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394. Eichenlaubträger Heinrich-Walter Bronsart von Schellendorff
Generalmajor

Heinrich-Walter Wilhelm Ernst Wiwigens Konrad Bronsart von Schellendorff wurde am 21.09.1906 in Neu-Strelitz geboren und trat am 01.04.1924 als Freiwilliger dem 6. (Preuß.) Reiter-Regiment bei. Knappe 10 Jahre später übernimmt er dort am 01.10.1934 den Posten des Regimentsadjutanten und ist ab dem 01.10.1937 Chef der 5. Schwadron des nunmehrigen Kavallerie-Regiments 6.
Mit Beginn des 2. Weltkrieges geht ein Teil des Regiments in der Aufklärungs-Abteilung 179 der 79. Infanterie-Division auf. Dabei übernimmt von Schellendorff die Reiter-Schwadron der Abteilung.
Am Westwall im Einsatz wechselt er am 21.10.1939 in den Stab Oberost und übernimmt laut Meldung vom 11.11.1939 das Kommando über die Aufklärungs-Abteilung (mot.) 36. Mit dieser nimmt er am West-Feldzug teil und marschiert im Sommer 1941 in die Sowjetunion ein. Im Zuge der Verschmelzung der Aufklärungs-Abteilung (mot.) 36 mit dem Kradschützen-Bataillon 36 übernimmt er am 15.03.1942 das Kommando über das Kradschützen-Bataillon 36 und wird vom 30.11.1942 bis zum 01.01.1943 mit der Führung des Panzergrenadier-Regiments 13 beauftragt. Laut Meldung vom 01.02.1943 ist er dann Kommandeur des Regiments.
Während des Einsatzes im Frontbogen von Orel bewährte sich von Schellendorff als Führer einer Kampfgruppe bestehend aus den Resten der Panzergrenadier-Regimenter 13 und 14 im besonderen Masse. So baute er am 16.07.1943 eine Sperrlinie westlich Brussny auf und wehrte am 23.07. zusammen mit dem Stab des Regiments den Angriff eines gegnerischen Bataillons nordwestlich Kattunowka ab. Anschließend ging er entlang des Weges Katunowka-Inschinskaya zum Gegenangriff über. Für diesen Erfolg wird er am 03.09.1943 zum Ritterkreuz vorgeschlagen, welches ihm am 10.09.1943 als Oberstleutnant und Kommandeur des Panzergrenadier-Regiments 13 der 5. Panzer-Division verliehen wird.
Im Januar 1944 stand von Schellendorff erneut in schweren Kämpfen, diesmal nördlich Kalinkowitschi in der Abwehr gegen einen zahlenmäßig weit überlegenen Gegner. Dieser versuchte den Brückenkopf von Norden her einzudrücken, womit die im Brückenkopf stehenden Truppen abgeschnitten wären. Mehrmals gelang es dem Gegner dabei die Linien des Panzergrenadier-Regiments 13 zurückzudrängen oder zu umgehen, doch der Kommandeur ersann immer wieder neue Wege, die Lage unter höchster Anforderung an Führung und Truppe zu stabilisieren oder eine neue Front aufzubauen. Es gelang ihm die Rückzugsstrassen offen zu halten und den Brückenkopf planmäßig zu räumen. Dennoch wurde die eigene Division durch den vordringenden Gegner abgeschnitten. Von Schellendorff raffte daraufhin eine! Selbstfahrlafette, den Divisionsstab und die Nachrichten-Abteilung zusammen und öffnete der Division den Rückzugsweg. Er erhielt dafür am 12.02.1944 als 394. Soldat der Wehrmacht und Kommandeur des Panzergrenadier-Regiments 13 das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Am 10.03.1944 erfolgte unter gleichzeitiger Kommandierung zur 8. Armee zur Einarbeitung als Adjutant der 5. Panzer-Division, die Versetzung in die Führer-Reserve. Allerdings findet er dann ab dem 10.05.1944 eine Verwendung als IIa im Stab des AOK 8 und nimmt vom 07.08. bis zum 02.09.1944 am 13. Divisions-Führer-Lehrgang in Hirschberg/Schlesien teil.
Mit der Rückkehr vom Lehrgang übernimmt er am 04.09.1944 das Kommando über die Panzer-Brigade 111.
Bei den folgenden Kämpfen an der Westfront, fällt Walter-Heinrich Bronsart von Schellendorff am 26.09.1944 auf der Höhe nördlich Juveleje in Lothringen. Die Information über seinen Tod stammt aus einem Fernschreiben des OB West vom 02.10.1944 an die Chefgruppe. Allerdings gibt es unterschiedliche Aussagen zum Tod des Kommandeurs. So soll er am 22.09.1944 an seinen Verwundungen gestorben sein, die er in einem Gefecht um die Höhen nordostwärts Geistkirchs bei Weißkirchen erlitten hatte. Eine andere Aussage gibt an, daß von Schellendorff 10 Kilometer südostwärts Duß im Saargebiet gefallen sei und erst am 26.09.1944 tot geborgen wurde.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.07.1925 Eisernes Kreuz II. Klasse 11.05.1940
Fahnenjunker 01.07.1925 ernannt Eisernes Kreuz I. Klasse 21.06.1940
Unteroffizier 01.11.1925 Allgemeines Sturmabzeichen ???
Fähnrich 01.09.1926 Deutsches Kreuz in Gold 24.05.1942
Oberfähnrich 01.08.1927 Medaille Winterschlacht im Osten ???
Leutnant 01.04.1928 RDA (22) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 10.09.1943
Oberleutnant ??? 394. Eichenlaub zum Ritterkreuz 12.02.1944
Rittmeister 01.10.1935 RDA (19)
Major 01.01.1941
Oberstleutnant 01.02.1943
Oberstleutnant erh. neues RDA v. 01.04.1942(678)
Oberst 01.06.1943 RDA (57b)
Generalmajor 01.09.1944 posthum

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