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Ritterkreuzträger Oskar Bremermann
Feldwebel, Grenadiere

    
   
Oskar Bremermann wurde am 02.06.1921 in Gadesbünden im Kreis Nienburg
geboren. Er absolvierte nach der schulischen Ausbildung ab dem 02.11.1938 den
Arbeitsdienst bei der RAD-Abteilung 1/193 in Stöckse/Nienburg. Nach Ende der
Arbeitsdienstpflicht kommt Bremermann am 26.08.1939 in die 1. Kompanie des
Bau-Bataillons 234, das an diesem Tag aus dem RAD gebildet wurde.
Am 01.12.1939 wechselte Bremermann in die 2. Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons (mot.) 90 nach Ratzeburg. Von dort aus erfolgte
dann am 19.02.1940 die Versetzung in die 6. Kompanie des Infanterie-Regiments
333, der 225. Infanterie-Division. Auch eine Verwendung in der
San-Ersatz-Abteilung 10 in Neumünster scheint im Bereich des Möglichen zu sein.
Am 12.04.1940 kommt er in die San-Kompanie 2/158 der 58. Infanterie-Division und
nimmt mit dieser am Frankreich-Feldzug teil.
Mit Beginn des neuen Jahres 1941 kommt er mit Meldung vom 05.01.1941 in die 1.
Kompanie des Luftwaffen-Bau-Bataillons 22/XI. Dieses Bataillon entstand aus dem
ehemaligen Bau-Bataillons 234, dem auch Bremermann früher angehörte. Allerdings
erscheint diese Meldung unklar. Mglw. liegt hier auch ein Schreibfehler vor und
die Versetzung erfolgte vielleicht schon 1940. Denn es fehlen bis zum 30.05.1942
weitere Meldungen. Da Bremermann aber am 30.05.1942 und am 03.06.1942 verwundet
wurde, er selbst angab von Beginn des Russland-Feldzuges im Einsatz gestanden zu
haben und auch die Urkunde zum Verwundetenabzeichen in schwarz auf die
San-Abteilung 158 ausgestellt ist, muss Bremermann zumindest nach dem 05.01.1941
wieder in die 2. San-Kompanie der San-Abteilung 158 zurückgekehrt sein.
Im Juli 1942 heiratete er per Ferntrauung, wobei seine Kameraden als Trauzeugen
fungierten. Oberstabsarzt Dr. Vick ist der Standesbeamte.
Bis zum 23.01.1945 fehlen dann weitere Meldungen. An diesem Tag wird er als
Führer einer Ausbildungs-Kompanie im Raum Labiau verwundet, woraufhin er sich
dann freiwillig in die 6. Kompanie des Grenadier-Regiments 209 meldet. Dort wird
er am 10.04., am 14.04. und am 08.04.1945 verwundet, als er versuchte einen
Panzer im Nahkampf abzuschießen. Zuvor hatte Bremermann bereits vier Panzer
vernichtet. Er kommt am 03.05.1945 verwundet auf das Verwundetentransportschiff
"RENATE" unter dem Chefarzt Marineoberstabsarzt Dr. Pantke und gerät am
10.05.1945 in Kopenhagen in Gefangenschaft. Bremermann nannte später für den Ort
der Waffentat den Park und das Birkenwäldchen südlich bzw. südwestlich Prilacken.
Die Eintragungen für die Sonderabzeichen wurden im Soldbuch verzeichnet. Der
Leutnant Neumann der Jagd-Panzer-Kompanie 1158 bestätigte die Vernichtung der
Panzer am 19.04.1945. Dabei wurden am 09. und am 10.04.1945 je zwei T-34 mit der
Panzerfaust und am 13.04.1945 eine 7,62-cm-Pak mit der Panzerfaust vernichtet.
Bremermann selbst schrieb später nach persönlicher Befragung, daß er am
19.04.1945 vier T-34 außer Gefecht setzte. Der Vorschlag zum Ritterkreuz ging am
19.04.1945 ein. Darin hieß es, das der Gegner am 07.04.1945 mit starken
Infanterie-Kräften und mit der Unterstützung von 33 Panzern im Abschnitt des
Grenadier-Regiments 209 südwestlich Wiekau im Samland angriff. Aus dem Raum
Wietkau heraus versuchte der Gegner mit weiterer Infanterie und 16 Panzern den
Ostflügel des Regiments zu durchbrechen, die Strasse nach Prilacken
freizukämpfen und in den Rücken des Regiments zu gelangen. Due auf dieser
Strasse eingesetzte 6. Kompanie des Grenadier-Regiments 209 liess die Panzer
herankommen und trennte dann die Infanterie von den Fahrzeugen. Die Panzer
wiederum versuchten nun die Grabenbesatzung niederzukämpfen. Da sprang
Bremermann auf die Grabenböschung, schoss zwei Panzer mit dem "Ofenrohr"
ab und schlug die Infanterie mit seinen Kameraden zurück. Danach stellte der
Gegner zunächst die Angriffe ein.
Am 08.04.1945 griff der Gegner dann erneut die nunmehr völlig eingeschlossene 6.
Kompanie von drei Seiten aus an. Dabei vernichtete Bremermann erneut zwei Panzer
mit einer Panzerfaust. Dennoch gelang es dem Gegner von hinten in den Graben
einzudringen. Bremermann raffte nun die Reste seines Zuges zusammen und ging im
Nahkampf zum Gegenangriff über. Damit schlug er den Gegner zurück, sicherte den
eigenen Graben und damit die gesamte Stellung. Der Gegner ließ über 80 Gefallene
zurück. In nur zwei tagen hatte Bremermann vier Panzer vernichtet und mit seinem
Zug über 130 Gegner getötet.
Leider wurde vom Heerespersonalamt keine Vorlage angelegt. es ist zwar eine
entsprechende Karteikarte vorhanden, jedoch ist diese nicht als zeitgenössisch
anzusehen. Obwohl der Bearbeiter Major Domaschk im Buch Verliehene Ritterkreuze
"ja" eintrug, fehlen bisher jegliche Verleihungshinweise. Die
Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger bearbeitete den Fall und entschied eine
Verleihung über die Dönitz-Anweisung. Nach einem gutachten der WASt ist diese
Anordnung jedoch nicht wirksam, womit auch eine Verleihung des Ritterkreuzes
nicht wirksam wäre. Das Verleihungsdatum 09.05.1945 wurde von der OdR selbst
bestimmt. De facto ist Bremermann letztlich ein Ritterkreuzträger, denn
Hitler gab kurz vor Kriegsende die Anordnung, daß diejenigen die drei Panzer und
mehr im Nahkampf vernichteten das Ritterkreuz erhielten, de jure fehlen
jedoch die Nachweise.
Von dort kommt er am 07.06.1945 in das Reserve-Lazarett nach St. Peter Ording,
wo er im August 1945 entlassen wird. Eine weitere Quelle nennt ab dem 18.06.1945
eine Unterstellung unter das Bataillon eines Kapitänleutnants Fischer in St.
Peter Ording.
Oskar Bremermann verstarb am 09.02.1999 in Gradesbünden.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter |
??.10.1940 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
26.12.1941 |
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Unteroffizier |
05.04.1941 |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
18.06.1942 |
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Feldwebel |
20.04.1944 |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
01.08.1942 |
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Allgemeines Sturmabzeichen |
04.04.1943 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
23.05.1943 |
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4 Sonderabzeichen zur Panzervernichtung |
14.03.1945 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
09.05.1945 |
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Verwundetenabzeichen in Gold |
07.06.1945 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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