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44. Eichenlaubträger Ernst-Georg Buchterkirch
Oberstleutnant i. G., Panzertruppe

15.05.194019.09.193925.09.1938

Ernst-Georg Friedrich August Buchterkirch wurde am 10.09.1914 in Stolp/Pommern geboren und besuchte von 1920 bis 1824 die Grundschule, dann bis 1925 das Kant-Gymnasium in Spandau, dem bis 1928 die Lauenburgische Gelehrtenschule folgte. Buchterkirch kam dann bis 1931 an das Reform-Realgymnasium Eutin und dann bis 1935 an das Grunewald-Realgymnasium, wo er das Zeugnis der Reife erhielt.
Am 01.04.1935 trat er als Fahnenjunker dem Reiter-Regiment Potsdam bei und wurde vom 14.09.1935 bis zum 15.10.1935 zur Ausbildung nach Wünsdorf kommandiert und nach Ende der Ausbildung der I. Abteilung des Panzer-Regiments 6 zugeteilt. Vom 03.01.1936 bis zum 24.10.1936 besucht er, als Fahnenjunker-Unteroffizier, die Kriegsschule München und wird dann vom 02.11.1936 bis zum 27.02.1937 zu einem Waffenlehrgang bei der Kraftfahr-Kampftruppen-Schule kommandiert.
Zurück in seinem Regiment wird er am 20.04.1937 zum Leutnant befördert und übernimmt bis Mai 1938 den Posten eines Zugführers der 2. Kompanie. Ab Juni 1938 gehörte er zu den Offizieren zur Verfügung des Oberbefehlshabers des Heeres, die im  Rahmen der "Legion Condor" in Spanien eingesetzt wurden.
Am 08.06.1939 wird Buchterkirch, seit dem 31.05.1939 Oberleutnant, wieder dem Panzer-Regiment 6 zugeteilt, wo er im Stab der I. Abteilung Verwendung findet. Kurze Zeit später wird er Zugführer des Leichten Zuges der 2. Kompanie. Als solcher nimmt er am Polen- und Frankreich-Feldzug teil. Als Zugführer des leichten Zuges setzte er sich bei Ernage und Pont sur Seine in vorderster Linie persönlich rücksichtslos ein. So beeinflusste er am 15.05.1940 bei Ernage den Kampfverlauf entscheidend, indem sein Panzer 6 Panzer abschoss, schlug einen Gegenangriff von Marokkanern zurück und erzwang im Nachstoß den Durchbruch durch die Dyle-Stellung. Nachdem sein Panzer durch Volltreffer ausfiel und ausbrannte nahm Buchterkirch den Kampf zu Fuß auf und stellte eine Verbindung zu den Schützen des Schützen-Regiments seiner Division her. Am 21.05.1940, gelang es ihm einen eigenen Tross der im stärksten Bunkerfeuer festlag, herauszuhauen. Am 13.06.1940 gelang es ihm durch rasches Zupacken die Seine-Brücken bei Pont sur Seine zu nehmen. Drei tage später vernichtete er in den Wäldern von Saulieu weitere 5 Kampfwagen und schuf so die Vorraussetzung für die Gefangennahme starker infanteristischer Kräfte durch die eigenen Schützen. Für diesen entschiedenen Einsatz wird er zum Ritterkreuz vorgeschlagen, das ihm am 29.06.1940, als 106. Soldaten des Heeres und der Waffen-SS, verliehen wird.
Nach Ende der Kämpfe wird Buchterkirch am 01.08.1940 zum Chef der 2. Kompanie ernannt und nimmt am Einmarsch in die Sowjetunion teil. Im Zuge der Kämpfe wird er am 06.07.1941 im Wehrmachtsbericht genannt und erhält dafür am 30.08.1941 die Anerkennungsurkunde des Oberbefehlshabers des Heeres für eine Tat bei Niwische vom 22. und 24.06.1941. Am 23.06.1941 vernichtete seine Kompanie bei Buchowiecze in wenigen Minuten 12 gegnerische Panzer, dann gelang ihm am 24.06.1941 die Bildung des Brückenkopfes Minicze an der Szczara mit anschließender Verfolgung bis Filipowicze am 25.06.1941. Hier vernichtete die Kompanie 6 Panzer, 2 Panzerspähwagen, 22 Geschütze, 9 Pak, 3 Schartenstände, 5 MG´s und 2 Granatwerfer.  In den nächsten beiden Tagen wurden weitere 22 Panzer, 5 Spähwagen, 16 Geschütze und 27 Pak vernichtet. In der Folge wurde der Vorstoß bis zum 07.07.1941 bei Luki fortgesetzt. Nach Angriff auf Shlobin und am 13.07.1941 auf Grudinowka gelang der Handstreich gegen die Eisenbahnbrücke 7 Kilometer westlich Tschaussy, wobei erneut zahlreiches Material vernichtet werden konnte. Dafür wurde Buchterkirch am 30.07.1941 zum Eichenlaub eingereicht, das ihm am 31.12.1941 verliehen wurde.
Am 10.09.1941 wird er zu den Offiziers-Anwärter-Lehrgängen an der Panzertruppenschule Wünsdorf versetzt, wo er den Posten eines Kompaniechefs in der I. Abteilung des Panzer-Lehr-Regiments übernimmt. Dort wird er am 18.01.1942 zum Hauptmann befördert
Am 18.03.1942 in die Führer-Reserve versetzt und als Ia bis zum 12.06.1942 zur 23. Infanterie-Division kommandiert, wo er eine Generalstabsausbildung erhält, die er jedoch am 18.05.1942 aufgrund einer Erkrankung vorzeitig abbrechen muss.
Nach seiner Genesung erhält Buchterkirch am 15.11.1942 eine Kommandierung ins OKH zum Chef der Heeres-Rüstung und des Befehlshabers des Ersatzheeres als Gehilfe der Gruppe Ia des Stabes.
Am 15.06.1943 wird er an die Kriegsakademie versetzt und kommt am 01.10.1943 zur Einzelleistung in den Generalstab, wo er am 08.10.1943 zum Major befördert wird.
Am 01.11.1943 wird er in die Reserve versetzt unter Belassung seines Kommandos zum Generalstab. Bis zum 31.12.1943 wird er gleichzeitig zum OKH zum Chef der Heeres-Rüstung und des Befehlshabers des Ersatzheeres kommandiert.
Am 20.02.1944 erfolgte die Versetzung in den Stab des Generalinspekteurs der Panzertruppen im OKH und am 01.04.1944 die Versetzung in den Generalstab.
Am 20.08.1944 erneut in die Reserve versetzt, bekommt er gleichzeitig eine Kommandierung zum General der Panzertruppen West, der späteren 5. Panzer-Armee, wo er als Ia eingesetzt wird. Am 30.11.1944 erhält er die Versetzung zu diesem Kommando.
Am 30.03.1945 wird Buchterkirch dann wieder in die Reserve versetzt und erlebt so das Kriegsende, wobei er noch zum Oberstleutnant i.G. befördert wurde.
Ernst-Georg Buchterkirch verstarb am 17.07.1969 in Krummendeich/Stade.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker-Gefreiter 01.10.1935 Panzerkampfabzeichen der Legion Condor 25.09.1938
Fahnenjunker-Unteroffizier 01.12.1935 Medalla campagna 24.10.1938
Fähnrich 29.06.1936 - 1289 - m. Wirk. v. 01.06.1936 Cruz roja 20.05.1939
Oberfähnrich 21.10.1936 m. Wirk. v. 01.10.1936 Spanienkreuz mit Schwertern in Silber 01.08.1939
Leutnant 20.04.1937 m. Wirk. v. 01.04.1937 (626) Eisernes Kreuz II. Klasse 19.09.1939
Leutnant 20.04.1939 -2150- neues RDA v. 01.03.1937 (9a) Eisernes Kreuz I. Klasse 15.05.1940
Oberleutnant 31.05.1940 -2600- m. Wirk. v. 01.06.1939 (RDA v. 01.06.1939(156)) Panzerkampf-Abzeichen in Silber 24.05.1940
Oberleutnant 14.08.1940 -45- neues RDA v. 01.10.1938(534a) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 29.06.1940
Hauptmann 18.01.1942 -250- m. Wirk. v. 01.01.1942(185) Anerkennungsurkunde 06.07.1941
Entscheid 06.07.1941
ausgeschrieben 30.08.1941
versand 01.09.1941
Hauptmann 20.04.1943 -2410- neues RDA v. 01.03.1941(24b) 44. Eichenlaub zum Ritterkreuz 31.12.1941
Major 08.10.1943 -6410- m. RDA v. 01.09.1943(18)
Oberstleutnant i.G. ???

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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