Georg Burkhardt Karl-August Freiherr von Bülow wurde am 13.06.1904 in Kiel
geboren und besuchte dann von 1909 bis 1913 die Oberrealschule seiner Stadt und
anschließend bis 1915 die Oberrealschule in Steglitz. Von 1915 bis 1923 besuchte
von Bülow dann das Reform-Realgymnasium in Görlitz und legte dort sein Abitur
ab.
Am 01.04.1923 der 3. Eskadron des 6. Reiter-Regiments beigetreten, wird er am
01.12.1926 zur Ausbildungs-Eskadron des Regiments versetzt und vom 24.03. bis
zum 14.04.1927 zur Ausbildung am Kavalleriegeschütz zum 2. Artillerie-Regiment
kommandiert. Anschließend erfolgte dann vom 29.06. bis zum 02.08.1927 eine
Kommandierung zur Ausbildung am Infanteriegeschütz nach Arys.
Am 01.11.1928 in die 1. Eskadron versetzt, übernimmt er am 01.04.1929 den Posten
des Fürsorgeoffiziers in Pasewalk und wird schließlich am 01.12.1929 zurück in
die Ausbildungs-Eskadron seines Regiments versetzt. Dabei vom 03.07. bis zum
10.08.1930 im Sport- und Erholungsurlaub in der Tschechoslowakei, nimmt er dann
vom 08.10. bis zum 29.10.1930 an einem Schießlehrgang auf dem Truppenübungsplatz
Döberitz teil.
Am 01.02.1932 wird von Bülow zum Adjutanten des 6. Reiter-Regiments ernannt und
bekommt vom 19.03. bis zum 20.03.1934 eine Wehrkreisprüfung, bis er dann am
17.07.1934 zum Chef der 1. Schwadron im 6. Reiter-Regiment ernannt wird.
Die Stellenbesetzung des Reiter-Regiments Schwedt vom 01.10.1934 zeigt ihn
innerhalb dieses Verbandes, wo er am 20.10.1934 wiederum zum Adjutanten ernannt
und am 01.05.1935 in die 5. Kompanie des Kraftfahr-Lehr-Kommandos Zossen, der
Wieder der deutschen Panzertruppe, versetzt wird. Die Stellenbesetzung des in
Panzer-Regiment 5 umbenannten Lehr-Kommando vom 15.10.1935 zeigt ihn als
Mitglied dieses Regiments an. Zu jener Zeit ist Oberstleutnant Zuckertort der
Regiments-Kommandeur.
Doch schon am 06.10.1936 wechselt er in die 5. Kompanie des Panzer-Regiments 8
bzw. am 01.04.1937 als Adjutant zur 1. Panzer-Brigade nach Erfurt. Beim
Sudeteneinsatz verwendet, nimmt er ab September 1939 am Polen- und Westfeldzug
teil und wird am 08.10.1940 zur Verwendung als Abteilungskommandeur in das
Panzer-Regiment 21 versetzt, wo er das Kommando über die III. Abteilung
übernimmt. Mit seiner Abteilung nimmt er am Ostfeldzug teil, wird aber am
20.06.1942 in die Führer-Reserve des OKH versetzt und am 21.07.1942 zum
Deutschen Ausbildungsstab bei der kgl. Bulgarischen Heeresleitung als
Ausbildungsoffizier für die bulgarische Panzerwaffe nach Sofia, kommandiert.
Vom 16.11. bis zum 31.12.1943 erneut in der Führer-Reserve des OKH, übernimmt er
mit Wirkung vom 20.12.1943 das Kommando über das Panzer-Regiment 24 der 24.
Panzer-Division. Als solcher wird er am 07.06.1944 durch einen Granatsplitter am
rechten Unterarm verwundet, kann aber bei der Truppe verbleiben. Von Bülow wird
dabei nicht nur innerhalb der Division als hervorragender Kampfgruppenführer
geschätzt, sondern auch für die mustergültige Ausbildung seines Regiments
gelobt.
Am 27.07.1944 greift die gepanzerte Kampfgruppe von Bülow südlich Landshut
zwischen San und Weichsel in die Flanke des Gegners an. Völlig überrascht wird
dieser zerschlagen, wobei zahlreiche gegnerische Panzer abgeschossen werden
konnten. Am nächsten Tag gelingt es der Kampfgruppe durch einen 8-km-Vorstoß in
Richtung Bachorz am San, gegnerische Angriffsgruppen und Kolonnen, die im
Vorgehen auf Wislok waren, zu zerschlagen. Am 30.07.1944 griff die Kampfgruppe
von Bülow, bestehend aus der III./PzRgt. 24 und der PzAA 24, im Zusammenschluss
mit der Kampfgruppe von Waldenburg den Gegner ostwärts Reichshof an und warfen
ihn in Richtung Chielnik zurück. Dadurch gelang der 17. Panzer-Division der
Aufbau des Brückenkopfes Reichshof. Am 23.08.1944 stößt von Bülow ostwärts
Tarnow vor und nimmt die Ortschaften Roza und Borowa. Außerdem schlägt er hier
den Gegner im Gegenangriff am 24. und 25.08.1944. Für diesen Abwehrerfolg wird
die Division im Wehrmachtsbericht genannt. Weiterhin wird von Bülow zum
Ritterkreuz eingereicht, wobei der Vorschlag am 06.12.1944 beim
Heeres-Personalamt einging. Damit wird von Bülow als Oberst und Kommandeur des
Panzer-Regiments 24, der 24. Panzer-Division, am 12.12.1944 das Ritterkreuz
verliehen.
Zuvor war von Bülow bereits am 01.09.1944 zunächst erneut in die Führer-Reserve
versetzt worden unter gleichzeitiger Kommandierung zu den Höheren
Adjutanten-Lehrgängen.
Anschließend wird er am 25.09.1944 zur Einarbeitung als 1. Adjutant in den Stab
des Oberkommandos der Heeresgruppe A kommandiert, wohin er dann schließlich am
04.10.1944 versetzt wird. Diesen Posten behält er auch nach der Umbenennung der
Heeresgruppe in Heeresgruppe Mitte am 25.01.1945.
Am 27.02.1945 wird er als 1. Adjutant zur Heeresgruppe G versetzt und gerät
schließlich im Mai 1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er 1946 wieder
entlassen wird.
Karl-August Freiherr von Bülow verstarb am 11.06.1986 in Braunfels im
Lahn-Dill-Kreis.