Helmut-Wolgang Buchler wurde am 08.09.1913 in Fürth geboren. Wann er den
militärischen Weg einschlug ist unbekannt. Zumindest befand er sich ab dem
10.11.1938 als Lehrer und Aufsichtsoffizier an der Kriegsschule Dresden und
wechselt kurze später an die Infanterieschule Döberitz, wo er der
Lehr-Abteilung II zugeteilt wird.
Von dort wechselt er mit Meldung vom 08.02.1940 in die 11. Kompanie des
Gebirgsjäger-Regiments 137. Mit diesem nimmt er am Norwegen-Feldzug teil und
wechselt mit Meldung vom 11.12.1940 in die 8. Kompanie des Lehr-Regiments zbV.
800. Buchler steht mit seiner Kompanie unmittelbar im Mittelpunkt er
Geschehnisse auf dem Balkan. Am 04.03.1941 war das Unternehmen "Lustre"
der Briten angelaufen, das die Einschiffung von ca. 57.000
Commonwealth-Truppen in griechische Häfen zum Ziel hatte. Durch Absprachen mit
bulgarischen Dienststellen, befinden sich bereits vor dem Einmarsch deutscher
Truppen Soldaten in Bulgarien. Und zwar vorwiegend aus der 8. Kompanie des
Lehr-Regiments zbV. 800. Kurz vorher war im Raum Ploesti die
Hochgebirgsausbildung in den Karpaten geübt worden. Von dort verlegte zunächst
Buchler zusammen mit vier Einsatzführern nach Sofia, wo diese die Verbindung
mit der deutschen Abwehrstelle hielten. Buchlers Kompanie erhält den Auftrag
wichtige Punkte im Land zu beschützen und britische Sabotageakte zu
verhindern. Anschließend begibt sich die gesamte 8. Kompanie in deutscher
Uniform auf rumänischer Seite der Donau auf einen Dampfer, den sie auf der
bulgarischen Seite in bulgarischen Uniformen wieder verlässt. Nach
Kriegseintritt Bulgariens verlässt die Kompanie Bulgarien und findet eine
neuerliche Verwendung im Feldzug gegen Jugoslawien/Griechenland. Die Kompanie
wird im Rahmen der 12. Armee eingesetzt und soll wichtige Brücken und Pässe im
Dreiländereck nehmen.
Von dort muss er dann dem Infanterie-Ersatz-Bataillon 514 zugeteilt worden
sein, da er mit Meldung vom 30.08.1941 nun dem Stab des I. Bataillons im
Infanterie-Regiment 204 angehörte, wobei er dort als Kommandeur des Bataillons
eine Verwendung fand. Nachdem gegnerische Einheiten in die Hauptkampflinie,
sowie in den Rücken des Regiments eingebrochen waren, ging Buchler in der
Nacht vom 08. auf den 09.12.1941 zum Gegenangriff über und warf den Gegner aus
den eroberten Stellungen, südwestlich Kalinowo, in Richtung Norden zurück.
Daraufhin drehte er in selbstständigem Entschluss nach Osten und Süden,
säuberte noch immer bei Nacht, eine Schlucht und stellte die alte
Hauptkampflinie wieder her. Durch seinen Einsatz verhinderte Buchler das
Aufrollen des Regiments Am nächsten Tag fiel Buchler allerdings im Kampf
ostwärts des Bachmut bei Kalinovo. Beigesetzt wurde er in Troizkoje-Ost.
Für diesen Einsatz wird er jedoch zum Ritterkreuz eingereicht, welches ihm am
ß6.01.1942 posthum verliehen wird.