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Ritterkreuzträger Wilhelm Broeffel
Major, Grenadiere

       
Wilhelm Broeffel wurde am 06.02.1915 in Nienhagen im Kreis Detmold geboren
und trat am 05.04.1934 unter Einschlagung der Berufs-Unteroffiziers-Laufbahn der
Wehrmacht bei. Wo er zunächst seinen Dienst versah ist bisher unbekannt. Erst
mit Meldung vom 01.09.1939 befindet er sich in der 5. Kompanie des
Infanterie-Regiments 39, der
26. Infanterie-Division.
Während der Sicherung des Westwalls, wechselt er mit Meldung vom 08.02.1940 in
die 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 502, der
290. Infanterie-Division und nimmt so am Westfeldzug teil.
Nach Ende der Kampfhandlungen und im Zuge der Verlegung der Division von der
Atlantikküste nach Ostpreußen, kommt Broeffel in den Stab des II. Bataillons und
findet dort eine Verwendung als Adjutant. Jedoch kurze Zeit später, kehrt er mit
Meldung vom 02.04.1941 in die 5. Kompanie zurück und nimmt nun an den Kämpfen im
Rahmen des Ostfeldzuges teil. Allerdings ist diese Meldung nicht bestätigt. Es
ist anzunehmen, daß Broeffel Adjutant blieb und als solcher am 15.05.1942 auch
das Deutsche Kreuz erhielt. Kurz darauf übernimmt er das Kommando über das II.
Bataillon.
Als die Division 1943 in den Raum Newel geworfen wurde, nahm auch Broeffel an
den folgenden schweren Kämpfen teil. Dabei bezog das Grenadier-Regiment 502
seine Stellungen bei Gorodischtsche, etwa 15 Kilometer westlich von Newel. Als
am 02.11.1943 das Grossangriff der 3. sowjet. Stoßarmee begann, fing das durch
die 5./GR 501 verstärkte, II./GR 502 unter schwerstem Feuer des Gegners und der
Unterstützung durch sechs Panzer dennoch erfolgreich ab. Rechts und links neben
dieser Kampfgruppe Broeffel stieß der Gegner jedoch mindestens 10 Kilometer tief
ein, doch noch immer hielt das Bataillon stand. Nachdem bereits mehr als 180
Tote und fünf abgeschossene Panzer vor den Stellungen des Bataillons lagen,
gelang dem Gegner die komplette Umfassung der Kampfgruppe. Ohne jede
Funkverbindung, sammelte Broeffel etwa 500 Mann um sich und brach den
Umfassungsring feindwärts auf. Hinter den feindlichen Linien sammelnd schlug er
sich dann zu den eigenen Linien durch. Dort übernahm er sofort wieder einen
Abschnitt der Verteidigungsfront und schlug mit seinen etwa 80 Soldaten erneut
mehrere Abgriffe des Gegners ab, wobei dieser erneut etwa 170 Tote zu beklagen
hatte und vier Panzer verlor. Dafür erhielt Broeffel, als Hauptmann und
Kommandeur des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 502, am 14.11.1943 das
Ritterkreuz.
Bis zum Sommer steht Broeffel im harten Abwehrkampf der Ostfront, bis er am
24.06.1944 bei Fedkowo, zwischen Polozk und Witebsk, als Kommandeur seines II.
Bataillons im Kampf fällt. Seine körperlichen Überreste wurden bisher nicht
gefunden.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Leutnant |
01.05.1940 (21) |
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Schutzwall-Ehrenzeichen |
28.02.1940 |
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Oberleutnant |
??? |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
10.06.1940 |
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Hauptmann |
01.03.1943 (358a) |
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Infanterie-Sturmabzeichen |
13.01.1941 |
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Major |
01.03.1944 (62f) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
23.08.1941 |
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Deutsches Kreuz in Gold |
15.05.1942 |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
18.07.1942 |
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Nahkampfspange in Bronze |
02.10.1943 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
01.03.1944 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
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