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Ritterkreuzträger Rudolf Brehmer
Oberst, Infanterie

Rudolf August Brehmer wurde am 15.01.1887 in Lübeck als Sohn des Fabrikbesitzers August Brehmer geboren.
Brehmer trat am 12.05.1906 als Fahnenjunker dem Danziger Infanterie-Regiment Nr. 128 bei und rückte am 02.08.1914 als Kompanie-Offizier der 7. Kompanie ins Feld. Kurze Zeit später, am 21.08.1914 zum Adjutanten des II. Bataillons ernannt, wird er als solcher am 11.10.1914 bei Warschau leicht verwundet und kann so bei der Truppe verbleiben.
Am 18.12.1914 wird er bei Kompina erneut verwundet und in ein Lazarett verlegt. Von dort erfolgte die Verlegung in das Vereins-Lazarett Bergmannstrost nach Halle an der Saale.
Wieder genesen übernimmt er am 08.06.1915 den Posten des Adjutanten des Landsturm-Infanterie-Regiments 17, wo er am 20.01.1916 die Führung der 9.  bzw. am 20.01.1918 die Führung des III. Bataillons übernimmt.
Am 14.10.1918 wird er in das Infanterie-Regiment 53 versetzt und übernimmt am 02.12.1918 die Führung des Pionier-Bataillons 50.
Ab dem 01.02.1919 ist er zunächst Führer der 2. Kompanie im Infanterie-Regiment 128 und gehört dann infolge der Umwandlung zum Reichswehr-Infanterie-Regiments 34.
Auf Urlaub erkrankt er am 07.07.1919 in Cleverbrück bei Lübeck, bis er am 22.01.1920 mit Wirkung vom 08.01.1920 aus dem Heeresdienst entlassen wird.
Am 27.07.1935 wird er zum 01.08.1939 und mit Wirkung vom 01.05.1935 in das E-Offiziers-Korps übernommen und mit dem Kommando über das Ergänzungs-Bataillon 266 in Ortelsburg betraut. Nach eigenen Angaben befand er sich selbst ca. seit Februar 1935 in Ostpreußen und bewirtschaftete dort ein Gut.
Am 01.11.1936 wird er zum Kommandeur des E-Bataillons im Infanterie-Regiment 2 ernannt und übernimmt mit Wirkung vom 01.05.1937 den Posten des Ausbildungsleiters Braunsberg in Ostpreußen. Als solcher hat er ab dem 19.01.1939 die Uniform des Infanterie-Regiments 45 zu tragen.
Im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung übernimmt Brehmer am 26.08.1939 das Kommando über das Infanterie-Regiment 356 mit dem er im Rahmen der 228. Infanterie-Division am Polen-Feldzug teilnimmt. Das Infanterie-Regiment 356 scheint demnach aus dem Ausbildungsleiter Braunsberg hervorgegangen zu sein. Mit seinem Regiment ist er u.a. vor der Festung Modlin im Einsatz.
Im Mai 1940 sollte die Division ebenfalls nach dem Westen verlegen, wurde jedoch am 01.08.1940 aufgrund des schnellen Vormarsches in Munsterlager aufgelöst. Anschließend soll er dann ab dem 02.08.1940 das Kommando über das Grenzwacht-Regiment 2 übernommen haben. Allerdings sollte dieses Regiment (Woldenberg) bereits im Herbst 1939 aufgelöst worden sein.
Am 21.08.1940 wird er mit Wirkung vom 10.08.1940 Kommandant der Feldkommandantur 811(v), wobei dieses am 31.08.1940 als nicht wirksam festgelegt wird. Stattdessen wird er mit Wirkung vom 14.09.1940 mit dem Kommando über das Infanterie-Regiment 347, der 197. Infanterie-Division, betraut. Mit diesem Regiment nimmt er am Ostfeldzug teil, wo er u.a. vor Moskau zum Einsatz kommt.
Mit Wirkung vom 16.12.1941 übernimmt er am 11.01.1942 das Kommando über das Infanterie-Regiment 278 der 95. Infanterie-Division, wobei diese Ernennung mit dem 26.02.1942 erneut unwirksam wird und Brehmer damit Kommandeur des Infanterie-Regiments 347 bleibt, das nun im Raum Rshew eingesetzt wird. Dazwischen führte er sein Regiment ab dem 13.01.1942 aus der Moshaisk-Stellung bei Moskau zurück. Dabei führt er die Abwehr gegen den nachdrängenden Gegner und verhinderte dabei einen Durchbruch des überlegenen Gegners entlang der Autobahn. Dadurch gewährleistete er das Absetzen des VII. und des IX. Armee-Korps. Am 15.01.1942 stíess er unter Aufbringung sämtlicher Reserven in den Angriff des Gegners hinein und warf diesen unter Zurücklassung von über 250 Toten zurück. Dafür erhielt Brehmer als Oberst und Kommandeur des Infanterie-Regiments 347 am 22.02.1942 das Ritterkreuz.
Mit Wirkung vom 15.08.1942 dann zum Kommandeur des Infanterie-Ersatz-Regiments 267 in Quedlinburg ernannt. Daraufhin übernimmt er mit Wirkung vom 23.11.1942 das Kommando über das nur kurz bestehende Grenadier-Regiment 267 (B), nachdem er zuvor Kommandeur des Reserve-Grenadier-Regiments 267 war und dieses Kommando dann mit Wirkung vom 20.12.1942 wieder antrat.
Am 15.01.1944 zum Kommandeur des Grenadier-Regiment 149 ernannt. Interessanterweise wurde dieses Regiment laut einschlägiger Literatur erst am 01.02.1944 aufgestellt. Am 04.03.1944 wird er mit Wirkung vom 01.01.1944 mit dem Kommando eines Grenadier-Regiments betraut dessen Nummer oder Bezeichnung bisher unbekannt ist. Mit Wirkung vom 26.04.1944 wird er dann in die Führer-Reserve versetzt unter gleichzeitiger Kommandierung zur Einarbeitung als Kommandeur der Wehrkreis-Unterführer-Lehrgänge VI. Somit übernimmt er diese Dienststellung vom 02.03. bis zum 04.09.1944 in Wahn.
Am 13.12.1944 wird er mit Wirkung vom 01.12.1944 mit der stellvertretenden Führung des Grenadier-Regiments 1034 der 59. Infanterie-Division beauftragt. Laut Meldung der WASt übernahm er jedoch das Kommando über das Grenadier-Regiment 1036, wobei andere Quellen ab dem 23.12.1944 das Kommando über das Grenadier-Regiment 1035 festhalten.
Zumindest übernimmt er am 22.02.1945 den Posten des Kommandanten von Duisburg, nachdem er zuvor in die Führer-Reserve versetzt war.
Gustav Brehmer überlebte den Krieg und verstarb am 03.11.1967 in Lurup/Hamburg-Altona.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Unteroffizier 20.09.1906 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 13.09.1914
Fähnrich 27.01.1907 m. Patent v. 27.01.1907 Ee Lübecker Hanseatenkreuz ??.01.1915
Leutnant 18.11.1907 m. Patent v. 18.11.1907 (erh. in der WH Patent v. 10.06.1913) Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK 30.09.1916
Oberleutnant 27.01.195 (erh. in der WH Patent v. 20.06.1918) Verwundetenabzeichen in Schwarz 26.07.1918
Hauptmann 18.04.1917 (erh. in der WH Patent v. 01.08.1927) Ehrenkreuz für Frontkämpfer 03.11.1935
Major (E) 27.07.1935 -4000- zum 01.08.1935 m. Wirk. v. 01.05.1938 (RDA v. 01.10.1934) Dienstauszeichnung III. - IV: Klasse 02.10.1936
Major (E) 01.11.1936 erh. Ordnungsnummer 58 zum RDA v. 01.10.1934 Ungarische Kriegs-Erinnerungs-Medaille mit Schwertern 20.12.1938
Major 15.12.1938 -3375- m. Wirk. v. 15.12.1938 Eisernes Kreuz II. Klasse 21.09.1939
Oberstleutnant 30.11.1939 -7400- m. Wirk. v. 01.12.1939 (RDA v. 01.12.1939(10)) Eisernes Kreuz I. Klasse 13.01.1940
Oberstleutnant 17.06.1941 -3060- m. Wirk. v. 01.07.1941 zu den aktiven Truppen-Offizieren Deutsches Kreuz in Gold 09.12.1941
Oberstleutnant 30.07.1941 -3950- erh. Ordnungsnummer 38 zum RDA v. 01.12.1939 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 22.02.1942
Oberst 15.02.1942 -1000- m. Wirk. v. 01.03.1942 (RDA v. 01.03.1942(132)) Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 04.05.1942
Medaille Winterschlacht im Osten 11.07.1942

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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