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Ritterkreuzträger Dr. Karl Brocks
Hauptmann der Reserve, Grenadiere

Karl Brocks wurde am 29. Januar 1912 in Kiel geboren.
Hinsichtlich seiner Vorkriegslaufbahn ist leider nicht viel bekannt. Er hatte promoviert, so dass er Doktor – allerdings auf bisher nicht bekanntem Fachgebiet – gewesen war.
Mit dem 26. August 1939 trat er den Dienst im Heer an und wurde am 25. August 1939 mit Wirkung vom 1. September 1939 zum Leutnant der Reserve befördert.
Am 20. Januar 1940 wurde er der 4. (MG)/IR 123 zugeteilt, aber bereits vier Tage später wechselte er zur 8. (MG)/IR 123, wo er im Frankreichfeldzug am 2. Juli 1940 das EK II erhielt. Nachdem die Division in das Warthegau verlegt hatte, wurde er am 23. Oktober 1940 Adjutant des II./IR 123.
Nach dem erfolgreichen Griechenlandfeldzug marschierte auch die 50. ID gegen die Sowjetunion, wo Brocks am 19. Juli 1941 das EK I verliehen bekam und am 25. November 1941 mit Wirkung vom 1. November 1941 zum Oberleutnant d. R. befördert wurde.
Am 5. Tage desselben Monats wurde er mit der Führung der 12. (MG)/IR 123 beauftragt und nach den schweren Kämpfen auf der Halbinsel Krim im Frühling und Sommer 1942 am 11. Oktober 1942 zur 7. Batterie das Artillerie-Lehr-Regiments (mot.) 3 kommandiert. Nach einer weiteren Kommandierung zur 6. Batterie kam er wieder zur 50. ID zurück und übernahm die 12. (MG)/GR 123 als Chef, wo er am 10. Juli 1943 im Kubanbrückenkopf mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurde.
Nachdem sich die Division auf die Krim zurückgezogen hatte, wurde er am 20. November 1943 Adjutant des GR 123. Hier erlebte er die schweren Rückzugskämpfe auf der Krim mit und wurde am 17. Februar 1944 mit Wirkung vom 1. Dezember 1943 zum Hauptmann d. R. befördert. Im Gegensatz zu vielen seiner Kameraden des GR 123 hatte er das Glück, der sowjetischen Kriegsgefangenschaft auf der Krim im Mai 1944 zu entgehen und wurde so im Sommer 1944 in die neu aufgestellte 50. ID übernommen.
Hier erhielt er für seinen Einsatz bei den Kämpfen beim Beginn des sowjetischen Großangriffs an der Nordfront der Krim ab dem 8. April 1944, wo er großen Anteil an der Festigung der Lage im westlichen Divisionsabschnitt hatte, am 30. September 1944 als Adjutant des GR 123 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Nach schwerer Verwundung wurde er am 13. November in das Lazarett Bad Doberan in Mecklenburg überführt.
Prof. Dr. Karl Brocks starb am 29. Mai 1972 im Alter von 60 Jahren in Hamburg. Zuvor war er ordentlicher Professor an der Universität Hamburg für das Fach Meteorologie.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant d.R. 25.08.1939 m. Wirk. v. 01.09.1939 Eisernes Kreuz II. Klasse 02.07.1940
Oberleutnant d.R. 25.11.1941 m. Wirk. v. 01.11.1941 Eisernes Kreuz I. Klasse 19.07.1941
Hauptmann d.R. 17.02.1944 m. Wirk. v. 01.12.1943 Krimschild ???
Deutsches Kreuz in Gold 10.07.1943
Kubanschild ???
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 30.09.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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