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Ritterkreuzträger Gerhard Brentführer
Oberleutnant der Reserve, Grenadiere

12.03.194415.06.1940

Gerhard Brentführer wurde am 24.06.1921 in Mirow/Mecklenburg geboren und trat laut Meldung vom 26.08.1939 in die 3. Kompanie des Bau-Bataillon 15 ein.
Nach seiner Versetzung zur 2. Kompanie des Bau-Ersatz-Bataillon 2 wird er dort entlassen.
Nach Kriegsbeginn wird er laut Meldung vom 10.01.1940 in die Infanterie-Nachrichten-Ersatz-Kompanie 75 eingezogen und wechselt dann in die 8. Kompanie des Infanterie-Regiments 507.
Nach Beginn des Russland-Feldzuges wird er in das Infanterie-Ersatz-Bataillon 374 versetzt, wo er zunächst von der Genesenden-Kompanie in die 4. Kompanie wechselt.
Im Zuge der Neuaufstellung des Grenadier-Regiments 9 wird er, seit dem 26.09.1942 Leutnant, mit Meldung vom 11.11.1942 in die dortige 12. Kompanie versetzt. Dort übernimmt er die Führung des I. Zuges der Kompanie. Nachdem er die Führung des II. Zuges übernahm wird er als Zugführer der 2. Kompanie in das Feld-Ersatz-Bataillon der 23. Infanteriedivision versetzt.
Im August 1943 in den Stab des I. Bataillon des Regiments versetzt, übernimmt er Mitte September einen Posten in der 7. Kompanie, bzw. die Führung der 4. (MG) Kompanie. Nach einer Verwundung kehrt er wieder als Chef der 4. zurück.
Nach der Beförderung zum Oberleutnant der Reserve am 15.07.1944 erhält er am 04.10.1944 das Ritterkreuz als Chef der 4. (MG) Kompanie des Grenadier-Regiments 9. Als Grund werden die Abwehrerfolge Brentführers genannt, nachdem das X. Armeekorps am 26.07.1944 den Rückzugsbefehl in die Marienburgstellung gab, wo die 23. und 24. Infanterie-Division einen großen Brückenkopf auf dem Ostufer der Düna bei Kreuzburg-Turki bildeten. Nachdem die Heeresgruppe Nord eingeschlossen wurde, zeichnete sich Brentführer im Raum Turki besonders aus, als die Reste der Grenadier-Regimenter 9 und 68 in heftige Waldgefechte verwickelt wurden. Diese Kämpfe verhinderten das Vorgehen des Feindes auf die Nereta.
Im Rahmen der schweren Kämpfe der Division auf der baltischen Insel Sworbe, werden die Stellungen seiner Kompanie durchbrochen, woraufhin Brentführer seinen Gefechtsstand in Rundumverteidigung hielt. Nachdem alle seine Soldaten gefallen oder verwundet waren, ging Brentführer am 18.11.1944 in die Gefangenschaft. Unter Begleitung von vier estnischen Sowjetsoldaten sollte Brentführers zum gegnerischen Gefechtsstand gebracht werden. Unterwegs bat er um das Schnauben der Nase und zog dabei ein Handgranate aus der Hosentasche, die er den Bewachern vor die Füße warf, unter Mitreißen einer MP`i eines Bewachers sprang Brentführer in Deckung und schlug sich zu den eigenen Linien durch.
Zu seiner Kompanie zurückgekehrt, werden die Stellungen am Abend des 22. 11.1944 durch den Bataillonsführer Ulrichs kontrolliert. Dabei stoßen beide auf zwei völlig verängstigte dt. Soldaten, die aussagten das ihre Schützenlöcher bereits vom Gegner besetzt waren. Nachdem man sich entschloss den Gegner zu werfen, bemerkte man das keiner der Soldaten eine Handgranate dabei hatte. Also versuchte man den Feind mit Steinen abzulenken und stürmte. Doch der Gegner war aufmerksam und schoss. Ulrich bemerkte das nur noch er allein stürmte und suchte Deckung hinter einem großen Stein. Ulrichs rannte zurück zu der Stelle wo er die beiden Soldaten aufgegriffen hatte und sah Oberleutnant Brentführer tot, durch einen Herzschuss gefallen, liegend. Auch die beiden Soldaten waren gefallen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant der Reserve 30.01.1937 Eisernes Kreuz II. Klasse 24.08.1941
Oberleutnant der Reserve 15.07.1944 Eisernes Kreuz I. Klasse 29.11.1942
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 04.10.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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