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Ritterkreuzträger Viktor Bruck
Major der Reserve, Infanterie

Der spätere Major wurde am 15.07.1916 in Segenshof/Kreis Gnesen im Warthegau geboren.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde seine Familie ausgewiesen , womit diese nach Stade zog. Viktor Bruck verbrachte dort seine Jugend und trat als Polizeianwärter der Landespolizei am 04.11.1937 dem Infanterie-Regiment 47 in Lüneburg bei.
Mit einer Meldung vom 04.10.1939 wechselte er in die 14. Infanterie (Panzerabwehr) Ersatz-Kompanie des Infanterie-Regiments 58 und wird dann am 12.11.1939 der 14. Kompanie des Infanterie-Regiments 154 zugeteilt.
Als Reserve-Offiziers-Anwärter wird er dem Infanterie-Ersatz-Bataillon 154 zugeteilt, kehrt er mit Meldung vom 03.06.1940, also während des Westfeldzuges, an die Front zurück, um dort mit Meldung vom 11.06.1940 der 14. Kompanie des Infanterie-Regiments 377 unterstellt zu werden. Dort kommt er laut einer Meldung vom 20.03.1941 in den Stab des Regiments und von dort in den Feldgendarmerie-Trupp 225.
So im Ostfeldzug im Einsatz, übernimmt Bruck laut Meldung vom 07.08.1942 den Posten des Chefs seines Trupps und wird kurz darauf zum Chef der 14. Kompanie des Grenadier-Regiments 376 ernannt.
Mit Meldung vom 10.07.1943 wechselt er in den Stab des Regiments und übernimmt am 11.08.1943 die Führung des Alarm-Bataillons 225 der 225. Infanterie-Division. Doch schon bald wird er mit der Führung des I. Bataillons des Grenadier-Regiments 376 betraut, da er als solcher am 16.09.1943 auf den Ssinjawino-Höhen durch einen Granatsplitter an der rechten Schulter verwundet wird.
Wieder genesen kehrt er zum Regiment zurück, wird aber bereits am 01.03.1944 bei Peamiskülainsel bei einem Durchschuss durch den linken Fuß verwundet und in das Feld-Lazarett Dorpat verlegt. Auch hier kommt er schon bald nach seiner Genesung zurück an die Front. Dort wird er am 10.09.1944 für die erfolgreichen Abwehrkämpfe zum Ritterkreuz eingereicht, wobei dieser Vorschlag jedoch am 23.09.1944 abgelehnt wurde. Statt des Ritterkreuzes erhielt er für die Nennung im Ehrenblatt des Deutschen Heeres die Ehrenblattspange. Ausgezeichnet wurde damit eine Tat vom 11.08.1944 bei Pukini, also nicht die eingereichte Ritterkreuztat.
Am 19.09.1944 wird er durch einen Granatsplitter am rechten Knie verwundet, kann aber zunächst bei der Truppe verbleiben. Am nächsten Tag war das I. Bataillon auf sich allein gestellt, als der Vormarsch in Richtung Baldone begann. Dabei ging das Bataillon zum Gegenangriff über und der auf dem Waldweg von Skurbas über Ruckmani in Richtung Üxküll durchgebrochene Gegner wich durch den Stoß zurück. Nun jedoch versuchten mindestens drei Panzer-Brigaden und 4 Schützen-Divisionen den Durchbruch zu erzwingen. Trotz schwerster Verluste hielt das Bataillon stand, nachdem es auf den Ausgangspunkt des Angriffes, den Lejas-See, zurückging. Bei diesen Kämpfen wurde Bruch durch einen Granatsplitter am Kopf mit einhergehendem Dorariss schwer verwundet. Für den erfolgreichen Abwehrkampf wird er erneut zum Ritterkreuz vorgeschlagen, welches ihm schließlich am 20.10.1944, als Hauptmann der Reserve und Kommandeur des I. Bataillons im Grenadier-Regiments 376 verliehen wird.
Bruck kam daraufhin zunächst in das Reserve-Lazarett II Dresden, dann in das Reserve-Lazarett Oberschlema und von dort in das Reserve-Lazarett Schneeberg, wo er sich auch zum Kriegsende und danach befand.
Viktor Bruck verstarb am 04.02.1998 in Mulsum an den Folgen seiner schweren Verwundung. Die Beisetzung, unter militärischen Ehren, erfolgte am 11.02.1998 in seinem Heimatort Wiepenkathen/Stade.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Feldwebel 01.01.1940 Kriegsverdienstkreuz II. Klasse 01.02.1942
Leutnant der Reserve 08.04.1940 -850- m. Wirk. v. 01.04.1940 (RDA v. 01.04.1940(728)) Medaille Winterschlacht im Osten 06.08.1942
Oberleutnant der Reserve 15.05.1942 -1240- m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942(4768)) Eisernes Kreuz II. Klasse 27.12.1942 (25.12.1942)
Hauptmann der Reserve 31.07.1943 -1520- m. Wirk. v. 01.07.1943 (RDA v. 01.06.1943) Eisernes Kreuz I. Klasse 07.01.1943
Major der Reserve 15.11.1944 -3880- m. Wirk. v. 01.12.1944 (RDA v. 01.12.1944)) Verwundetenabzeichen in Schwarz 23.09.1943
Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 28.08.1944
Nahkampfspange in Bronze 03.09.1944
Nennung im Ehrenblatt 15.10.1944
Verwundetenabzeichen in Silber ???
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 20.10.1944
Verwundetenabzeichen in Gold 22.11.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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