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677. Eichenlaubträger Christian Braun
Leutnant der Reserve, Grenadiere

       
   
Christian Gottlieb Braun wurde am 08.11.1920 in
Pfrondorf bei Tübingen geboren und trat am 10.09.1939 der 4. (MG) Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 460 bei.
Am 04.12.1939 wechselt er in die 8. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments 308,
mit dem er am Dänemark- und Frankreich-Feldzug teilnimmt.
Ab Januar 1941 Gruppenführer in der 8. Kompanie folgte der Einsatz in Bulgarien
und ab dem 22.06.1941 in Russland. Dort wird er am 02.09.1941 durch einen großen
Splitter an der rechten Gesichtshälfte verwundet und in einem Lazarett
behandelt. Nur acht Tage später verpflichtet er sich auf 12 Dienstjahre.
Wieder bei seiner Kompanie wird er am 07.03.1942 durch einen Durchschuss am
linken Oberschenkel erneut verwundet. In den nächsten Monaten nimmt er an
sämtlichen Gefechten des Regiments teil. Dabei wird er am 07.08.1943 im
Ehrenblatt des Heeres genannt, als er sich am 18.07.1943 bei Belgorod im
Besonderen auszeichnet. Im Zuge der Verordnung vom 30.01.1944 über die Stiftung
der Ehrenblattspange, wird ihm diese am 12.05.1944 als Führer des II. Zuges der
8. (MG) Kompanie ausgehändigt. Zu diesem Zeitpunkt wurde er als Führer der
Kompanie verwendet.
Innerhalb der 198. Infanterie-Division galt Braun als bewährter tapferer und
einfallsreicher Stoßtruppführer und Panzerknacker. So vernichtete er im
September 1943 im Brückenkopf Krementschug im Alleingang zwei T-34, die den Weg
zum Dnjepr versperrten.
Seit dem 10.10.1943 lag die Division im Raum Bjelaja Zerkov, wo sich Braun
erneut auszeichnete. Für die dortigen Einsätze der Kompanie erhielt er am
15.07.1944, als Oberfeldwebel und Führer des II. Zuges der 8. Kompanie des
Grenadier-Regiments 308, das Ritterkreuz. Im Mai 1944 bewährte sich Braun als
Stoßtruppführer bei Dubossary am Dnjestr. Kurze Zeit später verlegt die Division
nach Westen und übernimmt vom 20.06. bis zum 15.08.1944 den Küstenschutz in
Südfrankreich und zieht sich bis Oktober 1944 bis auf die Vogesen zurück. Dabei
hielt er im September 1944 im Rhonetal eine wichtige Rückzugsbrücke über den
Doubs. Dafür erhielt er am 09.12.1944, als Oberfeldwebel und Führer des II.
Zuges der 8. Kompanie des Grenadier-Regiments 308, das 677. Eichenlaub zum
Ritterkreuz. Eine Porträtaufnahme mit dem Eichenlaub wurde nach Auskunft Brauns
nicht angefertigt. Das kursierende Foto, ist in der französischen
Kriegsgefangenschaft entstanden.
Vom 02.11. bis zum 09.11.1944 im Grenadier-Ersatz-Bataillon 358, besucht Braun
vom 20.11. bis zum 22.12.1944 einen Fahnenjunker-Kurz-Lehrgang in Brünn an der
Schule VII für Fahnenjunker der Infanterie Milowitz bei Prag.
Am 08.02.1945 wird er zur Armeewaffenschule des AOK 19 als Spezial-Ausbilder für
die Panzervernichtung kommandiert, wobei er am 05.05.1945 in französische
Kriegsgefangenschaft gerät, aus der er schließlich am 17.12.1947 entlassen wird.
Christian Braun, Einer der höchstausgezeichnetsten Wehrmachtssoldaten, verstarb
am 01.01.1987 in Tübingen.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter |
01.07.1940 |
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Infanterie-Sturmabzeichen in Silber |
01.09.1941 |
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Unteroffizier |
01.08.1941 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
12.09.1941 |
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Feldwebel |
01.07.1942 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
05.10.1941 |
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Oberfeldwebel |
01.04.1943 |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
28.01.1942 |
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Offiziersbewerber |
01.09.1944 (ernannt) |
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Deutsches Kreuz in Gold |
26.06.1942 |
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Fahnenjunker |
01.11.1944 (ernannt) |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
01.08.1942 |
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Leutnant |
15.01.1945 - 103- m. Wirk. v. 01.12.1944 (01.12.1944(406)) |
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Nennung im Ehrenblatt |
07.08.1943 (ausgeh. 12.05.1944) |
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Verwundetenabzeichen in Silber |
22.04.1944 |
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Nahkampfspange in Bronze |
01.05.1944 |
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1 Ärmelstreifen für Panzervernichtung |
26.05.1944 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
15.07.1944 |
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2 Ärmelstreifen für Panzervernichtung |
01.08.1944 |
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1 Ärmelstreifen für Panzervernichtung |
03.10.1944 |
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677. Eichenlaub zum Ritterkreuz |
09.12.1944 |
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Nahkampfspange in Silber |
09.04.1945 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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