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Ritterkreuzträger Albert Brendel
Oberst, Grenadiere

    
 
Albert Alfred Oscar Brendel wurde am 08.12.1893 in Sonnefeld im Kreis Coburg
geboren 8nd trat am 08.08.1914 als Kriegsfreiwilliger dem 6. Thür.
Infanterie-Regiment Nr. 95 bei.
Nach einer kurzen Grundausbildung wird er am 24.08.1914 zum
Reserve-Infanterie-Regiment 233 ins Feld versetzt und dort am 22.10.1914 während
der Ypern-Schlacht verwundet. Wieder genesen kommt er am 06.12.1914 in das
Infanterie-Regiment 167, bzw. am 22.01.1915 96. Auch von dort erfolgt am
06.02.1915 eine Versetzung zum Infanterie-Regiment 95. Dort wird er am
12.02.1914 zum Offiziers-Lehrkursus ins Warthelager kommandiert und am
06.04.1915 dem Reserve-Infanterie-Regiment 221 zugeteilt. So nimmt er dabei an
den Gefechten an der Bzura-Rawka, an den Stellungskämpfen in den Karpaten und
den Gefechten bei Dolina teil. Dabei gerät er am 30.05.1915 in russische
Gefangenschaft, kann aber am 07.08.1916 aus dem Internierungslager entkommen und
arbeitet vom 24.12.1916 bis zum 30.12.1917 für den Deutschen Nachrichtendienst
in Russland.
Am 05.01.1918 wird er zur Deutschen Fürsorgekommission nach Taschkent
kommandiert, wo er bis Februar 1919 eingesetzt wird und übernimmt dort am
28.07.1918 die Leitung der 13. Deutschen Fürsorgekommission für Kriegs- und
Zivilgefangene in Taschkent.
Am 15.11.1919 aus dem Heer entlassen widmet er sich dann dem Zivilleben.
Am 01.01.1935 übernimmt er dann den Posten des Adjutanten im
Ergänzungs-Bataillon Delmenhorst, wo er am 01.07.1935, mit Wirkung vom
01.04.1935 in das E-Offiziers-Korps übernommen wird. Am 29.07.1936 erfolgte mit
Wirkung vom 01.08.1936 die Versetzung in das E-Bataillon 58, unter
gleichzeitiger Versetzung in das aktive Offiziers-Korps. er übernimmt so am
21.09.1936 den Posten des Chefs der 3. Kompanie im Infanterie-Regiment 65 und
besucht vom 05.12. bis zum 19.12.1937 einen Stabs-Offizier-Lehrgang bei der
22.
Infanterie-Division. Diesem schließt sich vom 10.07. bis zum 10.08.1938 ein
Offiziers-Lehrgang an der Kriegsschule Hannover an, sowie direkt anschließend
vom 15.08. bis zum 17.09.1938 ein Offiziers-Lehrgang zur Ausbildung an der
2-cm-Flak 30 an der Infanterieschule Döberitz.
Ab dem 10.11.1938 Chef der 3. Kompanie beim MG-Bataillon 52 im Munsterlager bzw.
Bremen, nimmt er, am 31.08.1939 zum Chef der 3. Kompanie der
Panzerabwehr-Abteilung 32 ernannt, am Polen-Feldzug teil. Nach Ende des
Polen-Feldzuges übernimmt Brendel mit Wirkung vom 26.01.1940 das Kommando über
das Fla-Bataillon 605 in der "Scharnhorst"-Kaserne in Bremen-Huckelriede.
Dabei wird er mit Wirkung vom 13.02. bis zum 03.03.1940 zum General der
Infanterie beim Oberbefehlshaber des Heeres kommandiert. Anschließend kommt er
mit Wirkung vom 01.04.1940 in die Führer-Reserve unter gleichzeitiger
Kommandierung als Referent zum OKH. Dort wird er der Inspektion 2 - Chef der
Heeres-Rüstung und Befehlshaber des Ersatz-Heeres zugeteilt. Dorthin wird er
dann auch mit Wirkung vom 01.06.1940 versetzt.
Ein Jahr nach Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion, wird er mit Wirkung
vom 22.06.1942 in die Führer-Reserve versetzt, unter gleichzeitiger
Kommandierung an die Bataillons-Führerschule Mourmelon. Von dort wird er dann am
14.09.1942 mit Wirkung vom 10.08.1942 mit dem Kommando des Infanterie-Regiments
274, der 94. Infanterie-Division, betraut. Im Rahmen der Division nimmt das
Regiment an den Kämpfen in Stalingrad teil und wird dort auch eingeschlossen.
Das Regiment hatte zuvor im September 1942 in Stalingrad-Süd den Getreide-Silo
genommen und wurde ab dem 23.11.1942 in der Nordriegelstellung in der
Orlowka-Schlucht nördlich des Traktorenwerkes am Westrand von Spartakowka
eingesetzt. Unter der geschickten Führung Brendels gelang es die Linien gegen
den zahlenmäßig überlegenen Gegner zu halten. So erzielte das Regiment am
31.12.1942 einen besonderen Abwehrerfolg. Im Nahkampf gelang es die Höhe 93,2 ("Pilz")
gegen den angreifenden Gegner erneut zu halten. Der Verlust dieser Höhe hätte
die Aufgabe der Nordstadt Stalingrads zur Folge gehabt. Die später zur
Kampfgruppe geschwundene Gruppe Brendel, zuletzt im Bereich der 24.
Panzer-Division, wehrte auch in der Folge sämtliche Angriffe ab. Der letzte
Gefechtsstand befand sich in der Hochhausruine in der Nähe des Djershinski
Platzes am Haupttor zum Traktorenwerk. Brendel erhielt dafür am 20.01.1943, als
Oberst und Kommandeur des Grenadier-Regiments 274, das Ritterkreuz.
Mit Meldung vom 23.01.1943 wird er jedoch bereits als vermisst gemeldet, wobei
er zu diesem Zeitpunkt sich bereits in sowjetischer Gefangenschaft aufhielt.
In der Folge in verschiedene Lager verlegt, verstarb Albert Brendel am
14.04.1943 im Gefangenenlager Frolowo bei Stalingrad. Der Volksbund nennt den
16.04.1943 als das Todesdatum. Möglicherweise ist er als Unbekannter auf den
Soldatenfriedhof Rossoshka verlegt worden.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Leutnant der Reserve |
22.03.1915 m. Patent v. 22.03.1915 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
21.07.1919 |
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Hauptmann (E) |
22.06.1935 m. Wirk. v. 01.04.1935 (RDA v. 01.07.1934) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
31.03.1920 |
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Hauptmann |
29.07.1936 -3810- m. Wirk. v. 01.08.1936 in das aktive OffzKorps
überführt (RDA v. 01.01.1934(167) |
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Ehrenkreuz für Frontkämpfer |
15.03.1935 |
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Major |
01.03.1939 m.Wirk. v. 01.03.1939 (RDA v. 01.03.1939(29)) |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
25.06.1936 |
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Oberstleutnant |
17.12.1941 m. Wirk. v. 01.10.1941 (RDA v. 01.09.1940(11a)) |
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Dienstauszeichnung IV. Klasse |
02.10.1936 |
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Oberst |
08.04.1942 m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942(435)) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
13.11.1939 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
19.09.1942 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
20.01.1943 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
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