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Ritterkreuzträger Otto-Hermann Brücker
Generalleutnant

Otto-Hermann Adolf Brücker wurde am 17.10.1899 in Berlin-Friedenau geboren und trat am 01.03.1918 als Fahnenjunker dem 2. Lothr. Pionier-Bataillon Nr. 20 bei. Nach einer kurzen Ausbildungszeit erfolgte am 31.07.1918 die Versetzung an die Front, wo er ab Dezember 1918 im Rahmen der Garde-Kavallerie-Schützen-Division eingesetzt wurde. Brücker nahm kurz vor Ende des 1. Weltkrieges an den letzten Kämpfen der Westfront teil. Dabei kam er zwischen der Oise und Aisne zum Einsatz, in der Siegfriedstellung der 9. Armee, bei den Abwehrkämpfen um Laon Chnizy, sowie bei den Stellungskämpfen zwischen Maas und Memel.
Nach Ende des Krieges schließt er sich ab dem 11.01.1919 dem Freikorps Löschebrand und später dem Freikorps von Klewitz an, bis er am 01.10.1919 in das Reichswehr-Infanterie-Regiment Neuruppin wechselt.
Ab dem 21.05.1920 in der 11. Kompanie des Reichswehr-Infanterie-Regiments 6, welches kurz darauf in Infanterie-Regiment 5 umbenannt wird, erhält Brücker vom 21.05. bis zum 30.11.1920 eine Kommandierung zum 1. Lehrgang an der Waffenschule München, vom 04.01. bis zum 31.07.1921 zum 2. Lehrgang nach Wünsdorf, vom 29.09. bis zum 24.10.1925 zum Pionier-Lehrgang nach Sperenberg und vom 01.12.1925 bis zum 22.05.1926 zum Minenwerfer-Lehrgang nach Jüterbog.
Am 13.10.1926 in die 13. (Minenwerfer) Kompanie im 5. (Preuß.) Infanterie-Regiment versetzt, erhält er vom 29.11. bis zum 10.12.1927 eine Kommandierung zum Gasschutz-Lehrgang B nach Berlin, sowie vom 28.08. bis zum 28.11.1928 zum XVIII. Lehrgang für Leibesübungen nach Wünsdorf.
Ab dem 01.10.1929 erhält er ein Versetzungs-Kommando als Aufsichts-Offizier an die Infanterieschule, wobei er wirtschaftlich zunächst der 16. (Ausbildungs-) Kompanie des 5. (Preuß.) Infanterie-Regiments unterstellt wird.
Vom 08.03. bis zum 11.03.1932 erhält Brücker eine Wehrkreisprüfung, bis dann am 28.06.1932 mit Wirkung vom 06.08.1932 sein Kommando an die Infanterieschule endet. Brücker kommt dann mit dem 01.10.1932 in den Stab der 3. Division und wird unter Beibehaltung seiner Uniform an die Kommandantur Berlin kommandiert.
Ab dem 01.05.1933 ist beim Chef der Heeresleitung und wird mit Wirkung vom 15.04.1935 in den Stab des Infanterie-Führers V versetzt und auf ein Jahr zum Generalstab kommandiert.
Zum Tragen der Uniform des Infanterie-Regiments 5 berechtigt, kommt Brücker am 15.10.1935 in den Generalstab der 9. Division, wohin er mit Wirkung vom 08.04. bis zum 21.10.1936 kommandiert wird. Anschließend für die Wirkung vom 04.01. bis zum 31.01.1937 in den Stab des Landwehr-Kommandeurs Hanau kommandiert, wird diese Kommandierung jedoch aufgehoben und Brücker mit Wirkung vom 12.10.1937 zum Chef der 9. Kompanie im Infanterie-Regiment 5 ernannt.
Er kommt daraufhin mit Wirkung vom 15.09.1938 in den Generalstab des II. Armee-Korps, wo er ab dem 26.08.1939 als Ic Verwendung findet.
Nach der Teilnahme am Polen-Feldzug wechselt Brücker am 04.04.1940, mit Wirkung vom 07.04.1940 in den Generalstab des XXIV. Armee-Korps, mit dem er am Frankreich-Feldzug teilnimmt. Nach Ende der Kämpfe wird Korps ab dem 16.11.1940 motorisiert.
Auch den Ost-Feldzug erlebt Brücker ab dem 22.06.1941 und wird ab dem 02.04.1942 als Ia des nunmehrigen XXIV. Panzer-Korps eingesetzt. Doch bereits zwei Tage später erfolgte die Versetzung in die Führer-Reserve und anschließend mit dem, 10.05.1942, mit Wirkung vom 24.04.1942 die Versetzung als Ia in den Generalstab der 7. Armee. Von dort erfolgte dann mit Wirkung vom 12.12.1942 die Versetzung zurück in die Führer-Reserve.
Am 13.02.1943 wird er mit Wirkung vom 02.01.1943 zum Kommandeur des Grenadier-Regiments 419 ernannt, wobei er das Kommando am 16.01.1943 übernimmt.
Vom 13.10.1943 bis zum 08.02.1944 wird er zur Verwendung als Regiments-Kommandeur zum XVIII. Armee-Korps kommandiert und nach der Rückkehr zum Regiment, ab dem 17.02.1943 als stellvertretender Divisions-Führer zur 17. Infanterie-Division kommandiert. Für die Erfolge der Division beim Absetzen vom unteren Bug wird Brücker im Namen der Division im Wehrmachtsbericht vom 30.03.1944 erwähnt.
Im mai 1944 übernimmt Brücker die Führung der 9. und im Juni 1944 der 76. Infanterie-Division, bis er schließlich mit Wirkung vom 26.06.1944 zum Kommandeur des Grenadier-Regiments 21 ernannt wird.
Am 01.08.1944, mit Wirkung vom 23.06.1944 jedoch in die Führer-Reserve der Heeresgruppe Südukraine versetzt, wird er am 24.08.1944, mit Wirkung vom 15.07.1944 mit der Führung der 552. Sperr-Division beauftragt, die am 25.07.1944 in 6. Grenadier-Division umbenannt wird. Eine andere Quelle gibt als Übernahme dieser Versetzung bereits den 20.07.1944 an.
Am 20.10.1944 wird Brücker mit Wirkung vom 01.10.1944 zum Kommandeur der nunmehrigen 6. Volks-Grenadier-Division ernannt, wobei er im Februar 1945 dem "Stab Panzertod" Liegnitz-Sprottau angehört und diesen mglw. gar führte. Die Division war dabei vom 20.02. bis zum 03.03.1945 am Westrand von Lauban eingesetzt, wobei es der Divisionsführung gelang jegliche Einbrüche gegen eine vielfache Übermacht abzuriegeln. Nach Abschuss von bis zu 100 gegnerischen Panzern wurde ein entscheidender Durchbruch bei Hennersdorf erfolgreich vereitelt. Dabei waren die Verluste des Gegners derart hoch, daß er sämtliche Angriffsabsichten einstellen musste. Einen großen Anteil daran hatte vor allem die 6. Volks-Grenadier-Division. Brücker wird dafür zum Ritterkreuz eingereicht, welches ihm schließlich am 14.04.1945 verliehen wurde.
Nachdem Brücker am 20.04.1945 zum Kommandierenden General der Panzertruppe Kirchner nach Lissa südlich Penzig gebeten wurde, wurde ihm dort die Auszeichnung überreicht. Gleichzeitig wurde die Beförderung zum Generalleutnant ausgesprochen. Zuvor hatte Brücker am 12.04.1945 mit Wirkung vom 10.04.1945 das Kommando über die nunmehrige 6. Infanterie-Division übernommen.
Mit Kriegsende geriet Brücker am 18.05.1945 bei Pisek/Tschechei in sowjetische Gefangenschaft. Diese führte ihn  über die Lager Nr. 27, 48, 62149, 460, 476, der Butyrka in Moskau und dem Zuchthaus Nr. 1 in Odessa. Am 31.12.1949 wurde er zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, aber am 08.10.1955 in die Heimat entlassen.
Otto-Hermann Brücker verstarb am 12.12.1964 in Weinheim an der Bergstrasse.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker 01.03.1918 Ehrenkreuz für Frontkämpfer 29.12.1934
Fahnenjunker-Gefreiter 09.05.1919 Dienstauszeichnung III. Klasse für 12 Jahre 02.10.1936
Fahnenjunker-Unteroffizier 23.06.1919 Eisernes Kreuz II. Klasse 21.09.1939
Fähnrich 01.01.1921 Eisernes Kreuz I. Klasse 01.07.1940
Oberfähnrich 01.11.1921 Verwundetenabzeichen in Schwarz 07.08.1941
Leutnant 01.05.1922 m Wirk. v. 01.04.1922 unter Vorbeh. der Festsetz. des RDA Medaille Winterschlacht im Osten 07.09.1941
Leutnant 01.07.1922 erh. neues RDA v, 01.04.1922(8) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 14.04.1945
Oberleutnant 31.01.1927 m. Wirk. v. 01.02.1927 (RDA v. 01.02.1927(24))
Hauptmann 01.04.1934 m. Wirk. v. 01.04.1934 (RDA v. 01.04.1934(22))
Major 31.07.1938 m. Wirk. v. 01.08.1938 (RDA v. 01.08.1938(4)
Major 20.03.1939 erh. neues RDA v. 01.08.1937(22a)
Oberstleutnant 20.10.1940 m. Wirk. v. 01.11.1940 (RDA v. 01.11.1940(2))
Oberst 15.05.1942 m. Wirk. v. 01.06.1942 (RDA v. 01.06.1942(16))
Generalmajor 20.10.1944 -1602- m. Wirk. v. 01.10.1944 (RDA v. 01.10.1944(28))
Generalleutnant 17.04.1945 m. Wirk. v. 20.04.1945 (RDA v. 20.04.1945)

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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