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Ritterkreuzträger Dr. jur. Axel Bruns
Hauptmann der Reserve, Artillerie

31.10.194115.09.1939

Axel Bruns - Celles ehemaliger Oberkreisdirektor - wurde am 07.06.1915 in Lutzig in Pommern als Sohn eines Gutsbesitzers geboren und studierte nach seinem Abitur Jura. Kurz vor Beginn des 2. Weltkriegs stand er im juristischen Vorbereitungsdienst. Durch freiwillige Wehrübungen war er bei Ausbruch des 2. Weltkrieges bereits Gefreiter und gehörte ab dem 01.09.1939 bis zum 01.10.1939 als AVT (Artillerie-Vermessungs-Trupp)-Mann zur II. Abteilung des Artillerie-Regiments 68.
Ab dem 01.04.1940 folgten dann die Kommandierung an die Waffenschule und verschiedene Vorbereitungslehrgänge zunächst bei der schwere Artillerie-Ersatz-Abteilung 38 in Prenzlau, dann bei der leichten Artillerie-Ersatz-Abteilung 2 in Stettin und schließlich bei der leichten Artillerie-Ersatz-Abteilung 32 in Köslin, wo er ab dem 01.08.1940 als Zugführer eingesetzt wird.
Am 28.06.1941 wechselt er als Beobachtungs- und Batterie-Offizier in die 5. Batterie des Artillerie-Regiments 241, wo er kurze Zeit später mit der Führung der Batterie betraut wird. Dort wird er dann am 23.08.1941 als Leutnant der Reserve  zum ersten mal verwundet, wobei am 08.08.1942 die 2. Verwundung folgte. Bruns befand sich dabei seit dem 01.06.1942 als Ordonnanz-Offizier beim Stab des Regiments und übernahm dann ab dem 01.10.1942 die Führung der 7. Batterie.
Während der Schlacht um Charkow zeichnete er sich durch die Abwehr eines sowjetischen Flankenangriffs aus, der als Ziel die Umfassung der Division hatte. Mit seiner Batterie und einigen unterstellten Infanteriegruppen wehrte er mehrere Angriffe auf die eigene Stellung erfolgreich ab. Für diesen taktischen Erfolg wurde Oberleutnant der Reserve Bruns am 29.08.1943 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Kurz darauf, ab dem 01.10.1942 übernimmt er dann zugleich auch die stellvertretende Führung des Regiments, bis er dann am 01.01.1944 als Hörsaalleiter an die Fahnenjunkerschule für Artillerie nach Gross-Born versetzt wird.
Im Zuge der Abwehrkämpfe übernimmt Bruns ab dem 21.01.1945 eine Kompanie und die stellvertretende Führung des Fähnrich-Regiments 5 bzw. im Regiment Sann.
Ab dem 21.03.1943 ist er dann Kommandeur der III. Abteilung des Marine-Artillerie-Regiments 3, bzw. ab dem 25.04.1945 einer Abteilung des Artillerie-Regiments Wollin. Dort gerät er mglw. in Gefangenschaft. Amtliche Dokumente weisen ihn jedoch für den 29.03.1945 noch als Kommandeur der III. Abteilung des Artillerie-Regiments 234 aus, das zu diesem Zeitpunkt der 163. Infanterie-Division, im Raum Dramburg unterstellt war.
Nach seiner Entlassung war Bruns ab Ende der 40er Jahre im niedersächsischen Verwaltungsdienst tätig. Am 03.12.1947 wird er zum Oberkreisdirektor in Celle ernannt.
In den 50er Jahren forcierte Bruns die Patenschaft für die sog. "Pommernbank". Diese rund 6 m lange massive Holzbank , aufgestellt in der Nähe des Lönssteins, erinnert an die Patenschaft mit dem pommerschen Landkreis Belgard - eine Gegend, für die Bruns als Vertriebener tiefe Verbundenheit hegte.
Zu seinen größten Leistungen als Celler Oberkreisdirektor gehören die Eingliederung der Flüchtlinge und Vertriebenen sowie der Ausbau des weiterführenden Schulwesens und der Berufsschulen. Kritik musste Bruns wegen Organisationsmängeln im Zusammenhang mit der großen Waldbrandkatastrophe 1975 einstecken .
Seine Verdienste spiegeln sich in der Namensgebung der Axel-Bruns-Berufsschule am Lönsweg ( BBS II ) wieder, er war Träger des Großen Verdienstkreuzes des Niedersächsischen Verdienstordens.
Am 30..06.1977 ging er als Oberkreisdirektor in den Ruhestand.
Dr. jur. Axel Bruns verstarb am 21.04.1990 in Celle, wo er auch begraben ist.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant d.R. 23.08.1942 lt. Meldung Verwundetenabzeichen in Schwarz 23.08.1941
Oberleutnant d.R. ??? Eisernes Kreuz II. Klasse 30.08.1941
Hauptmann d.R. ??? Eisernes Kreuz I. Klasse 12.12.1941
Allgemeines Sturmabzeichen 25.03.1942
Medaille Winterschlacht im Osten 03.08.1942
Verwundetenabzeichen in Silber 07.09.1942
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 29.08.1943
Verwundetenabzeichen in Gold 26.02.1945

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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