontal die Höhe und
nahm diese ohne größere Verluste. Kurze Zeit später zog sich das Bataillon und
die Panzer-Abteilung zurück, ohne das die Kompanie Brandt davon Kenntnis
erhielt. Mit seinen Männern hielt Brandt die Linien der Kompanie und
durchstieß erst in der 2. Nacht unbemerkt die dünnen gegnerischen Linien. Nach
persönlicher Ansicht von Heinz Brandt erhielt er, am 06.05.1945 als Leutnant
der Reserve und Führer der 7. Kompanie des Panzergrenadier-Regiments 103, das
Ritterkreuz für die Ausschaltung der Flankenbedrohung und das Verhindern von
größeren Verlusten. Brandt gehörte damit zu den letzten Beliehenen mit dem
Ritterkreuz.
Heinz Brandt verstarb am 09.12.1996 in Frankenberg (Eder).
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Unteroffizier |
??.03.1941 (Eigenangabe) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
17.09.1942 |
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Leutnant der Reserve |
03.11.1942 (lt. Meldung) |
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Infanterie-Sturmabzeichen in Bronze |
23.10.1942 |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
??.??.1942 |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
13.11.1942 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
18.07.1943 |
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Nahkampfspange in Bronze |
??.04.1945 |
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Ärmelband "Kurland" |
??.04.1945 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
06.05.1945 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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