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Ritterkreuzträger Rudolf von Bünau
Major, Panzeraufklärer

05.10.193901.10.1939

Rudolf von Bünau wurde am 06.05.1915 in Stuttgart geboren und besuchte das Human- und Realgymnasium in Ludwigsburg und Dresden. Nach dem bestandenen Abitur trat von Bünau am 01.04.1935 als Fahnenjunker der Kraftfahr-Abteilung 5 in Stuttgart-Bad Cannstatt bei.
Von Bünau bleib seiner Abteilung bis nach Kriegsanfang 1939 treu. Zuvor in Aufklärungs-Abteilung 5 umbenannt und der 2. Panzer-Division unterstellt, übernimmt von Bünau den Posten eines Zugführers in der Panzerspäh-Kompanie der Abteilung, die vor Kriegsanfang von Major Kitschmann befehligt wurde. Chef der Kompanie war damals Rittmeister Schmelzer.
Von Bünau rückte dann mit dem 01.09.1939 ins Feld gegen Polen und erwirbt sich bereits im 1. Feldzug des 2. Weltkrieges beide Eisernen kreuze. In der Folge zum Kompaniechef ernannt, nimmt er an West-, Balkan- und Ostfeldzug teil. Im Laufe des Feldzuges gegen die Sowjetunion übernimmt von Bünau 1943 das Kommando über die neu aufgestellte Panzer-Aufklärungs-Abteilung 9 , der 9. Panzer-Division.
Während der schweren Angriffskämpfe südlich Orel, im Rahmen des Unternehmens "Zitadelle" tat sich die Abteilung unter dem Kommando von Bünaus im besonderen Masse hervor. Der Kampfgruppe Schmahl unterstellt, griff sie vor allem am 23.07.1943 entscheidend in die Kämpfe ein. Obwohl jegliche Verbindung der Kampfgruppe fehlte und der gegner bereits an beiden Flanken durchgebrochen war, verteidigte von Bünau für acht Stunden die Ortschaft Osskoje gegen durch Artillerie- und Panzerfeuer unterstütze Angriffe. Selbst mit der Waffe in der Hand riss er seine Soldaten zum Gegenangriff auf und nahm die wichtige Höhe 226, 8, die Ortschaft Piskalinka und den Kastenwald. Damit verhinderte er nicht nur einen gegnerischen Durchbruch, brachte verlorenes Gelände wieder zurück und fügte dem Gegner schwerste Verluste von mindestens 800 Feindtoten und 13 abgeschossenen schweren Panzern zu, sondern schuf auch die Voraussetzungen zum Aufbau einer neuen Abwehrfront der Kampfgruppe. Dafür erhielt von Bünau als Hauptmann und Kommandeur der Panzer-Aufklärungs-Abteilung 9 am 08.08.1943 das Ritterkreuz.
Nur sieben Tage später fällt Rudolf von Bünau, am 15.08.1943, bei Latyschi, südlich Roslwal. Am nächsten Tag begraben ihn seine Kameraden auf dem Soldatenfriedhof von Roslawl, wo er noch heute ruht. Posthum wird er noch zum Major befördert.
Sein Vater Rudolf von Bünau wurde während des 2. Weltkrieges mit dem Eichenlaub ausgezeichnet und stieg bis zum General der Infanterie auf.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker 01.04.1935 Eisernes Kreuz II. Klasse ???
Leutnant 01.04.1937 Eisernes Kreuz I. Klasse ???
Oberleutnant 01.08.1939 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 08.08.1943
Hauptmann 01.04.1942
Major m. Wirk. v. 01.08.1943 p.m.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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