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Ritterkreuzträger Karl Brassert
Oberst

16.02.194230.05.194023.10.1939Bronze 09.09.194101.07.194301.08.194215.01.1935
17.09.1918

Karl Brassert wurde am 02.03.1899 in Ober-Ottendorf bei Pirna im Kreis Dresden geboren und kommt am 03.08.1917 als Fahnenjunker in die 3. Kompanie des I. Ersatz-Bataillons des Infanterie-Regiments 102. Nach der militärischen Grundausbildung legt Brassert am 04.05.1917 seine Fähnrichs-Prüfung vor der Ober-Militär-Prüfungskommission ab  und wird vom 03.07.1917 bis zum 25.07.1917 zu einem Fahnenjunker-Kurs nach Dresden kommandiert. Nach seiner Rückkehr zum Ersatz-Bataillon wird er am 02.08.1917 zum überzähligen Unteroffizier befördert und schließlich am 10.09.1917 ins Feld geschickt, wo für Brassert am 19.09.1917 die ersten Kampfeinsätze an der Westfront, innerhalb der 2. Kompanie des Infanterie-Regiments 102, folgten.
Vom 08.10.1917 bis zum 17.11.1918 erhält er eine MG-Ausbildung bei der 1. MG Kompanie des Regiments und nimmt dann vom 01.12. bis zum 07.12.1917 an einem Fahnenjunker-Kursus in Döberitz, beim I. Ersatz-Bataillon des Regiments, teil. Dem schließt sich sieben Tage später ein Ausbildungs-Kursus für Fahnenjunker, ebenfalls in Döberitz, an. Mit Abschluss der Ausbildung begibt er sich am 22.03.1918 zurück an die Westfront, wo er am 22.04.1918 der 5. Kompanie zugeteilt wird. Nachdem der Kompaniechef am 28.06.1918 verwundet wird, übernimmt Brassert die Führung der Kompanie.
Unter gleichzeitiger Beförderung zum Leutnant, wird Brassert am 09.07.1918 Ordonnanz-Offizier im II. Bataillon des Infanterie-Regiments 102 und am 24.08.1918 Zugführer in der 6. Kompanie. Es folgte vom 27.08.1918 bis zum 07.09.1918 ein Lehrgang beim Sturm-Bataillon 5 Rohr, wonach er am 08.09.1918 in die 2. MG-Kompanie des Regiments versetzt wird.
Am 12.11.1918 endet für Brassert die Zeit an der Westfront und er wird am 21.01.1919 ins Freiwilligen-Bataillon 20 versetzt, wo er den Posten des Kompanie-Offiziers der 2. Kompanie übernimmt. Das Bataillon ist im Grenzschutz Litauen eingesetzt und so wird Brassert am 19.02.1919 stellvertretender Führer seiner Kompanie, des nunmehrigen Freiwilligen-Infanterie-Regiments 20. Vom 23.03. bis zum Ende des Monats erneut Kompanie-Offizier seiner Kompanie, wird er vom 02.04. bis zum 30.04.1919 stellvertretender Führer der 1. MG-Kompanie des Regiments. Nach erneuten Versetzungen innerhalb des Regiments erhält er am 19.07.1919 den Posten des stellvertretenden Ordonnanz-Offiziers im Stab des Regiments und wird ab dem 15.08.1919, erneut als Kompanie-Offizier der 2. Kompanie, im Grenzschutz Oberschlesien eingesetzt.
Nachdem er am 02.09.1919 den Posten des Adjutanten des I. Bataillons erhält, wird er am 12.12.1919 Kompanie-Offizier der 1. Kompanie und wird schließlich am 01.03.1920 Kompanie-Offizier der 9. Kompanie des Reichswehr-Infanterie-Regiments 37. Dieses Regiment wird bei der Niederschlagung von Arbeiteraufständen in Leipzig bzw. Sachsen eingesetzt.
Mit Wirkung vom 15.05.1920 wird Brassert zum Sportlehr-Kursus des Wehrkreises IV nach Dresden kommandiert und nach seiner Rückkehr, am 01.10.1920 in die Minenwerfer-Kompanie des Regiments versetzt.
Am 31.12.1920 wird Karl Brassert aus dem Heeresdienst entlassen.
Nach der Machtübernahme Hitlers und dem Aufbau einer starken Armee, tritt Brassert, unter gleichzeitiger Beförderung zum Hauptmann,  am 25.07.1934 wieder dem Heer, mit Wirkung vom 01.08.1934, bei und wird zunächst der 14. Kompanie im A-Bataillon des Infanterie-Regiments 4 zugeteilt.
Am 01.10.1934 ist er Führer der 3. Kompanie, bzw. ab dem 01.01.1935 Chef der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments Leipzig. Nachdem Brassert am 15.10.1935 Chef der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 101 wurde, erhält er am 01.05.1937 den Posten des Kompaniechefs der 14. (PzAbw.) Kompanie des Regiments. Mit dieser Kompanie nimmt er am Polenfeldzug teil und wird nach der siegreichen Beendigung des Feldzuges, vom 11.01.1940 bis zum 09.05.1940 Waffenlehrer für Panzerabwehr an der Kompanie-Führer-Schule Welm-Senne im sog. Saumühlenlager. Während seiner dortigen Lehrtätigkeit wird er am 30.01.1940 zum Major befördert. Zwischenzeitlich hatte er zugleich die Führung der Panzerjäger-Abteilung 14 übernommen.
Mit Beginn des Feldzuges gegen Frankreich, am 10.05.1940, wird Brassert Kommandeur des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 101, der 14. Infanterie-Division. Mit diesem stößt er durch Belgien nach Frankreich vor. Am 15.10.1940 wird das Regiment in Schützen-Regiment 101 umbenannt und der 18. Panzerdivision unterstellt, dabei wird Brassert Kommandeur des I. Bataillons.
Mit Wirkung zum 18.03.1941 erhält Brassert das Kommando über das Schützen-Ersatz-Bataillon (mot.) 3 und wird am 19.04.1941 in die Führerreserve des Wehrkreises III versetzt. Laut Meldung vom 22.05.1941 ist er im Stab des Schützen-Ersatz-Bataillons 101 tätig und erhält am 29.05.1941 die Versetzung als Bataillonskommandeur zum Infanterie-Regiment 508. Jedoch wird dieser Befehl bereits am 31.05. widerrufen und Brassert erneut in die Führerreserve, diesmal im Wehrkreis IV, versetzt.
Kurz vor Beginn des Russland-Feldzuges, am 20.06.1941 wird er Kommandeur des II. Bataillons des Schützen-Regiments 10 und zieht mit diesem als Teil der Heeresgruppe Süd über Uman nach Kiev und dann 1942 nach Woronesh und Rshew. Nachdem das Regiment am 05.07.1942 in Panzer-Grenadier-Regiment 10 umbenannt wurde, erhält Brassert das Kommando über das I. (gep.) Bataillon. Zuvor war er am 15.05.1942 zum Oberstleutnant befördert worden.
Am 30.10.1942 wird er wieder in die Führerreserve des Wehrkreises IV versetzt und bis zum 05.11.1942 als Kommandeur des Panzer-Grenadier-Ersatz-Bataillons 101 verwendet. Vom 06.12.1942 bis zum 03.01.1943 verbleibt er weiterhin in der Reserve.
Am 22.02.1943 wird er mit Wirkung vom 04.01.1943 zur Abteilungs-Führer-Schule für Schnelle Truppen beim OB West als Lehrer für Panzer-Grenadier-Bataillons-Führer ernannt, wobei das Kommando am 27.10.1943, mit Wirkung vom 11.08.1943 durch den OB West aufgehoben wurde und Brassert in die Führerreserve der Heeresgruppe Mitte versetzt wird, zur Verwendung als Regiments-Kommandeur für Panzer-Grenadiere. Mit Wirkung vom 15.10.1943 übernimmt er das Kommando über des Panzer-Grenadier-Regiments 2. Hierbei wird er am 20.09.1944 zum Oberst befördert.
Am 29.10.1944 wird er mit Wirkung vom 01.11.1944 in die Führerreserve des OKH versetzt, wobei den Dienst der Kommandeur der Panzertruppenschule I in Bergen regelt, bzw. ab dem 21.12.1944 der Wehrkreis IV.
Am 20.01.1945 wird Brassert in den Stab der Heeresgruppe Weichsel kommandiert und zur Verfügung des Reichsführers-SS für Sonderaufgaben gestellt. Dort erhält er am 21.01.1945 das Kommando über die Festung Marienburg bzw. über die Kampfgruppe Marienburg.
Oberst Brassert hält die Festung bis zum 09.03.1945 gegen eine vielfache Übermacht, mit seinen nur 2500 Mann. Ihm unterstellt waren 2 Kompanien der Heeres-Unteroffiziers-Schule Mewe, die Bootsmaatschule Gotenhafen, die Reste der Grenadier-ersatz- und Ausbildungs-Bataillone 492 und 494, 2 Kompanien des Füsilier-Ausbildungs-Bataillons "Feldherrnhalle", das Luftwaffen-Offiziersanwärter-Bataillon Rahmel, die Besatzung des Linienschiffes "SCHLESWIG-HOLSTEIN", 4 Artillerie-Batterien, 1 Flak-Abteilung, 1 Polizeieinheit, Alarmeinheiten und Volkssturm. Durch den Kampf der Kampfgruppe Brassert wurde die Rettung tausender Flüchtlinge ermöglicht, die über Neufahrwaaser über die Ostssee entkommen konnten. Für diesen Kampf erhielt Karl Brassert bereits am 10.02.1945 als Oberst und Kommandeur der Kampfgruppe Marineburg, welche der 7. Infanterie-Division unterstellt war, das Ritterkreuz.
Am 09.03.1945 übernimmt Brassert die Führung des Grenadier-Regiments 62 und wird hierbei schließlich am 29.03.1945 verwundet.
Karl Brassert verstarb am 12.06.1982 in Hamburg-Bergedorf.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 25.05.1917 (überzählig) Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 17.09.1918
Unteroffizier 02.08.1917 (überzählig) AR 2 mit Schwertern 04.11.1918
Fähnrich 20.06.1918 Schles. Bewährungs-Abzeichen II. Stufe 29.11.1919
Leutnant 09.07.1918 m. Wirk. v. 12.08.1918 unter Vorbeh. der Patentierung Schles. Bewährungs-Abzeichen I. Stufe 30.01.1920
Leutnant 17.11.1918 erh. Patent v. 13.08.1918 F Ehrenkreuz für Frontkämpfer 15.01.1935
Oberleutnant ??? Dienstauszeichnung IV. Klasse 02.10.1936
Hauptmann 25.07.1934 -2016- m. Wirk. v. 01.08.1934 (RDA v. 01.06.1934) unter Vorbeh. der sp. Festsetz. der Ordnungs-Nr. zum RDA im heer angestellt Eisernes Kreuz II. Klasse 23.10.1939
Hauptmann 20.01.1935 erh. Ordnungs-Nr. (78) zum RDA v. 01.06.1934 Eisernes Kreuz I. Klasse 30.05.1940
Hauptmann 30.11.1939 erh. neues RDA v. 01.05.1934 (167); Ltn. v. 31.07.1923, ObLtn. v. 01.02.1928 Panzer-Kampfabzeichen in Bronze 09.09.1941
Major 30.01.1940 m. Wirk. v. 01.02.1940 (RDA v. 01.02.1940(89) Deutsches Kreuz in Gold 16.02.1942
Oberstleutnant 15.05.1942 -3520- m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942(266a)) Medaille Winterschlacht im Osten 01.08.1942
Oberst 20.09.1944 - 1202- m. Wirk. v. 01.07.1944 (RDA v. 01.07.1944(22)) Nahkampfspange in Bronze 01.07.1943
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 10.02.1945

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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