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Ritterkreuzträger Karl-August Freiherr von Bülow
Oberst, Panzertruppe

15.05.194019.09.1939

Georg Burkhardt Karl-August Freiherr von Bülow wurde am 13.06.1904 in Kiel geboren und besuchte dann von 1909 bis 1913 die Oberrealschule seiner Stadt und anschließend bis 1915 die Oberrealschule in Steglitz. Von 1915 bis 1923 besuchte von Bülow dann das Reform-Realgymnasium in Görlitz und legte dort sein Abitur ab.
Am 01.04.1923 der 3. Eskadron des 6. Reiter-Regiments beigetreten, wird er am 01.12.1926 zur Ausbildungs-Eskadron des Regiments versetzt und vom 24.03. bis zum 14.04.1927 zur Ausbildung am Kavalleriegeschütz zum 2. Artillerie-Regiment kommandiert. Anschließend erfolgte dann vom 29.06. bis zum 02.08.1927 eine Kommandierung zur Ausbildung am Infanteriegeschütz nach Arys.
Am 01.11.1928 in die 1. Eskadron versetzt, übernimmt er am 01.04.1929 den Posten des Fürsorgeoffiziers in Pasewalk und wird schließlich am 01.12.1929 zurück in die Ausbildungs-Eskadron seines Regiments versetzt. Dabei vom 03.07. bis zum 10.08.1930 im Sport- und Erholungsurlaub in der Tschechoslowakei, nimmt er dann vom 08.10. bis zum 29.10.1930 an einem Schießlehrgang auf dem Truppenübungsplatz Döberitz teil.
Am 01.02.1932 wird von Bülow zum Adjutanten des 6. Reiter-Regiments ernannt und bekommt vom 19.03. bis zum 20.03.1934 eine Wehrkreisprüfung, bis er dann am 17.07.1934 zum Chef der 1. Schwadron im 6. Reiter-Regiment ernannt wird.
Die Stellenbesetzung des Reiter-Regiments Schwedt vom 01.10.1934 zeigt ihn innerhalb dieses Verbandes, wo er am 20.10.1934 wiederum zum Adjutanten ernannt und am 01.05.1935 in die 5. Kompanie des Kraftfahr-Lehr-Kommandos Zossen, der Wieder der deutschen Panzertruppe, versetzt wird. Die Stellenbesetzung des in Panzer-Regiment 5 umbenannten Lehr-Kommando vom 15.10.1935 zeigt ihn als Mitglied dieses Regiments an. Zu jener Zeit ist Oberstleutnant Zuckertort der Regiments-Kommandeur.
Doch schon am 06.10.1936 wechselt er in die 5. Kompanie des Panzer-Regiments 8 bzw. am 01.04.1937 als Adjutant zur 1. Panzer-Brigade nach Erfurt. Beim Sudeteneinsatz verwendet, nimmt er ab September 1939 am Polen- und Westfeldzug teil und wird am 08.10.1940 zur Verwendung als Abteilungskommandeur in das Panzer-Regiment 21 versetzt, wo er das Kommando über die III. Abteilung übernimmt. Mit seiner Abteilung nimmt er am Ostfeldzug teil, wird aber am 20.06.1942 in die Führer-Reserve des OKH versetzt und am 21.07.1942 zum Deutschen Ausbildungsstab bei der kgl. Bulgarischen Heeresleitung als Ausbildungsoffizier für die bulgarische Panzerwaffe nach Sofia, kommandiert.
Vom 16.11. bis zum 31.12.1943 erneut in der Führer-Reserve des OKH, übernimmt er mit Wirkung vom 20.12.1943 das Kommando über das Panzer-Regiment 24 der 24. Panzer-Division. Als solcher wird er am 07.06.1944 durch einen Granatsplitter am rechten Unterarm verwundet, kann aber bei der Truppe verbleiben. Von Bülow wird dabei nicht nur innerhalb der Division als hervorragender Kampfgruppenführer geschätzt, sondern auch für die mustergültige Ausbildung seines Regiments gelobt.
Am 27.07.1944 greift die gepanzerte Kampfgruppe von Bülow südlich Landshut zwischen San und Weichsel in die Flanke des Gegners an. Völlig überrascht wird dieser zerschlagen, wobei zahlreiche gegnerische Panzer abgeschossen werden konnten. Am nächsten Tag gelingt es der Kampfgruppe durch einen 8-km-Vorstoß in Richtung Bachorz am San, gegnerische Angriffsgruppen und Kolonnen, die im Vorgehen auf Wislok waren, zu zerschlagen. Am 30.07.1944 griff die Kampfgruppe von Bülow, bestehend aus der III./PzRgt. 24 und der PzAA 24, im Zusammenschluss mit der Kampfgruppe von Waldenburg den Gegner ostwärts Reichshof an und warfen ihn in Richtung Chielnik zurück. Dadurch gelang der 17. Panzer-Division der Aufbau des Brückenkopfes Reichshof. Am 23.08.1944 stößt von Bülow ostwärts Tarnow vor und nimmt die Ortschaften Roza und Borowa. Außerdem schlägt er hier den Gegner im Gegenangriff am 24. und 25.08.1944. Für diesen Abwehrerfolg wird die Division im Wehrmachtsbericht genannt. Weiterhin wird von Bülow zum Ritterkreuz eingereicht, wobei der Vorschlag am 06.12.1944 beim Heeres-Personalamt einging. Damit wird von Bülow als Oberst und Kommandeur des Panzer-Regiments 24, der 24. Panzer-Division, am 12.12.1944 das Ritterkreuz verliehen.
Zuvor war von Bülow bereits am 01.09.1944 zunächst erneut in die Führer-Reserve versetzt worden unter gleichzeitiger Kommandierung zu den Höheren Adjutanten-Lehrgängen.
Anschließend wird er am 25.09.1944 zur Einarbeitung als 1. Adjutant in den Stab des Oberkommandos der Heeresgruppe A kommandiert, wohin er dann schließlich am 04.10.1944 versetzt wird. Diesen Posten behält er auch nach der Umbenennung der Heeresgruppe in Heeresgruppe Mitte am 25.01.1945.
Am 27.02.1945 wird er als 1. Adjutant zur Heeresgruppe G versetzt und gerät schließlich im Mai 1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er 1946 wieder entlassen wird.
Karl-August Freiherr von Bülow verstarb am 11.06.1986 in Braunfels im Lahn-Dill-Kreis.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fähnrich 01.10.1925 Dienstauszeichnung III. Klasse 02.10.1936
Oberfähnrich 01.08.1926 Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 15.08.1939
Leutnant 18.12.1926 -61- m. Wirk. v. 01.12.1926 Eisernes Kreuz II. Klasse 27.09.1939
Oberleutnant 01.04.1929 (RDA v. 01.04.1929(17)) Panzerkampf-Abzeichen in Silber 28.05.1940
Rittmeister 01.12.1934 -3600- m. Wirk. v. 01.12.1934(1) Eisernes Kreuz I. Klasse 06.06.1940
Hauptmann 11.04.1935 m. Wirk. v. 01.05.1933 Deutsches Kreuz in Gold 29.11.1941
Major 17.06.1940 -3700- m. Wirk. v. 01.07.1940 (RDA v. 01.07.1940(1)) Medaille Winterschlacht im Osten 05.09.1942
Major 30.01.1942 -500- erh. neues RDA v. 01.12.1939(111a)) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 12.12.1944
Oberstleutnant 15.02.1942 -1000- m. Wirk v.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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