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Ritterkreuzträger Alfred Braun
Oberfeldwebel, Grenadiere

Alfred Braun wurde am 09.03.1915 in Rammersweier im Kreis Offenburg als Sohn des Blechnermeisters Ferdinand Braun geboren. Später zog er mit seiner Frau und seinem Sohn nach Sindelfingen, wo er u. a. als Werkspolizist in einem Grossbetrieb tätig war.
Später trat er am 30.10.1935 der Wehrmacht bei. Mit Meldung vom 29.11.1939 wechselte er von der 3. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 34 in den Stab der 198. Infanterie-Division und nimmt so am Dänemark-Einsatz teil.
Mit Meldung vom 04.04.1940 in der Stabs-Kompanie der Division, kommt er mit Meldung vom 09.06.1940 in die 11. Kompanie des Infanterie-Regiments 305.
Laut Meldung vom 20.02.1941 in der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 595. Von dort kommt er kurze Zeit später zum Feldersatz-Bataillon 73/2 und wechselt mit Meldung vom 05.04.1942 in die 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 170 und kommt nun erstmals an der Ostfront zum Einsatz, wo er mit Meldung vom 11.12.1942 in die 7. Kompanie des Regiments versetzt wird.
Möglicherweise aufgrund einer Verwundung wird er mit Meldung vom 11.07.1943 in das Grenadier-Ersatz-Bataillon 170 versetzt und wird dann laut Meldung vom 14.07.1943 von der Genesenden-Kompanie des Bataillons in die 1. Kompanie des Grenadier-Ausbildungs-Bataillons 170 versetzt. Von dort mit Meldung vom 16.07.1943 in die 1. Kompanie des Reserve-Grenadier-Bataillons 170 versetzt, wechselt er dort mit Meldung vom 17.12.1943 in die 3. Kompanie und kehrt schließlich mit Meldung vom 26.02.1944 in die 11. Kompanie des Grenadier-Regiments2 an die Front zurück. Eine Meldung vom 03.03.1944 nennt die Versetzung in die 9. Kompanie des Grenadier-Regiments 2 nach Milowitz.
Die Meldung vom 06.04.1944 nennt die Versetzung Brauns von der 9. Kompanie zum Grenadier-Regiment 544, wo er den Posten eines Zugführers übernimmt.
Die übergeordnete 389. Infanterie-Division kämpfte sich zu jener Zeit durch Lettland hindurch zurück. Dabei schlug das I. Armee-Korps am 13.07.1944 panzergestützte Angriffe des Gegners gegen die front der 389. Infanterie-Division im Gegenstoß zurück. Von dabei in das Hinterland durchgebrochene gegnerische Panzer, wurden 13 abgeschossen. Auch die Angriffe des 15.07.1944 blieben mit hohen Verlusten für den Angreifer vor der 389. Infanterie-Division liegen, wobei im gesamten Korps-Bereich 32 Panzer abgeschossen wurden. Bei den Kämpfen im Raum Sokololischtsche-Drissa-Nitscha zeichnete sich der Oberfeldwebel Alfred Braun im besonderen aus. Für die erfolgreichen Anwehrkämpfe seines Zuges wird Braun zum Ritterkreuz eingereicht. Sein Kompaniechef, ebenfalls Ritterkreuzträger, Willi Rothhaar, informierte ihn noch über die Einreichung, jedoch fiel Braun zwei Tage später, am 15.07.1944 bei Ssoholitsche südwestlich Daugavpils durch einen Volltreffer.
Alfred Braun, wohl Mitglied der Partei, erhielt daraufhin am 12.08.1944 posthum das Ritterkreuz als Oberfeldwebel und Zugführer in der 3. Kompanie des Grenadier-Regiments 544. Braun war mit seiner Kompanie unmittelbar ostwärts der Rollbahn eingesetzt. Bis 03.45 Uhr morgens belegte der Gegner den Angriffsstreifen mit schwerem Artilleriefeuer und trat dann im Abschnitt Braun mit 200 Mann zum Angriff an. Braun ließ er auf 50 Meter das Feuer eröffnen. Als dem Gegner beim rechten Nachbarn mit 80 Mann ein Einbruch gelang, ging Braun auf persönlichen Entschluss mit 18 Kameraden zum Gegenangriff über und schlug den Gegner zurück. Damit verhinderte Braun den Durchbruch des Gegners nach Norden, der somit einen erheblichen Teil der eigenen Division und die Teile anderer Einheiten angeschnitten hätte.
Anlässlich der Trauerfeier in der Heimat in einem Schulsaal in Winschläg, überreichte Generalmajor Zahn, im Auftrag des Befehlshabers des Wehrkreises V, der Witwe Brauns, Frau Theresia Braun, das Ritterkreuz ihres Mannes.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Unteroffizier 30.07.1940 (lt. Meldg.) Eisernes Kreuz II. Klasse 11.08.1942
Feldwebel 19.01.1943 (lt. Meldg.) Eisernes Kreuz I. Klasse 04.05.1943
Oberfeldwebel 15.07.1944 (lt. Meldg.) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 12.08.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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