Arthur Bruns wurde am 27.12.1901 in Goschütz bei Groß Wartenberg geboren und
muss ehemalig der Landespolizei angehört haben. Denn von dort wechselte er am
15.10.1935 zum Infanterie-Regiment 83. Von dort erhält er mit Meldung vom
10.11.1938 eine Kommandierung an die Kriegsakademie und ab dem 30.08.1939 zur
62. Infanterie-Division. Ob er mit dieser Division am Polen-Feldzug selbst
auch teilnahm ist unbekannt.
Laut Meldung vom 25.01.1940 ist er Chef der 12. Kompanie im Infanterie-Regiment
183 und nimmt so zunächst am Westfeldzug teil, um dann mit dem 06.06.1940 die
Führung des I. Bataillons zu übernehmen. Nach Ende der Kämpfe wird ihm dann mit
Meldung vom 10.08.1940 auch das Kommando über das Bataillon übertragen.
Mit Meldung vom 25.10.1940 wechselt Bruns als Kommandeur des II. Bataillons zum
Infanterie-Regiment 594. Mit diesem Regiment nimmt er ab 1942 an den Kämpfen an
der Ostfront teil, wobei er am 27.01.1943 die Führung des Grenadier-Regiments
245, der
88. Infanterie-Division, übernimmt.
Kurze Zeit später erhält das Regiment den Auftrag, als Angriffsspitze des VII.
Armee-Korps, in den Raum Stary Oskol vorzustoßen, um damit die Absetzbewegungen
nach Westen abzusichern. In der Folge wird das II. Bataillon des Regiments,
sowie das Pionier-Bataillon 215 und die III./AR 188 beauftragt sich bis zum
Abend des 02.02.1943 im Dorf Lukjanovka, ca. 10 Kilometer westnordwestlich Stary
Oskol, zu sammeln und weiter in Richtung Gut Michailowka vorzustossen. Dort
sollte dann die Wegkreuzung im Stusheni-Abschnitt freigekämpft werden. Nach
schweren Kämpfen wurden schliesslich die Vorraussetzungen geschaffen im späteren
verlauf der Kämpfe nach Manturowo durchzustoßen. Bei diesen Gefechten zeichnete
sich Bruns hervorragend aus, bis er schließlich am 04.02.1943 bei Stusheni im
Kampf fiel. Posthum erhält er dafür am 02.04.1943 als Major und Führer des
Grenadier-Regiments 245 das Ritterkreuz. Gleichzeitig wird er post mortem zum
Oberstleutnant befördert.