Ernst-Georg Friedrich August Buchterkirch wurde am
10.09.1914 in Stolp/Pommern geboren und besuchte von 1920 bis 1824 die
Grundschule, dann bis 1925 das Kant-Gymnasium in Spandau, dem bis 1928 die
Lauenburgische Gelehrtenschule folgte. Buchterkirch kam dann bis 1931 an das
Reform-Realgymnasium Eutin und dann bis 1935 an das Grunewald-Realgymnasium,
wo er das Zeugnis der Reife erhielt.
Am 01.04.1935 trat er als Fahnenjunker dem Reiter-Regiment Potsdam bei und
wurde vom 14.09.1935 bis zum 15.10.1935 zur Ausbildung nach Wünsdorf
kommandiert und nach Ende der Ausbildung der I. Abteilung des Panzer-Regiments
6 zugeteilt. Vom 03.01.1936 bis zum 24.10.1936 besucht er, als
Fahnenjunker-Unteroffizier, die Kriegsschule München und wird dann vom
02.11.1936 bis zum 27.02.1937 zu einem Waffenlehrgang bei der
Kraftfahr-Kampftruppen-Schule kommandiert.
Zurück in seinem Regiment wird er am 20.04.1937 zum Leutnant befördert und
übernimmt bis Mai 1938 den Posten eines Zugführers der 2. Kompanie. Ab Juni
1938 gehörte er zu den Offizieren zur Verfügung des Oberbefehlshabers des
Heeres, die im Rahmen der "Legion Condor" in Spanien eingesetzt
wurden.
Am 08.06.1939 wird Buchterkirch, seit dem 31.05.1939 Oberleutnant, wieder dem
Panzer-Regiment 6 zugeteilt, wo er im Stab der I. Abteilung Verwendung findet.
Kurze Zeit später wird er Zugführer des Leichten Zuges der 2. Kompanie. Als
solcher nimmt er am Polen- und Frankreich-Feldzug teil. Als Zugführer des
leichten Zuges setzte er sich bei Ernage und Pont sur Seine in vorderster
Linie persönlich rücksichtslos ein. So beeinflusste er am 15.05.1940 bei
Ernage den Kampfverlauf entscheidend, indem sein Panzer 6 Panzer abschoss,
schlug einen Gegenangriff von Marokkanern zurück und erzwang im Nachstoß den
Durchbruch durch die Dyle-Stellung. Nachdem sein Panzer durch Volltreffer
ausfiel und ausbrannte nahm Buchterkirch den Kampf zu Fuß auf und stellte eine
Verbindung zu den Schützen des Schützen-Regiments seiner Division her. Am
21.05.1940, gelang es ihm einen eigenen Tross der im stärksten Bunkerfeuer
festlag, herauszuhauen. Am 13.06.1940 gelang es ihm durch rasches Zupacken die
Seine-Brücken bei Pont sur Seine zu nehmen. Drei tage später vernichtete er in
den Wäldern von Saulieu weitere 5 Kampfwagen und schuf so die Vorraussetzung
für die Gefangennahme starker infanteristischer Kräfte durch die eigenen
Schützen. Für diesen entschiedenen Einsatz wird er zum Ritterkreuz
vorgeschlagen, das ihm am 29.06.1940, als 106. Soldaten des Heeres und der
Waffen-SS, verliehen wird.
Nach Ende der Kämpfe wird Buchterkirch am 01.08.1940 zum Chef der 2. Kompanie
ernannt und nimmt am Einmarsch in die Sowjetunion teil. Im Zuge der Kämpfe
wird er am 06.07.1941 im Wehrmachtsbericht genannt und erhält dafür am
30.08.1941 die Anerkennungsurkunde des Oberbefehlshabers des Heeres für eine
Tat bei Niwische vom 22. und 24.06.1941. Am 23.06.1941 vernichtete seine
Kompanie bei Buchowiecze in wenigen Minuten 12 gegnerische Panzer, dann gelang
ihm am 24.06.1941 die Bildung des Brückenkopfes Minicze an der Szczara mit
anschließender Verfolgung bis Filipowicze am 25.06.1941. Hier vernichtete die
Kompanie 6 Panzer, 2 Panzerspähwagen, 22 Geschütze, 9 Pak, 3 Schartenstände, 5
MG´s und 2 Granatwerfer. In den nächsten beiden Tagen wurden weitere 22
Panzer, 5 Spähwagen, 16 Geschütze und 27 Pak vernichtet. In der Folge wurde
der Vorstoß bis zum 07.07.1941 bei Luki fortgesetzt. Nach Angriff auf Shlobin
und am 13.07.1941 auf Grudinowka gelang der Handstreich gegen die
Eisenbahnbrücke 7 Kilometer westlich Tschaussy, wobei erneut zahlreiches
Material vernichtet werden konnte. Dafür wurde Buchterkirch am 30.07.1941 zum
Eichenlaub eingereicht, das ihm am 31.12.1941 verliehen wurde.
Am 10.09.1941 wird er zu den Offiziers-Anwärter-Lehrgängen an der
Panzertruppenschule Wünsdorf versetzt, wo er den Posten eines Kompaniechefs in
der I. Abteilung des Panzer-Lehr-Regiments übernimmt. Dort wird er am
18.01.1942 zum Hauptmann befördert
Am 18.03.1942 in die Führer-Reserve versetzt und als Ia bis zum 12.06.1942 zur
23. Infanterie-Division kommandiert, wo er eine Generalstabsausbildung erhält,
die er jedoch am 18.05.1942 aufgrund einer Erkrankung vorzeitig abbrechen
muss.
Nach seiner Genesung erhält Buchterkirch am 15.11.1942 eine Kommandierung ins
OKH zum Chef der Heeres-Rüstung und des Befehlshabers des Ersatzheeres als
Gehilfe der Gruppe Ia des Stabes.
Am 15.06.1943 wird er an die Kriegsakademie versetzt und kommt am 01.10.1943
zur Einzelleistung in den Generalstab, wo er am 08.10.1943 zum Major befördert
wird.
Am 01.11.1943 wird er in die Reserve versetzt unter Belassung seines
Kommandos zum Generalstab. Bis zum 31.12.1943 wird er gleichzeitig zum OKH zum
Chef der Heeres-Rüstung und des Befehlshabers des Ersatzheeres kommandiert.
Am 20.02.1944 erfolgte die Versetzung in den Stab des Generalinspekteurs der
Panzertruppen im OKH und am 01.04.1944 die Versetzung in den Generalstab.
Am 20.08.1944 erneut in die Reserve versetzt, bekommt er gleichzeitig eine
Kommandierung zum General der Panzertruppen West, der späteren 5.
Panzer-Armee, wo er als Ia eingesetzt wird. Am 30.11.1944 erhält er die
Versetzung zu diesem Kommando.
Am 30.03.1945 wird Buchterkirch dann wieder in die Reserve versetzt und erlebt
so das Kriegsende, wobei er noch zum Oberstleutnant i.G. befördert wurde.
Ernst-Georg Buchterkirch verstarb am 17.07.1969 in Krummendeich/Stade.