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Ritterkreuzträger Erich von Brückner
Oberst, Jäger

       
   
Erich Wilhelm Ludwig Josef von Brückner wurde am 02.09.1896 in Metz in
Elsaß-Lothringen geboren und trat am 07.08.1914 als Fahnenjunker dem
Ersatz-Bataillon des Kgl. Bayr. 14. Infanterie-Regiments Hartmann in Nürnberg
bei.
Nach der militärischen Grundausbildung besucht er vom 20.10. bis zum 10.12.1914
einen Ausbildungs-Kurs für Fahnenjunker und Offiziers-Aspiranten in Döberitz und
kommt anschließend zur 4. Kompanie des Feld-Infanterie-Bataillons 9 des 3. Bayr.
Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 23, der 8. Bayr. Reserve-Division. Von Brückner
übernimmt im Zeitraum vom 08.12.1914 bis zum 26.08.1915 den Posten eines
Gruppen- bzw. Zugführers.
Am 21.01.1915 wird von Brückner mit der 12. Kompanie des bayr.
Reserve-Infanterie-Regiments 23 ins Feld verlegt. Er nimmt dort an der Westfront
vom 19.02. bis zum 20.03.1915 an der Schlacht bei Münster teil und wird dann bei
den Stellungskämpfen im Oberelsaß eingesetzt. Es folgt dann die 2. Schlacht bei
Münster wo er am 26.08.1915 durch eine Mine am rechten Unterschenkel verwundet
und in das bayr. Feld-Lazarett 11 verlegt wird.
Am 19.10.1915 kehrt er genesen zu seinem Regiment ins Feld zurück und nimmt dort
an den Stellungskämpfen im Oberelsaß und an der Schlacht an der Somme teil. Von
Brückner wechselt dort am 01.06.1916 als Nachrichten- und Verbindungs-Offizier
in den Stab des Regiments und besucht einen Nahkampf-Lehrgang in Idstein.
Am 04.09.1916 wechselt er als Nachrichten-Offizier in den Stab des III.
Bataillons, wo er noch im gleichen Monat am linken Unterkiefer verwundet wird.
In das bayr. Feld-Lazarett 13 verlegt, kehrt er später wieder zu seinem
Regiments zurück und übernimmt dort ab dem 13.10.1916 den Posten des
stellvertretenden Adjutanten des III. Bataillons. Von Brückner erhält dann eine
Kommandierung zu einem Gas-Lehrgang. Auf der Reise zu diesem Lehrgang erkrankt
er am 10.12.1916 und wird in ein Lazarett verlegt. Wieder genesen wird er am
25.01.1917 entlassen, erhält einen 14tätigen Erholungsurlaub und nimmt dann an
einem Lehrgang im Gebrauch der Gasschutzmittel in Berlin teil.
Am 16.02.1916 kehrt er zu seinem Regiment ins Feld zurück, wo er am 16.05.1917
wieder seinen Posten als stellvertretender Adjutant des III. Bataillons
übernimmt. Am 03.11.1917 wird er als Ordonnanz-Offizier zur 16. Bayr.
Reserve-Infanterie-Brigade kommandiert. Wieder bei seinem Regiment, übernimmt er
dort am 23.08.1918 die Führung der 11. Kompanie. Wegen erneuter Krankheit kommt
von Brückner am 26.09.1918 erneut ins Lazarett, um am 10.10.1918 wieder zu
seinem Regiment zurückzukehren. Dort übernimmt er dann ab dem 18.10.1918 die
Führung der 5. Kompanie und wird am 09.11.1918 zur Sturm-Kompanie 23 der 8.
Bayr. Reserve-Division kommandiert. Deren Führung übernimmt er ab dem 13.11.1918
und führt diese bis zum 16.12.1918 in die Heimat. Dort wird er ab dem 22.12.1918
zum Demobilisierungs-Offizier des III. Bataillons im bayr.
Reserve-Infanterie-Regiment 23 ernannt und wird anschließend, am 21.01.1919, zum
Adjutanten des III. Bataillons im 14. Bayr. Infanterie-Regiment bestimmt.
Ab dem 20.03.1919 Adjutant des Sicherheits-Bataillons Hilpert, wechselt er am
22.04.1919 in gleicher Dienststellung in das Freikorps Oberland, mit dem er im
Mai 1919 in München eingesetzt wird.
Ab dem 26.05.1919 Ordonnanz-Offizier beim Stab des
Reichswehr-Infanterie-Regiments 48, bzw. ab dem 05.08.1919 47, wechselt er dort
ab dem 10.09.1919 in die 5. Kompanie und wird dann vom 27.09. bis zum 05.11.1919
als 2. Ordonnanz-Offizier zum Stab des Infanterie-Regiments 46 versetzt.
Am 27.09.1919 wird von Brückner mit Wirkung vom 01.10.1920 in das
Reichswehr-Infanterie-Regiment 21 versetzt, um ab dem 01.01.1921 den Posten
eines Zugführers in der 5. Kompanie des nunmehrigen 21. bayr.
Infanterie-Regiments zu übernehmen.
Mit Wirkung vom 30.11.1922 tritt von Brückner als Char. Oberleutnant aus dem
Heeresdienst aus und wird im Jahre 1922 Gründungsmitglied einer Ortsgruppe der "Reichsflagge"
und übernimmt dort 1923 den Posten des Adjutanten eines militärischen Führers.
Die Zeit bis 1933 liegt dann jedoch mehr oder weniger im Dunkeln. So befindet er
sich im Jahre 1933 in der NSKK-Kraftwagen-Abteilung 78 in Nürnberg und wird am
13.09.1934 mit Wirkung vom 15.09.1934 als Hauptmann im Heer angestellt und der
7. Kraftfahr-Abteilung 7 zugeteilt.
Am 01.10.1934 erfolgt die Versetzung zur Kraftfahr-Abteilung Straubing, wo er
als Hauptmann beim Stabe eingesetzt wird. Vom 15.10. bis zum 14.12.1934 besucht
er einen Lehrgang für Kraftfahr-Offiziere in Döberitz-Elsgrund. Später, am
15.05.1935 wird er zum Chef der 1. Kompanie ernannt und ist ab dem 15.10.1935
Chef der 1. Kompanie der Panzer-Abwehr-Abteilung 10 in Straubing. Am 30.04.1936
erleidet er einen Autounfall und übernimmt am 06.10.1936 den Posten des Chefs
der 2. Kompanie in der Panzer-Abwehr-Abteilung 34. Als solcher wird er vom
06.10. bis zum 21.11.1936 zum Stabs-Offizier-Lehrgang nach Koblenz kommandiert.
Vom 31.03. bis zum 04.04.1937 unternimmt er eine Übungsreise für Kommandeure der
Panzer-Abwehrtruppen im Wehrkreis V. Anschließend wird er vom 21.06. bis zum
25.06.1937 zum Panzer-Regiment 3 nach Grafenwöhr kommandiert, sowie vom 29.11.
bis zum 04.12.1937 zu einem Stabs-Offiziers-Lehrgang der 34. Division nach
Koblenz. Es folgt dann vom 10.02. bis zum 28.02.1938 eine Kommandierung zum
Taktischen Lehrgang für Abteilungs-Kommandeure der Panzertruppen an der
Panzertruppenschule Wünsdorf.
So übernimmt er am 25.01.1939 mit Wirkung vom 01.02.1939 das Kommando über die
Panzer-Abwehr-Abteilung 34. Mit dieser wird er zunächst an der Westfront in der
Saarpfalz eingesetzt. Dabei erfolgt mit Wirkung vom 15.01.1940 seine Versetzung
in die Führer-Reserve. Dadurch nimmt von Brückner nicht am Westfeldzug teil.
Von Brückner übernimmt dann mit Wirkung vom 31.07.1940 das Kommando der
Panzerjäger-Abteilung 12, mit der er am Ostfeldzug eingesetzt wird. Dort vom
29.10. bis zum 03.11.1941 mit der Führung des Infanterie-Regiments 89
beauftragt, übernimmt er anschließend wieder das Kommando über die
Panzerjäger-Abteilung 12.
Am 09.07.1942 erneut in die Führer-Reserve versetzt, wird er vom 10.07. bis zum
24.07.1942 zur 7. Panzer-Division kommandiert, um dort die Führung des
Schützen-Regiments 7 zu übernehmen. Die Inmarschsetzung erfolgte über die
Frontleitstelle Bordeaux.
Am 29.07.1942 wird er mit Wirkung vom 08.07.1942 wieder in die Reserve versetzt
und am 30.08.1942, mit Wirkung vom 01.08.1942, zum Kommandeur des
Panzergrenadier-Regiments 126 ernannt. Bei der 23. Panzer-Division befindet sich
von Brückner bis zum 08.09.1942 und wird am 22.02.1943 mit Wirkung vom
15.12.1942 in die Führer-Reserve versetzt. dabei kommt er in ein Lazarett und
erhält anschließend Urlaub.
Gesundheitlich wiederhergestellt wird er mit Wirkung vom 01.03.1943 zum
Kommandeur des Afrika-Schützen-Regiments 963 ernannt und übernimmt dann ab dem
07.06.1943 das Kommando über das Festungs-Infanterie-Regiment 966. Mit Meldung
vom 11.06.1943 wechselt er dann jedoch vom Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 999
zum Festungs-Infanterie-Regiment 965, da die Verfügung zur Ernennung zum
Kommandeur des Festungs-Infanterie-Regiment 966 nicht wirksam wurde und von
Brückner somit am 24.08.1943 mit Wirkung vom 07.06.1943 zum Kommandeur dieses
Regiments ernannt wurde.
Mit Wirkung vom 01.11.1943 wechselt er dann als Kommandeur zum
Panzergrenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Regiment 57 und wird dann mit Wirkung
vom 15.10.1943 erneut in die Reserve versetzt.
Erst mit dem 10.07.1944 übernimmt er eine neue Dienststellung und wird zum
Kommandeur der Panzertruppen im Wehrkreis X ernannt. Diesen Posten gibt er am
11.09.1944 wieder ab, um wieder der Reserve zugeteilt zu werden, wo er als
Regiments-Kommandeur für Panzergrenadier-Einheiten vorgesehen wurde.
Am 28.09.1944 wird er stattdessen mit Wirkung vom 29.09.1944 zum Kommandeur des
Jäger-Regiments 1 "Brandenburg" ernannt. Als solcher erhielt er als
Oberst und Regimentskommandeur am 11.03.1945 das Ritterkreuz. Grund für die
Verleihung waren nach Angaben des damaligen Divisionskommandeurs die
Kämpfe von Teilen seines Regiments bei Kalisch. Der Stab des Regiments, sowie
das halbe II. Bataillon, plus verschiedene Fremdeinheiten, befanden sich jedoch
weiter nördlich, im Kampf um den Rückzugsweg Kutno-Konin-Schrimm-Lissa. Als Ort
der Waffentat wird Fraustadt bei Lissa genannt. Nachdem Lissa zur Festung
erklärt wurde, gelang es Oberst von Brückner mit seiner Kampfgruppe aus der
eingeschlossenen Stadt über Fraustadt nach Glogau auszubrechen. Damit trug er
wesentlich zur Stabilisierung der Lage an der Oder bei.
Am 18.03. mit Wirkung vom 17.03.1945 in die Führer-Reserve versetzt, gerät er in
alliierte Gefangenschaft, aus der er 1948 entlassen wurde.
Erich von Brückner verstarb im April 1949. Näheres zu den Umständen seines
Todes, bzw. dem Sterbeort sind derzeit nicht bekannt.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter |
02.11.1914 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
25.06.1915 |
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Unteroffizier |
01.12.1914 |
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Militärverdienstkreuz 6b mit Schwertern |
26.06.1915 |
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Fähnrich |
04.02.1915 ohne Patent |
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Militärverdienstorden IV. Klasse B mit Schwertern |
14.02.1917 |
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Leutnant |
24.06.1915 ohne Patent |
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Österr. Militär-Verdienstkreuz III. Klasse mit Kriegsdekoration III.
Klasse |
04.04.1917 |
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Leutnant |
09.08.1917 erh. Patent v. 15.07.1914 |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz - 1. WK |
16.06.1918 |
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Leutnant |
01.07.1922 -490- erh. RDA v. 01.09.1915(221) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
23.06.1918 |
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Oberleutnant |
30.11.1922 Char. |
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Ehrenkreuz für Frontkämpfer |
22.02.1935 |
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Oberleutnant |
31.01.1927 m. Wirk. v. 01.02.1927 (RDA v. 01.02.1927(24)) |
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Dienstauszeichnung IV. Klasse |
02.10.1936 |
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Hauptmann |
13.09.1934 -2600- m. Wirk. v. 15.09.1934 RDA v. 01.08.1939 unter Vorbeh.
der Festsetz. der OrdnNr. z. RDA |
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Eisernes Kreuz II. Klasse
|
14.01.1940 |
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Hauptmann |
02.02.1935 -468- erh. OrdnNr. 50 zum RDA v. 01.08.1933 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse
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01.07.1941 (04.07.1941) |
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Major |
31.07.1937 -3800- m. Wirk. v. 01.08.1937 (RDA v. 01.08.1937(38)) |
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Deutsches Kreuz in Gold |
25.03.1942 |
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Oberstleutnant |
20.11.1940 -7150- m. Wirk. v. 01.12.1940 (RDA v. 01.12.1940(5)) |
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Verwundetenabzeichen in Silber
|
04.07.1942 |
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Oberst |
15.05.1942 -3520- m. Wirk. v. 01.06.1942 (RDA v. 01.06.1942(40)) |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
25.07.1942 |
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Panzer-Kampfabzeichen
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03.10.1943 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
11.03.1945 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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