Karl Albert Kurt Brennecker wurde am 16.12.1891 in Ringelheim, im Kreis
Goslar geboren und trat am 18.02.1910 als Fahnenjunker des 2. Westf.
Infanterie-Regiment "Prinz Friedrich der Niederlande" Nr. 15 bei. Von
dort abkommandiert legte er am 12.09.1910 das Zeugnis der Reife als Fähnrich an
der Kriegsschule Metz ab, zu der er 1910 kommandiert worden war.
Wieder beim Regiment übernimmt er dort am 01.04.1914 den Posten des Adjutanten
des II. Bataillons und zieht am 09.08.1914 als solcher ins Feld. Dort wird er am
13.09.1914 bei Loivre durch einen Fussbruch verletzt, kann aber bei der Truppe
verbleiben. Einen knappen Monat später, am 18.10.1914 wird er durch einen
Wadenschuss verwundet und in das Reserve-Lazarett Minden verlegt.
Wieder genesen kehrt er erst am 02.06.1915 zum Regiment zurück und übernimmt
dort den Posten des Regimentsadjutanten. Am 04.10.1916 wird er zum Adjutanten
der 26. Infanterie-Brigade ernannt und am 10.06.1918 als Ordonnanz-Offizier zum
AOK 2 kommandiert. Mit Wi8rkung vom 03.07.1918 wird er dann auch in dieser
Dienststellung zum AOK 2 versetzt. Von dort wechselt er dann am 01.11.1918 als
Bataillons-Kommandeur zum Infanterie-Regiment 353, wird aber mit
Waffenstillstand am 15.12.1918 zurück in das Infanterie-Regiment 15 versetzt. Er
übernimmt dort am 15.01.1919 die Führung der 5. Kompanie und wechselt am
18.02.1919 als Kommandant des Stabs-Quartiers zum Freikorps von Bergmann. Kurz
darauf, am 23.03.1919 übernimmt er den Posten des Adjutanten beim
Garnisons-Kommandos Düsseldorf und wird schließlich am 01.8.1919 in das
Reichswehr-Schützen-Regiment 61, unter Verbleib in der Stellung beim
Garnisons-Kommando Düsseldorf, versetzt. Am 01.06.1920 erfolgte die Versetzung
in das Reichswehr-Infanterie-Regiment 14, ebenfalls unter Verbleib in der alten
Dienststellung.
Ab dem 08.09.1920 wird Brennecke als Nachrichten-Offizier im Stab des
Infanterie-Regiments 17 verwendet, wird dabei vom 25.10. bis zum 11.11.1920 zum
Funker-Ausbildungs-Kursus für Offiziere zur Nachrichten-Abteilung 6 nach
Hannover kommandiert. Anschließend erhält er vom 15.11. bis zum 11.12.1920 eine
weitere Kommandierung zum Kursus des Gebrauchs der Nachrichtenmittel in der
gleichen Abteilung. Ein Jahr später, vom 01.11. bis zum 16.12.1921, erhält er
eine weitere Kommandierung, zur 6. (Preuß.) Nachrichten-Abteilung zum Besuch des
Kurses für Truppennachrichten-Offiziere.
Ab dem 01.03.1923 ist er Chef der 3. Kompanie im Infanterie-Regiment 17 und
kommt am 21.04.1923 als Hauptmann in den Stab des A-Bataillons des Regiments.
Doch bereits am 01.10.1923 übernimmt er den Posten des Chefs der 2. Kompanie und
tritt vom 04.05. bis zum 18.05.1924 eine Übungsreise des III. Lehrgangs unter
Leitung des Chefs des Truppenamtes an.
Mit Wirkung vom 01.10.1924 wird Brennecke am 27.08.1924 als Rittmeister in das
Reiter-Regiment 2 versetzt, wobei er gleichzeitig zum besuch des Orient-Seminars
in Berlin kommandiert wird.
Vom 30.04. bis 12.05.1925 nimmt er an der Übungsreise der T4-Abteiulung des
Reichswehr-Ministeriums teil und wird mit Wirkung vom 01.10.1925 als Hauptmann
in den Generalstab des 2. Division als
Fürsorge-Offizier/Wehrwirtschaft/Führergehilfenausbildung versetzt. In der Folge
nimmt er an verschiedenen Übungsgreisen teil, wird dabei vom 21.06. bis zum
31.08.1927 zum Artillerie-Regiment 2 nach München kommandiert. Weiterhin besucht
er vom 20.02. bis zum 25.02.1927 einen Gasschutz-Lehrgang in Berlin und wird mit
Wirkung vom 20.09.1930 in die T4-Abteilung des Reichswehr-Ministeriums
kommandiert. Zur gleichen Zeit wird er zunächst zum Lehrer und später zum
Leiter der Führergehilfen-Lehrgänge im Reichswehrministerium ernannt. Während
dieser Stellung wird er dann mit Wirkung vom 01.10.1930 in die T4-Abteilung
versetzt.
Am 01.10.1933 wechselt er in den Stab der 2. (Preuß.) Kraftfahr-Abteilung ,
deren Kommando er am 01.01.1934 übernimmt. Am 01.01.1934 mit dem Kommando über
die Kraftfahr-Abteilung Stettin betraut, wechselt Brennecke mit Wirkung vom
20.05.1935 in den Generalstab des Wehrkreis-Kommandos VII, wo er ab dem
01.06.1935 zum Chef des Stabes ernannt wird. Von dort wechselt Brennecke am
15.10.1925 als Chef des Generalstabes zum VII. Armeekorps.
Mit Wirkung vom 24.11.1938 ist er dann Chef des Generalstabes der Heeresgruppe 6
in Hannover und ab dem 01.09.19039 der 4. Armee im Polen-Feldzug. Möglicherweise
wird er dort verwundet, da am 28.03.1940 seine Kriegsdienstbeschädigung
anerkannt wird.
Brennecke nimmt dann mit der 4. Armee am West-Feldzug teil und wird dabei am
06.06.1940 zum Ritterkreuz vorgeschlagen. Allerdings wird dieser Vorschlag
abgelehnt.
Nach Ende der Kämpfe im Westen wechselt er mit Wirkung vom 25.10.1940 als Chef
des Stabes zur Heeresgruppe C, die mit beginn des Ost-Feldzuges in Heeresgruppe
Nord umbenannt wird. Aufgrund der ersten bedeutenden Erfolge wird Brennecke am
09.08.1941 erneut zum Ritterkreuz vorgeschlagen, wobei der Vorschlag wiederum
abgelehnt wird.
Im Verlauf der weiteren Kämpfe wird er am 13-10.1941 zum Deutschen Kreuz in Gold
vorgeschlagen. Die Ordens-Abteilung stellt die Verleihung jedoch zunächst bis
nach dem Ost-Feldzug zurück.
Brennecke wird dann am 18.02.1942 in die Führer-Reserve versetzt und am
19.02.1942 mit sofortiger Wirkung zum Kommandierenden General des XXXXIII.
Armeekorps ernannt. Mit seinem Korps wird Brennecke zur Säuberung des
Rückwärtigen Raumes der 4. Armee vom sowjetischen Kavallerie-Korps Below und
starken Partisanen-Verbänden eingesetzt. Dabei gelingt es ihm in der zeit vom
24. bis 27.05.1942 kampfentscheidene Erfolge zu erzielen und in der Folge zur
Vernichtung des Gegners beizutragen. Brennecke erhält dafür am 12.07.1942, als
General der Infanterie und Kommandierenden General des XXXXIII. Armeekorps das
Ritterkreuz. Damit entfällt auch die zurückgestellte Verleihung des Deutschen
Kreuzes in Gold.
Mit Wirkung vom 27.01.1943, am 24.043.1943 zur Wiederherstellung der Gesundheit
in die Führer-Reserve versetzt, wird er mit Wirkung vom 01.07.1943 zum
Kommandeur der Divisions-Führer-Lehrgänge in Berlin, Döberitz, Hirschberg,
Neustadt (Saale) und Bad Wiessee ernannt. Als solcher gerät er auch am
08.05.1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er 1948 entlassen wird.
Von 1955 bis 1956 ist er dann Mitglied des Personalgutachter-Ausschusses für die
Streitkräfte der neuen Bundeswehr.
Kurt Brennecke verstarb am 30.12.1982 in Bonn.