|


427. Eichenlaubträger Josef Bregenzer
Oberst, Grenadiere

     
Josef Franz Bregenzer wurde am 30.06.1909 in Werneck a. d. Wern, bei
Schweinfurt geboren und trat am 02.05.1927 der 4. (MG) Kompanie des 21. (Bayr.)
Infanterie-Regiments in Würzburg bei.
Nach dem Besuch eines Unteroffiziers-Lehrgang vom 10.10.1930 bis zum 08.05.1931,
legt er am 02.08.1934 eine Oberfeldwebel-Prüfung ab und wird am 01.10.1934 in
die 12. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments Amberg in Erlangen versetzt.
Dieses wird am 15.10.1935 in Infanterie-Regiment 40 umbenannt, wobei Bregenzer
in der 12. (MG) Kompanie verbleibt.
Am 06.10.1936 wechselt Bregenzer in die 4. (MG) Kompanie des
Infanterie-Regiments 21 nach Fürth in Bayern. Wie seine Karriere anschließend
verlief ist unbekannt, zumindest befindet er sich am 27.08.1939 in der 4. (MG)
Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 21 in Fürth und ist ab dem 08.12.1939
Diensttuender Hauptfeldwebel in der 12. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments
245.
Am 02.02.1940 zum Chef dieser Kompanie ernannt, nimmt er vom 16.05. bis zum
26.06.1940 am Frankreich-Feldzug, sowie am Ostfeldzug teil. Dort wird er am
09.01.1942 durch einen Hüftschuß verwundet und mit Wirkung vom 01.03.1942 zum
Kommandeur des I. Bataillons des Regiments ernannt. Als solcher wird er am
08.02.1943 durch einen Oberarm-Streifschuss erneut verwundet. Zuvor wurde
Bregenzer am 31.01.1943 westlich Woronesh nach Erledigung eines
Sicherungsauftrages auf dem Marsch seiner Division von starken gegnerischen
Kräften angegriffen. Sofort stieß er mit seinem Bataillon vor und vernichtete 2
gegnerische Bataillone und 11 Panzer. Dafür erhielt er am 20.04.1943, als
Hauptmann und Kommandeur des I. Bataillons des Grenadier-Regiments 245, das
Ritterkreuz.
Anschließend übernahm er vom 18.09. bis zum 08.11.1943 die Führung des
Grenadier-Regiments 248, bzw. ab dem 09.11.1943 des Grenadier-Regiments 245.
Dabei wird er am 09.12.1943 durch einen Granatsplitter am Rücken verwundet, und
am 20.02.1944 mit Wirkung vom 01.01.1944 zum Kommandeur des Grenadier-Regiments
245 ernannt.
In der Nacht zum 12.03.1944 brach der Feind nach 12stündigem schweren Ringen in
den Rücken, einer aus Angehörigen aller Waffengattungen zusammengestellten
Kampfgruppe unter der Führung Bregenzers in einem Brückenkopf bei Uman, durch.
Mit Energie riss er seine abgekämpften Soldaten zum Angriff vor und eroberte, in
einem Sturmgeschütz aufrecht stehend, in vorderster Reihe ein verloren
gegangenes Dorf und erzwang in erbittertem Kampf den Übergang über den Bug.
Die Kampfgruppe war am 10.03.1944 aus dem Regimentsstab mit dem Kommandeur
Bregenzer, einem Oberleutnant und einem Melder, Major Schäfer mit 60
Infanteristen und 4MG, sowie ca. 100 Mann einer Bäckereikompanie und eines
Schlachtereizuges gebildet worden. Der Auftrag der Kampfgruppe bestand darin die
Straße nach Dschulinka in Teotilowka zu sperren. Am 11.03.1944 stieß zufällig
ein Panzer und ein Sturmgeschütz zur Kampfgruppe. Am 12.05.1944 gegen 05.00 Uhr
erfolgte dann der Ausbruch aus Teotilowka in Richtung Dschulinka,, wo am Ostrand
eine Batterie Stalinorgeln vernichtet wurde. Nach der Vernichtung von 24 T-34
ging man mit Hilfe von Notstiegen über den Bug und erreichte das rettende
Westufer.
Dafür erhielt Bregenzer am 17.03.1944, als Oberstleutnant und Kommandeur des
Grenadier-Regiments 245, das 427. Eichenlaub zum Ritterkreuz. Außerdem wurde er
am 13.03.1944 im Wehrmachtsbericht genannt.
Am 15.07.1944, wird Bregenzer 10 Kilometer westlich Swinjuchy-Sokal in der
Prinz-Eugen-Stellung, bei der Verteidigung des Regimentsgefechtsstandes durch
Granatsplitter in Brust, Bauch, Füssen und Nasenbein schwer verwundet. Noch am
Abend des gleichen Tages erliegt er seinen Verwundungen.
|
Beförderungen |
|
Auszeichnungen |
|
Oberschütze |
01.05.1929 |
|
Eisernes Kreuz II. Klasse |
12.06.1940 |
|
Gefreiter |
01.05.1931 |
|
Infanterie-Sturmabzeichen |
10.02.1942 |
|
Unteroffiziers-Anwärter |
16.05.1931 (ernannt) |
|
Eisernes Kreuz I. Klasse |
20.02.1942 |
|
Unteroffizier |
01.02.1933 |
|
Medaille Winterschlacht im Osten |
01.08.1942 |
|
Oberfeldwebel-Anwärter |
02.08.1934 (ernannt) |
|
Infanterie-Sturmabzeichen in Silber |
15.08.1942 |
|
Oberfeldwebel |
01.10.1934 |
|
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
20.04.1943 |
|
Stabsfeldwebel |
01.07.1939 |
|
Deutsches Kreuz in Gold |
14.09.1943 |
|
Leutnant der Reserve |
29.02.1940 -560- m. Wirk. v. 01.02.1940 (RDA v. 01.11.1933(30B)) |
|
427. Eichenlaub zum Ritterkreuz |
17.03.1944 |
|
Leutnant |
18.05.1940 -300- m. Wirk. v. 29.02.1940 zu den aktiven
Truppen-Offizieren überführt (RDA v. 01.02.1934(19)) |
|
|
|
|
Oberleutnant |
15.08.1940 -170- m. Wirk. v. 01.05.1940 (RDA v. 01.05.1940(162)) |
|
|
|
|
Hauptmann |
18.01.1942 - 250- m. Wirk. v. 01.11.1941(97))
|
|
|
|
|
Major |
26.03.1943 -11- m. Wirk. v. 01.01.1943 (RDA v. 01.01.1943(58B1)) |
|
|
|
|
Oberstleutnant |
20.02.1944 -610- m. Wirk. v. 01.01.1944 (RDA v. 01.01.1944(96)) |
|
|
|
|
Oberst |
31.10.1944 - 7001- m. Wirk. v. 01.07.1944 posthum |
|
|
|
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
|