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Ritterkreuzträger Paul Brucher
Hauptmann, Infanterie

Paul Joseph Brucher wurde am 11.09.1916 in Villingen/Baden geboren und trat am 01.11.1934 dem Infanterie-Regiment 14 bei, absolvierte seinen Grundwehrdienst und wurde am 12.10.1935 als Gefreiter und Unteroffiziers-Anwärter der Reserve entlassen.
Am 01.04.1936 trat er der Wehrmacht erneut bei und kam dort zum Infanterie-Regiment 75, bis er am 01.07.1937 in die 3. Kompanie seines alten Infanterie-Regiments 13 versetzt wurde.
Ab dem 03.01.1939 im Ergänzungs-Bataillon des Infanterie-Regiments 131 in Neusiedl, wird aus den Ergänzungs-Bataillonen des Regiments am 26.08.1939, mit der Allgemeinen Mobilmachung, das Infanterie-Regiment 482 der 262. Infanterie-Division gebildet. Brucher wird dabei zum Zugführer in der 1. Kompanie ernannt und nimmt mit Beginn des 2. Weltkrieges an der Sicherung des Westwalls teil. Er besucht dann vom 23.01. bis zum 03.05.1940 den 3. Offiziers-Anwärter-Lehrgang an der Infanterieschule Döberitz in der dortigen 8. Inspektion/Lehrgruppe I und wird dann am 04.05.1940 zum Zugführer in der 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 482 ernannt und nimmt als solcher am West-Feldzug teil.
Nach Ende der Kämpfe kommt er am 05.10.1940 als Zugführer in die 2. und kurz darauf in die 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 447. Von dort am 05.01.1941 für acht Tage auf einen Gasschutz-Lehrgang kommandiert, beginnt auch für Brucher am 22.06.1941 der Feldzug gegen die Sowjetunion. Er wird dort am 03.10.1941 verwundet und mit dem 04.10.1941 als Zugführer der 7. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons II./462 zugeteilt. Während eines Einsatzes im Jelnja-Bogen im August 1941 bewies Brucher zuvor ein ungewöhnlich hohes Maß an Tapferkeit und Einsatzbereitschaft. Nachdem ganze acht gegnerische Angriffe durch Bruchers Eingreifen vor der Front des Bataillons abgeschlagen wurden, dringen am 22.08.1941, im Zuge des neunten Angriffes,  starke gegnerische Einheiten auf einer breite von 300 Metern in den von Brucher geführten Zug ein, der vorher durch schweres Artilleriefeuer schwer dezimiert wurde. Mit zwei unmittelbar greifbaren Soldaten seines Zuges ging Brucher zum Gegenangriff in die Flanke des Gegners über, selbst mit einem MG im Anschlag und erkämpft ohne Rücksicht auf seine Person die alte Hauptkampflinie zurück. Bracher wird dafür am 23.10.1941 als Leutnant und Zugführer des 1. Zuges der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 447 der 137. Infanterie-Division mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Gesundheitlich wiederhergestellt kommt er am 19.02.1942 in das Marsch-Bataillon 137/2, mglw. auch als Marsch-Bataillon Wöllersdorf bezeichnet und übernimmt am 20.03.1942 den Posten eines Ordonnanz-Offiziers im Stab des Infanterie-Regiments 447.
Am 04.06.1942 mit der Führung der 6. Kompanie betraut, ist er dabei zugleich Skijagd-Kommandoführer und wird dabei aber am 02.03.1943 verwundet und in ein Lazarett verlegt. Anschließend vom 01.04. bis zum 01.12.1943 erneut im Grenadier-Ersatz-Bataillon II./462, wird Bracher am 08.01.1944 mit Wirkung vom 15.10.1943 in die Führer-Reserve versetzt und am 07.02.1944, mit Wirkung vom 01.12.1943 mit der Führung der 5. Inspektion der Winterkampfschule (Lager Heuberg) betraut, bis er mit Meldung vom 26.02.1944 zum Grenadier-Ersatz-Regiment 462 zurückkehrt.
Mit Wirkung vom 30.04.1944 erneut in der Führer-Reserve, wird Brucher am 04.02.1945 an die Heeresschule für Bataillons- und Abteilungs-Führer nach Güstrow kommandiert, wo er den 27. Bataillons-Führer-Lehrgang besucht. Der weitere Einsatz erfolgt dann sicherlich im Rahmen der Schule im Endkampf.
Paul Brucher verstarb am 18.03.1977 in Singen/Hohentwiel.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter ??? Schieß-Auszeichnung I. Klasse für Gewehr und lMG 01.10.1935
Obergefreiter 01.04.1937 Schutzwall-Ehrenzeichen 00.11.1939
Unteroffizier 01.10.1937 Eisernes Kreuz II. Klasse 23.12.1939
Feldwebel 01.11.1939 Eisernes Kreuz I. Klasse 10.08.1941
Offiziers-Anwärter 03.05.1940 ernannt Nennung im Ehrenblatt für eine Tat am 22.08.1941 im Jelnja-Bogen 20.09.1941
Leutnant der Reserve 24.01.1941 m. Wirk. v. 01.12.1940 (RDA v. 01.12.1940(11)) Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 18.10.1941
Leutnant der Reserve 17.12.1941 erh. neues RDA vom 01.01.1940(1aC) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 23.10.1941
Oberleutnant der Reserve 16.03.1942 m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942 (2602C) Verwundetenabzeichen in Silber 23.03.1942
Oberleutnant 01.10.1942 -983- zu den aktiven Truppen-Offizieren versetzt (RDA v. 01.04.1942 (2602) Verwundetenabzeichen in Gold 29.04.1943
Hauptmann 30.04.1943 -2910- m. Wirk. v. 01.03.1943 (RDA v. 01.03.1943(164d) Ehrenblattspange 01.07.1944

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