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Ritterkreuzträger Rudi Brasche
Feldwebel, Panzergrenadiere

Rudi Brasche wurde am 17.08.1917 in Halberstadt geboren und absolvierte von April 1937 bis Januar 1938 seinen Arbeitsdienst in Genthin, zuletzt als Truppführer.
Am 18.11.1938 trat Brasche der 6. Kompanie des Infanterie-Regiments 93 (mot.) bei und nimmt mit dieser am Polen-Feldzug teil. Beim Vorstoß auf Radom-Pulawy wird er von seiner Truppe getrennt und zunächst als vermisst gemeldet. Er schlägt sich aber kurze zeit später wieder zu seiner Einheit durch. Nach Ende des Feldzuges, wird er am 07.02.1940 in den Infanterie-Pi-Zug der Stabs-Kompanie des Infanterie-Regiments 93 versetzt und übernimmt am 15.08.1941, nach West-, Balkan und dem Beginn des Ost-Feldzuges den Posten eines Gruppenführers. Seit dem 01.12.1941 lag das Regiment am Mius bei Pokrowskoje. Brasche und die beiden, späteren Ritterkreuzträger, Richard Gambietz und Wilhelm Grunge, waren zu jener Zeit dem Pionierzug zugeteilt, mit dem sich die drei beim Kampf um die Ziegelei hervorragend bewährten und schon hier erkennen ließen wozu sie fähig waren.
Als Gruppenführer kommt er laut Meldung vom 04.11.1941 in die Ersatz-Kompanie für Pi-Züge (mot.) 13 und von dort mit Meldung vom 23.12.1941 in das Schützen-Ersatz-Bataillon 66 nach Burg. Mit Meldung vom 15.01.1942 kehrt er dann wieder in den Pi-Zug der Stabs-Kompanie des Schützen-Regiments 93 zurück, wo er am 07.03.1942 verwundet wird.
Möglicherweise bei der Truppe verblieben, kommt Brasche am 06.05.1942 in den Pionier-Zug des I. Bataillons des Regiments und wird mit Meldung vom 21.07.1942 in die 4. Kompanie des nunmehrigen Panzergrenadier-Regiments 93 versetzt. Mit seinem Regiment lag Brasche im September 10942 etwa 20 Kilometer südlich Mosdoks auf der Höhe 489. Diese griff der Gegner am 13.09.1942 an. Am Abend des 14.09.1942 stürmten zwei gegnerische Bataillon gegen die Gruppe Brasche, bestehend aus nur sieben  Mann, die sich verbissen verteidigte. Über 3 tage und Nächte hielt die Gruppe insgesamt 14 Angriffen, teilweise in Bataillonsstärke, stand und hielt so den Eckpfeiler der 13. Panzer-Division. Für diesen Einsatz erhielt Brasche, als Obergefreiter und Gruppenführer in der 4. Kompanie des Panzergrenadier-Regiments 93, am 09.11.1942 das Ritterkreuz.
Kurze vorher wird er am 01.11.1942 bei der Abwehr eines gegnerischen Angriffes auf Ordshonikidse im Kaukasus zum vierten mal verwundet und ab dem 02.11.1942 im Lazarett Kislowodsk behandelt. Dort übereicht ihm dann auch der General der Kavallerie Mackensen am 11.11.1942 das Ritterkreuz. Anschließend erhält Brasche Genesungsurlaub nach Halberstadt.
Mit Ausheilung der Verwundung wird er am 15.02.1943 dem Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 66 zugeteilt. Es folgte dann die Versetzung in die Ersatz-Kompanie für Pi-Züge (mot.), bzw. von dort laut Meldung vom 13.03.1943 in die Ersatz- und Ausbildungs-Kompanie für Pi-Züge (mot.) 13 in die Luitpold-Kaserne Magdeburg. Laut Meldung vom 14.10.1943 wird er dann in das Panzergrenadier-Lehr-Regiment 901 auf dem Truppenübungsplatz Bergen-Fallingbostel versetzt, wo er mit Meldung vom 28.10.1943 im Rahmen der Marsch-Kompanie der Ersatz-Kompanie eintrifft.
Im Regiment zunächst der Stabs-Kompanie zugeteilt, kommt Brasche mit Meldung vom 08.01.1944 in die 1. Kompanie des Regiments und nimmt mit dieser an den Kämpfen im Invasionsraum teil, wo er am 13.06.1944 durch einen Schuß in den Oberarm bei Caen verwundet wird. Zuvor wurde er im Divisions-Tagesbefehl vom 11.0.61944 besonders erwähnt. Am 10.06.1944 hatte er im Raum Tilly, beiderseits der Straße Villers Bocage in Richtung Balleroy mit dem "Ofenrohr" und geballten Ladungen 4 Sherman-Panzer der britischen 7. "Hussars" vernichtet. Diesen folgten am 12.06.1944 zwei weitere, was im Divisions-Tagesbefehl vom 15.06.1944 erneut gewürdigt wurde.
Infolge der Verwundung kommt er in das Lazarett Tuttlingen und wird am 12.09.1944 der Genesenden-Kompanie des Panzergrenadier-Ersatz-Bataillons 50 in Küstrin zugeteilt. Von dort kehrt er zum Panzergrenadier-Lehr-Regiment 901 zurück und übernimmt dort die Führung der Flammwerferzuges in der Stabskompanie. Dabei wird er am 05.03.1945 zum 6. mal verwundet und in das Lazarett Burg Altena verlegt. Dort erlebte er höchstwahrscheinlich das Kriegsende.
Rudi Brasche verstarb am 22.11.1975 in Ziemetshausen in Bayern.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.07.1940 Eisernes Kreuz II. Klasse 18.07.1940
Obergefreiter 17.09.1941 (lt. Meldg.) Eisernes Kreuz I. Klasse 26.09.1942
Unteroffizier 10.01.1943 (lt. Meldg.) Verwundetenabzeichen in Schwarz ???
Feldwebel 01.02.1945 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 09.11.1942
Verwundetenabzeichen in Silber ???
Verwundetenabzeichen in Gold ???

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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