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Ritterkreuzträger Hans Bruhn
Major, Grenadiere

       
Hans Bruhn wurde am 31.12.1910 in Blomsche Wildnis bei Glücksstadt an der
Elbe geboren und trat am 07.04.1930 als Polizei-Anwärter an die Polizeischule
Kiel. Nach seiner Ausbildung kommt er ab dem 01.04.1931 in die 3.
Polizei-Bereitschaft nach Kiel im Rahmen der Preußischen Schutzpolizei.
Am 01.04.1934 wechselt Bruhn in den Abteilungs-Nachrichten-Zug Kiel, bzw. am
01.10.1934 in den Nachrichten-Zug der Landespolizeigruppe Kiel.
Am 15.10.1935 wird er in die Wehrmacht übernommen und dort dem Nachrichten-Zug
des Infanterie-Regiments 69 in Hamburg zugeteilt. Von dort kommt er am
12.10.1937 in den Regiments-Nachrichten-Zug des Infanterie-Regiments 90. Dort
wird er ab dem 01.09.1939 als Hauptfeldwebel dem Nachrichten-Zuges bzw. der
Stabskompanie des Infanterie-Regiments 90 (mot.) der 20. Infanterie-Division
(mot.).
Nach Ende des Westfeldzuges kommt Bruhn am 01.09.1940 als Zugführer in die 2.
Kompanie des Regiments und wird am 30.03.1941 durch die Offiziere des I.
Bataillons des Regiments zum Offizier gewählt. Als solcher wechselt er am
06.06.1941 zunächst als Zugführer in die 3. Kompanie. Mit seiner Kompanie nimmt
er am Ostfeldzug teil und übernimmt am 06.01.1942 zunächst die Führung und dann
den Posten des Chefs der 3. Kompanie. Als solcher wird er am 20.04.1942
verwundet, wobei er jedoch schon bald wieder zu seiner Kompanie zurückkehrt.
Bei den Kämpfen im Raum Toropez stürmte Bruhn Ende Dezember an der Spitze seiner
Kompanie eine vom Gegner schwer verteidigte Ortschaft. Nach der Inbesitznahme
der Stadt, hielt er diese gegen jegliche gegnerische Angriffe. Bruhn wurde dabei
jedoch am 25.12.1941 bei der Höhe 174,4 ca. 10 Kilometer südwestlich
Welikije Luki derart schwer verwundet, daß ihm der rechte Unterschenkel
amputiert werden musste. Für seinen Einsatz bei der Verteidigung der Ortschaft,
erhält er als Oberleutnant und Chef der 3. Kompanie im Grenadier-Regiment 90
(mot.) am 29.12.1942 das Ritterkreuz.
Bruhn wurde derzeit ab dem 27.12.1942 wirtschaftlich der Grenadier-Ersatz- und
Ausbildungs-Bataillon 76 (mot.) bzw. 90 (mot.) zugeteilt.
Vom 11.01. bis zum 15.01.1943 befand sich Bruhn im Kriegs-Lazarett 907 und
anschließend im Reserve-Lazarett Brest am Bug. Von dort erfolgte am 17.02.1943
die Verlegung mit einem Lazarett-Zug in das Reserve-Lazarett 109 in der
Westendallee 45/46 nach Berlin-Charlottenburg. Am 05.04.1943 wird er in das
Reserve-Lazarett 101 in Berlin und anschließend in das Reserve-Lazarett Lüneburg
verlegt. Vom 22.07.1943 bis zum 26.01.1944 befindet er sich im Marine-Lazarett
Glückstadt, wo er schließlich bedingt "kv." geschrieben wird und die
Versehrtenstufe III im Ersatzherr erhält.
Am 27.01.1944 wird Bruhn der Genesenden-Kompanie des Grenadier-Ersatz- und
Ausbildungs-Bataillons (mot.) 90 zugewiesen und am 12.07.1944, mit Wirkung vom
01.03.1944 mit der Führung des Panzergrenadier-Ersatz- und
Ausbildungs-Bataillons 361 in Wuppertal beauftragt. Gleichzeitig erhält er den
Tauglichkeitsgrad "bedingt kv" und die Versehrtenstufe IV.
Am 10.09.1944 zum Kommandeur seines Bataillons ernannt, ist er ab dem 19.09.1944
als Führer der Kampfgruppe Bruhn innerhalb der Kampfgruppe Spindler der 9.
SS-Panzer-Division "Hohenstaufen" in die Kämpfe im Raum Arnheim
involviert. Dafür wird er am 25.12.1944, für eine Tat vom 19.09. bis zum
21.09.1944 bei Gosterbeek, im Ehrenblatt des Heeres genannt.
Wie sein militärischer Weg weitergeht ist unbekannt. Das Kriegsende zumindest
erlebt er im Lazarett Reinbek.
Hans Bruhn verstarb am 04.04.1952 in Glückstadt.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Polizei-Wachtmeister |
01.04.1931 |
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Dienstauszeichnung IV. Klasse |
02.10.1936 |
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Oberwachtmeister der Landespolizei |
01.10.1934 |
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Medaille Zur Erinnerung an den 01.10.1938 |
09.01.1940 |
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Feldwebel |
01.02.1936 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
12.07.1940 |
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Oberfeldwebel (T) |
01.10.1936 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
14.11.1941 |
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Hauptfeldwebel |
01.08.1936 ernannt |
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Infanterie-Sturmabzeichen in Bronze |
31.03.1942 |
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Offizier-Anwärter |
01.12.1940 ernannt |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
10.06.1942 |
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Leutnant |
10.05.1941 -2350- m. Wirk. v. 01.03.1941 (RDA v. 01.10.1936(149C)) |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
23.07.1942 |
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Oberleutnant |
18.01.1942 -510- m. Wirk. v. 01.01.1942 (RDA v. 01.01.1942(213C)) |
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Verwundetenabzeichen in Silber |
26.12.1942 |
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Oberleutnant |
01.10.1942 zu den aktiven Offizieren des Friedensstandes überführt (RDA
v. 01.01.1942(213)) |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
29.12.1942 |
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Hauptmann |
10.03.1943 -1810- m. Wirk. v. 01.10.1943 (RDA v. 01.01.1943(328C)) |
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Nahkampfspange in Bronze |
08.06.1944 |
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Major |
15.02.1945 -502- m. Wirk. v. 01.12.1944 (RDA v. 01.12.1944(71)) |
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Verwundetenabzeichen in Gold |
18.08.1944 |
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Ehrenblattspange |
25.12.1944 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
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