Edgar Erich Brunk wurde am 22.05.1921 in Belgard geboren und trat am
01.12.1939 als Fahnenjunker der 3. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 25
bei.
Laut Meldung vom 01.06.1940 gehörte er als Gruppenführer dem Infanterie-Regiment
25 an. Ein Hinweis auf eine Teilnahme an Kampfhandlungen im Westen fehlt
bislang. Allerdings weisen weitere Dokumente einen anderen militärischen
Werdegang aus. So hält eine Meldung vom 07.06.1940 die Versetzung von der 3.
Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 25 zum Marsch-Bataillon zbV. 2 (mot.)
fest. Mit diesem muss er dann zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 202 in Güstrow
zugewiesen worden sein, denn lt. Meldung vom 22.06.1940 wechselt er eben von
diesem Bataillon zum Infanterie-Regiment 202.
Mit Meldung vom 20.07.1940 wechselt er dort von der 3. in die 5. Kompanie und
mit Meldung vom 23.07.1940 wieder zurück. Laut Meldung vom 07.01.1941 erfolgte
dann die Versetzung in die 3. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 202.
Dort wird er vom 15.01.1940 bis zum 30.04.1941 an die Kriegsschule Potsdam
kommandiert und dort dem 25. Offizier-Ergänzungs-Lehrgang im Lehrgang III der 9.
Inspektion zugeteilt.
Daraufhin wird er mit Wirkung vom 01.05.1941 als Zugführer dem
Infanterie-Regiment 202 zugeführt, wo er ab dem 13.05.1941 wider zu seiner 3.
Kompanie versetzt wird.
Brunk nimmt so ab dem 22.06.1941 an den Kämpfen gegen die Sowjetunion teil, wird
aber bereits am 26.06.1941 verwundet und bis zum 25.11.1941 in ein Lazarett
verlegt. Wieder genesen kehrt er als Zugführer am 14.12.1941 in die 2. Kompanie
des Regiments an die Front zurück. Dort wird er dann ab März 1942 als
Kompanieführer eingesetzt und am 28.05.1942 erneut verwundet. Wieder im Lazarett
kehrt er am 30.06.1942 als Führer der 2. Kompanie seines Regiments an die Front
zurück. Dabei wird er am 08.08.1943 erneut, allerdings nur leicht, verwundet.
Am 01.01.1943 zum Chef der 2. Kompanie ernannt folgen am 27.02.1943, am
08.10.1943, am 19.01.1944 und am 24.04.1^944 weitere Verwundungen. Im Rahmen
seiner Aufgaben als Kompaniechef ist er im Januar 1944 in den Grossangriff
zweier sowjetischer Armeen beiderseits Bojarka am Gnilo Tikitsch im bereich der
Heeresgruppe Nordukraine involviert. Die beiderseits des Gnilo Tikitsch
eingesetzten 88. und 198. Infanterie-Division, wurden aufgrund des Fehlens
jeglicher Tiefengliederung, fast komplett zerschlagen. Dabei gingen am
26.01.1944 Bojarka und Medwin verloren. Die 75. Infanterie-Division befand sich
dabei außerhalb des sich nun abzuzeichnenden Kessels von Tscherkassy. Bei diesen
Kämpfen zeichnete sich Brunk im Dorf Ssemenowka im Dreieck
Winograd-Lissjanka-Bojarka im besonderen Masse aus. Brunk erhielt dafür am
03.07.1944, als Oberleutnant und Chef der 2. Kompanie im nunmehrigen
Füsilier-Regiment 202, das Ritterkreuz.
Kurze Zeit später wird er ab dem 25.07.1944 mit der Führung der Stabs-Schwadron
des XXV. Panzerkorps beauftragt und laut Meldung vom 10.09.1944 als Chef der 4.
Kompanie seines Füsilier-Regiments 202 beauftragt. Dabei erhält er am
30.10.1944, mglw. aufgrund einer neuerlichen Verwundung, eine Kommandierung zum
Marine-Lazarett Gotenhafen, bzw. zum Teillazerett Lauenburg.
Nach dem Krieg trat Brunk 1956 der Bundeswehr bei und wird dort im Jahre 1978
als Oberstleutnant in den Ruhestand verabschiedet.