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Ritterkreuzträger Georg Briel
Oberstleutnant, Fla-Truppe

12.03.194415.06.1940

Georg Karl Briel wurde am 21.08.1907 in Ellers bei Neuhof im Kreis Fulda geboren und trat am 01.04.1927 als Polizei-Anwärter der Polizeischule Hann. Münden bei und wird dort gleichzeitig bis zum 31.03.1928 zum 9. Polizei-Anwärter-Lehrgang kommandiert. Anschließend in die 3. Bereitschaft der Schutzpolizei Kassel zum Bereitschaftsdienst versetzt, legt er dort im April 1928 seine Abschlussprüfung ab.
Ab dem 20.08.1928 im 8. Polizeirevier der Schutzpolizei Kassel, erhält er dort seine Ausbildung im Revierdienst. Vom 05.11. bis Ende Dezember 1928 erfolgte dann die Ausbildung am S.W. und am MG und anschließend die Versetzung in das 2. Polizeirevier zur weiteren Ausbildung im Revierdienst. So avancierte er ab August 1929 zum Oberwachtmeister im Standort Kassel, erhält vom 15.11.1929 bis zum 14.01.1930 eine SV-Ausbildung für Gewerbe und Verkehr und besucht vom 06.10.30 bis zum 05.02.1931 den 19. Polizei-Oberwachtmeister-Anwärter-Lehrgang in Hann. Münden. Dort wird er dann auch ab Februar 1931 als Oberwachtmeister eingesetzt, besucht bis Ende des Jahres zwei weitere Bereitschafts-Lehrgänge in Hann. Münden, absolviert vom 20.02. bis zum 09.03.1933 eine Ausbildung bei der Kriminalpolizei, dann vom 10.03. bis zum 14.03.1933 bei der Politischen Polizei und erhält vom 15.03. bis zum 19.04.1933 eine Ausbildung in der Polizei-Verwaltung.
Am 20.04.1933 kommt Briel in die 3. Bereitschaft, wird dort Wachhabender, ist Führer des Überfall-Kommandos und Zugführer. In der Folge nimmt er bis zum 13.04.1934 am 19. Polizei-Offiziers-Anwärter-Lehrgang in Spandau und Potsdam-Eiche teil und kommt schließlich am 26.10.1933 in die 2. Landespolizei-Hundertschaft nach Kassel, wird dort ebenfalls Wachhabender, Führer des Überfall-Kommandos und Zugführer.
Vom 14.04. bis zum 06.07.1934 beim 19. Polizei-Offiziers-Anwärter-Lehrgang an der Technischen Polizeischule Berlin, übernimmt er am 09.07.1934 den Posten eines Zugführers in der 1. Landespolizei-Hundertschaft bei der Landespolizei-Abteilung in Kassel. Innerhalb dieser Abteilung bildet sich das Infanterie-Regiment Kassel, zu dem Briel am 01.06.1935 versetzt wird. Dabei wird er am 26.07.1935 und mit Wirkung vom 01.08.1935 in die Wehrmacht und in das Rechtsverhältnis des Soldaten überführt. Dort übernimmt er dann ab dem 15.10.1935 den Posten des Adjutanten des MG-Bataillons (mot.) 2 im Sennelager und ist ab dem 10.11.1938 Chef der 2. Kompanie beim MG-Bataillon 66 in Wackernheim-Mainz. Im Zuge der Mobilmachung wird das Bataillon auf die Panzerjäger-Abteilung des Wehrkreises XII als 4. Kompanie verteilt und als Fla-Bataillon 66 neu aufgestellt. Dabei übernimmt Briel die 5. Kompanie. Die Kompanien des Bataillons werden dabei kompanieweise als Heerestruppe eingesetzt.
Mit Wirkung vom 04.03.1941 übernimmt Briel das Kommando über das Fla-Bataillon 606, das erst im Februar 1941 auf Selbstfahrlafette umgerüstet worden und anschließend nach Afrika verlegt worden war. Bereits im Dezember 1941 wird er anlässlich der Schlacht in der Marmarica zum Ritterkreuz vorgeschlagen, erhielt dafür aber das Deutsche Kreuz in Gold.
Vor Ort bildet Briel aus seinem Bataillon, dem II./leichten IR 155 und der Panzerjäger-Abteilung 605 die Kampfgruppe Briel und kommt mit dieser im Sommer 1942 im Raum Bir Hacheim zum Einsatz. Nach zähen Kämpfen die schließlich zur Einschließung Bir Hacheims führten, hatte Briel die Aufgabe übernommen in der Nacht vom 11. auf den 12.06.1942 sämtliche gegnerischen Entsatzversuche von außen und innen abzuwehren. Zur Verfügung standen dazu fünf Pak 7,62 (russisch), acht 2-cm-Fla, eine Panzerbüchse, ein SMG, sieben lMG und ein schwerer Granatwerfer. Trotz stockdunkler Nacht hatte Briel seine Einheiten und die schweren Waffen gut eingewiesen und so seinen Auftrag erfüllen können. Gegen 08.15 Uhr begann der Angriff und in über 4 1/2 Stunden schweren Kampfes wurden sämtliche Versuche des Gegners auszubrechen abgeschlagen. Nur durch den persönlichen Einsatz des Majors Briel konnte dieser Abwehrerfolg errungen werden. Der Gegner ließ über 50 Tote, 124 Verwundete, 418 gefangene, 19 Geschütze, einen Flak-Vierling, sieben Karetten und 110 Fahrzeuge zurück. Durch diesen Erfolg wurde die potentielle Flankenbedrohung des Angriffes auf El Adem im Süden ausgeschaltet.
Im weiteren Verlauf der Kämpfe, insbesondere der Verfolgung des Gegners ab Marsa Matruk in Richtung Osten vom 29.06. bis zum 02.07.1942, hat sich Briel als Führer der Vorausabteilung Briel erneut hervorgetan. Bei Nacht zerschlug er gegnerische Nachhuten und ermöglichte der 99. leichten Infanterie-Division einen Vorstoß über 120 Kilometer in nur 12 Stunden. Damit schuf er am linken Flügel der Armee beste Vorraussetzungen für die Fortführung der Operationen.
Mit seinem Bataillon hatte Briel bis dato 62 Flugzeuge abgeschossen, 48 gepanzerte Fahrzeuge, 48 Geschütze und 253 Fahrzeuge abgeschossen oder erbeutet und mehr als 1.300 Gefangene eingebracht.
Dafür erhielt Briel als Major und Kommandeur des Fla-Bataillons 606 am 23.07.1942 das Ritterkreuz.
In der Folge wird die Vorausabteilung Briel als bewegliche Reserve des Generalfeldmarschalls Rommel eingesetzt, bis er vom 28.08. bis zum 12.09.1942 als Führer des Panzergrenadier-Regiments 200 verwendet wird.
Am 30.10.1942 wird er mit Wirkung vom 25.09.1942 in die Führer-Reserve unter gleichzeitiger Kommandierung zur Truppenluftschutzschule nach Greifswald. Dort übernimmt er am 01.01.1943 das Kommando der Lehrgruppe, wobei er am 18.03.1943 mit Wirkung vom 14.01.1943 an diese Schule versetzt wird. Am 20.03.1944 wird er durch den General der Pioniere und Chef des Ausbildungswesens im Heer als überdurchschnittlich beurteilt.
Mit Wirkung vom 30.08.1943 Kommandeur der Fliegerabwehrschule der Infanterie in Greifswald, erfolgt mit dem 01.10.1944 die erneute Versetzung in die Reserve. Dabei nimmt er vom 08.10. bis zum 25.11.1944 am 19. Regiments-Führer-Lehrgang an der Infanterieschule Döberitz teil und wird mit Wirkung vom 24.11.1944 in die Sonder-Führer-Reserve des Wehrkreises XIII zur Verwendung als Regiments-Kommandeur in einer Volks-Grenadier-Division versetzt. Somit übernimmt Briel während der Ardennen-Offensive das Kommando über das Grenadier-Regiment 753 der 79. Volks-Grenadier-Division unter Oberst Cord von Hobe.
Laut Briel und unterstützt durch die eidesstattliche Aussage Cord von Hobes, wurde Briel am 13.03.1945 auf dem Gefechtsstand der Division in Oberfell-Ruver zum Oberst eingereicht. Ob eine Bestätigung erfolgte ist unbekannt.
Ende März übernimmt Briel in Personalunion auch noch das Kommando über das Grenadier-Regiment 57, wird im April jedoch verwundet und in das Reserve-Lazarett Erlangen verlegt. Dort kommt er am 08.05.1945 in Gefangenschaft und in das Kriegsgefangenenlager Neu-Ulm. Nach seiner Entlassung am 30.06.1945 soll er nach eigenen Angaben später nach Aufforderung durch das Amt Blank die Dienstvorschrift "Flugabwehr aller Waffen" bis zur Druckreife erstellt haben.
Georg Briel verstarb am 16.05.1980 in Brakel. Neben vielen Trauergästen erwies ein Ehrenzug des Pionier-Bataillons 7 in Höxter dem verdienten Soldaten die letzte Ehre.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Polizei-Wachtmeister 01.03.1928 Dienstauszeichnung IV. Klasse 02.10.1936
Polizei-Oberwachtmeister 01.10.1930 Eisernes Kreuz II. Klasse 22.09.1939
Polizei-Leutnant 20.04.1934 m. Wirk. v. 01.04.1934 Deutsches Schutzwall-Ehrenzeichen 27.08.1940
Polizei-Oberleutnant 01.07.1935 Eisernes Kreuz I. Klasse 30.08.1940 (04.09.1940)
Oberleutnant 15.10.1935 m. Wirk. v. 01.08.1935 ins Heer übernommen (RDA als Leutnant v. 01.09.1932) Ital. Tapferkeits-Medaille in Bronze 16.10.1941
Oberleutnant 09.09.1937 erh. RDA v. 01.04.1934 (16m1m) Allgemeines Sturmabzeichen 15.01.1942
Hauptmann 28.02.1938 -1200- m. Wirk. v. 01.03.1938 (RDA v. 01.03.1938(182) Ital. Erinnerungs-Medaille 19.01.1942
Major 18.01.1942 -250- m. Wirk. v. 01.01.1942 (RDA v. 01.01.1942(437)) Deutsches Kreuz in Gold 14.02.1942 (20.02.1942)
Major 30.0ß9.1942 -6810- erh. neues RDA v. 01.11.1941 (44a) Verwundetenabzeichen in Schwarz 03.02.1942 (29.02.1942)
Oberstleutnant 08.09.1943 -5510- m. Wirk. v. 01.09.1943 (RDA v. 01.09.1943(64)) Ital. Tapferkeits-Medaille in Silber 18.02.1942
Ärmelband Afrika 12.04.1943
Heeres-Flakabzeichen 27.04.1943
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 23.07.1942

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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