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Ritterkreuzträger Oskar Bremermann
Feldwebel, Grenadiere

17.07.194230.11.1941

Oskar Bremermann wurde am 02.06.1921 in Gadesbünden im Kreis Nienburg geboren. Er absolvierte nach der schulischen Ausbildung ab dem 02.11.1938 den Arbeitsdienst bei der RAD-Abteilung 1/193 in Stöckse/Nienburg. Nach Ende der Arbeitsdienstpflicht kommt Bremermann am 26.08.1939 in die 1. Kompanie des Bau-Bataillons 234, das an diesem Tag aus dem RAD gebildet wurde.
Am 01.12.1939 wechselte Bremermann in die 2. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons (mot.) 90 nach Ratzeburg. Von dort aus erfolgte dann am 19.02.1940 die Versetzung in die 6. Kompanie des Infanterie-Regiments 333, der 225. Infanterie-Division. Auch eine Verwendung in der San-Ersatz-Abteilung 10 in Neumünster scheint im Bereich des Möglichen zu sein.
Am 12.04.1940 kommt er in die San-Kompanie 2/158 der 58. Infanterie-Division und nimmt mit dieser am Frankreich-Feldzug teil.
Mit Beginn des neuen Jahres 1941 kommt er mit Meldung vom 05.01.1941 in die 1. Kompanie des Luftwaffen-Bau-Bataillons 22/XI. Dieses Bataillon entstand aus dem ehemaligen Bau-Bataillons 234, dem auch Bremermann früher angehörte. Allerdings erscheint diese Meldung unklar. Mglw. liegt hier auch ein Schreibfehler vor und die Versetzung erfolgte vielleicht schon 1940. Denn es fehlen bis zum 30.05.1942 weitere Meldungen. Da Bremermann aber am 30.05.1942 und am 03.06.1942 verwundet wurde, er selbst angab von Beginn des Russland-Feldzuges im Einsatz gestanden zu haben und auch die Urkunde zum Verwundetenabzeichen in schwarz auf die San-Abteilung 158 ausgestellt ist, muss Bremermann zumindest nach dem 05.01.1941 wieder in die 2. San-Kompanie der San-Abteilung 158 zurückgekehrt sein.
Im Juli 1942 heiratete er per Ferntrauung, wobei seine Kameraden als Trauzeugen fungierten. Oberstabsarzt Dr. Vick ist der Standesbeamte.
Bis zum 23.01.1945 fehlen dann weitere Meldungen. An diesem Tag wird er als Führer einer Ausbildungs-Kompanie im Raum Labiau verwundet, woraufhin er sich dann freiwillig in die 6. Kompanie des Grenadier-Regiments 209 meldet. Dort wird er am 10.04., am 14.04. und am 08.04.1945 verwundet, als er versuchte einen Panzer im Nahkampf abzuschießen. Zuvor hatte Bremermann bereits vier Panzer vernichtet. Er kommt am 03.05.1945 verwundet auf das Verwundetentransportschiff "RENATE" unter dem Chefarzt Marineoberstabsarzt Dr. Pantke und gerät am 10.05.1945 in Kopenhagen in Gefangenschaft. Bremermann nannte später für den Ort der Waffentat den Park und das Birkenwäldchen südlich bzw. südwestlich Prilacken. Die Eintragungen für die Sonderabzeichen wurden im Soldbuch verzeichnet. Der Leutnant Neumann der Jagd-Panzer-Kompanie 1158 bestätigte die Vernichtung der Panzer am 19.04.1945. Dabei wurden am 09. und am 10.04.1945 je zwei T-34 mit der Panzerfaust und am 13.04.1945 eine 7,62-cm-Pak mit der Panzerfaust vernichtet. Bremermann selbst schrieb später nach persönlicher Befragung, daß er am 19.04.1945 vier T-34 außer Gefecht setzte. Der Vorschlag zum Ritterkreuz ging am 19.04.1945 ein. Darin hieß es, das der Gegner am 07.04.1945 mit starken Infanterie-Kräften und mit der Unterstützung von 33 Panzern im Abschnitt des Grenadier-Regiments 209 südwestlich Wiekau im Samland angriff. Aus dem Raum Wietkau heraus versuchte der Gegner mit weiterer Infanterie und 16 Panzern den Ostflügel des Regiments zu durchbrechen, die Strasse nach Prilacken freizukämpfen und in den Rücken des Regiments zu gelangen. Due auf dieser Strasse eingesetzte 6. Kompanie des Grenadier-Regiments 209 liess die Panzer herankommen und trennte dann die Infanterie von den Fahrzeugen. Die Panzer wiederum versuchten nun die Grabenbesatzung niederzukämpfen. Da sprang Bremermann auf die Grabenböschung, schoss zwei Panzer mit dem "Ofenrohr" ab und schlug die Infanterie mit seinen Kameraden zurück. Danach stellte der Gegner zunächst die Angriffe ein.
Am 08.04.1945 griff der Gegner dann erneut die nunmehr völlig eingeschlossene 6. Kompanie von drei Seiten aus an. Dabei vernichtete Bremermann erneut zwei Panzer mit einer Panzerfaust. Dennoch gelang es dem Gegner von hinten in den Graben einzudringen. Bremermann raffte nun die Reste seines Zuges zusammen und ging im Nahkampf zum Gegenangriff über. Damit schlug er den Gegner zurück, sicherte den eigenen Graben und damit die gesamte Stellung. Der Gegner ließ über 80 Gefallene zurück. In nur zwei tagen hatte Bremermann vier Panzer vernichtet und mit seinem Zug über 130 Gegner getötet.
Leider wurde vom Heerespersonalamt keine Vorlage angelegt. es ist zwar eine entsprechende Karteikarte vorhanden, jedoch ist diese nicht als zeitgenössisch anzusehen. Obwohl der Bearbeiter Major Domaschk im Buch Verliehene Ritterkreuze "ja" eintrug, fehlen bisher jegliche Verleihungshinweise. Die Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger bearbeitete den Fall und entschied eine Verleihung über die Dönitz-Anweisung. Nach einem gutachten der WASt ist diese Anordnung jedoch nicht wirksam, womit auch eine Verleihung des Ritterkreuzes nicht wirksam wäre. Das Verleihungsdatum 09.05.1945 wurde von der OdR selbst bestimmt. De facto ist Bremermann letztlich ein Ritterkreuzträger, denn Hitler gab kurz vor Kriegsende die Anordnung, daß diejenigen die drei Panzer und mehr im Nahkampf vernichteten das Ritterkreuz erhielten, de jure fehlen jedoch die Nachweise.
Von dort kommt er am 07.06.1945 in das Reserve-Lazarett nach St. Peter Ording, wo er im August 1945 entlassen wird. Eine weitere Quelle nennt ab dem 18.06.1945 eine Unterstellung unter das Bataillon eines Kapitänleutnants Fischer in St. Peter Ording.
Oskar Bremermann verstarb am 09.02.1999 in Gradesbünden.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter ??.10.1940 Eisernes Kreuz II. Klasse 26.12.1941
Unteroffizier 05.04.1941 Verwundetenabzeichen in Schwarz 18.06.1942
Feldwebel 20.04.1944 Medaille Winterschlacht im Osten 01.08.1942
Allgemeines Sturmabzeichen 04.04.1943
Eisernes Kreuz I. Klasse 23.05.1943
4 Sonderabzeichen zur Panzervernichtung 14.03.1945
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 09.05.1945
Verwundetenabzeichen in Gold 07.06.1945

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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