766.
Eichenlaubträger Rudolf von Bünau
General der Infanterie













Rudolf von Bünau wurde am 19.08.1890 in Stuttgart
geboren und trat am 15.07.1909, als Fahnenjunker der 2. Kompanie des
Grenadier-Regiments "Königin Olga" (1. Württembergisches) Nr. 119 in
Stuttgart bei. In der Folge besucht er vom 02.02.1910 bis zum 10.10.1910 die
Kriegsschule in Hannover und wird dann am 16.11.1910 zum Leutnant befördert.
Während des Kaisermanövers von 1912 wird von Bünau zum III. Bataillon des 10.
Württembergischen Grenadier-Regiment Nr. 180 kommandiert und nimmt dann im Mai
1914 an einem vierwöchigen MG-Übungskurs an der Schießschule in Wünsdorf
teil.
Am 03.08.1914 wird von Bünau, als Führer eines beschleunigt mobilen MG-Zug
seines Grenadier-Regiments, mobilgemacht und zieht ins Aufmarschgebiet der
Westfront, wo er am 24.08.1914 verwundet wird, aber bei der Truppe verbleibt.
Am 07.09.1914 zum Führer der MG-Kompanie des Regiments ernannt, erhält er am
22.03.1915 die Beförderung zum Oberleutnant. Doch bereits am 28.03.1915
erkrankt von Bünau schwer und wird aufgrund einer Blinddarmentzündung
operiert. Nach seiner Genesung kehrt er zum Ersatz-Bataillon des Regiments
zurück, wo er am 22.07.1915 Ausbilder in der 1. Ersatz-MG-Kompanie des XIII.
Armeekorps, auf dem Truppenübungsplatz Münsingen, wird.
Mit Wirkung zum 09.09.1915, wird er am 03.08.1915 zum Führer der MG-Kompanie
des Reserve-Infanterie-Regiments 120 ernannt, kommt am 01.10.1916 als
MG-Offizier in den Stab des Regiments und übernimmt dann die Führung eines
Bataillons des Regiments.
Am 03.10.1917 wird er als stellvertretender Adjutant zur 407.
(Württembergischen) Infanterie-Brigade kommandiert, wo er am 03.10.1917 den
Posten des Adjutanten übernimmt und so am 22.03.1918 zum Hauptmann befördert
wird.
Mit dem Waffenstillstand wird von Bünau am 12.11.1918 bis zum 20.12.1918 zum
Stab des Generalkommandos des XIII. Armeekorps kommandiert, wo er an der
Räumung der besetzten Gebiete und für den Marsch in die Heimat beteiligt ist.
Am 21.02.1919 wird er ins Württembergische Kriegsministerium kommandiert, das
er mithilft abzuwickeln und nimmt dabei an einer Unternehmung gegen die
Aufständischen im Westfälischen Industriegebiet teil.
Am 01.07.1919 wird er MG-Offizier beim Stabe und Kommandant des Stabsquartiers
der (Württembergischen) Reichswehr-Brigade 13. Mit Abschluss seiner dortigen
Tätigkeiten kommt er vom 01.10.1919 bis zum 31.10.1919 zum Württembergischen
Landeskommandanten und dann in den Stab der Reichswehr-Brigade 13 zu wechseln.
Mit Wirkung zum 01.10.1920 wird er am 27.09.1920 MG-Offizier beim Stabe des
Reichswehr-Infanterie-Regiments 25, bzw. ab dem 01.01.1921 im Stab des 13.
(Württembergischen) Infanterie-Regiments.
Vom 26.01.1921 bis zum 31.05.1921 ist er als stellvertretender Adjutant zum
Infanterieführer V kommandiert worden und nimmt vom 18.10.1921 bis zum
04.11.1921 an einem Lehrgang in indirekten Schießen und Fliegerbeschuss mit
sMG auf dem Truppenübungsplatz Münsingen teil. Nach einer
Wehrkreis-Übungsreise vom 16.05.1922 bis zum 31.05.1922 und einem weiteren
Schießlehrgang auf dem Truppenübungsplatz Münsingen, vom 07.03.1924 bis zum
14.03.1924, wird er am 07.04.1924 Chef der 8. Kompanie des 13.
(Württembergischen) Infanterie-Regiments.
Nach einem MG-Lehrgang in Münsingen, wird von Bünau am 26.01.1927 Führer des
II. Bataillons und begibt sich vom 15.06.1927 bis zum 19.05.1928 auf zwei
Reisen. Zum einem im Wehrkreis und zum Anderen durch die Inspektion T4 des
Reichswehr-Ministeriums.
Mit Wirkung vom 19.12.1928 bis zum 01.07.1933 wird er als Taktiklehrer an die
Infanterieschule nach Dresden kommandiert. Am 01.06.1933 wird die
Kommandierung aufgehoben und von Bünau kommt stattdessen zur Kommandantur
Dresden.
Am 31.08.1933 wird er mit Wirkung zum 01.10.1933 Kommandeur des III. (Jäger)
Bataillons des 13 (Württembergischen) Infanterie-Regiment in Ulm a. d. Donau.
Hier wird er am 01.07.1934 zum Oberstleutnant befördert.
Am 01.10.1934 ist er Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments
Tübingen und erhält am 15.10.1935 den Posten des Leiters des Lehrgangs A an
der Kriegsschule Dresden, wo er am 02.08.1936 zum Obersten befördert wird.
Mit Kommandierung zum Infanterie-Regiment 133. am 29.10.1938, wird er am
10.11.1938 dessen Kommandeur und führt es im Polen- und Frankreichfeldzug an.
Beim Übergang über Aisne und den Kanal am 09.06.1940, im Raum südostwärts
Laon, war das Infanterieregiment 133 unter starken Verlusten am weitesten nach
Süden innerhalb des Korps vorwärts gekommen und hat hierdurch die
Voraussetzungen für den Übergang der 45. Infanteriedivision geschaffen.
Dieser große Erfolg des Regiments ist in erster Linie dem tapferen, für das
ganze Regiment vorbildlichen Verhalten des Oberst von Bünau zu danken.
Bünau führte in vorderster Linie beim Schwerpunkts-Bataillon den Übergang über
die Aisne und beteiligte sich persönlich mit der Handgranate in der Hand im
Kampf gegen Hecken- und Baumschützen bei der Säuberung der Insel zwischen
Aisne und Kanal. Für sein Kommando erhielt von Bünau am 15.08.1940 als Oberst
und Kommandeur des Infanterie-Regiments 133 das Ritterkreuz des Eisernen
Kreuzes. Bereits am 17.08.1940 folgte die Beförderung zum Generalmajor.
Am 20.10.1940 wird er mit Wirkung zum 25.10.1940 Kommandeur der Division Nr.
177 im Wehrkreis-Kommando XVII Wien.
Kurz vor Beginn des Ostfeldzuges wird er mit Wirkung vom 04.06.1940 in die
Führerreserve des OKH versetzt und erhält gleichzeitig damit seine
Kommandierung zum Arbeitsstab der Offiziers-Kriegsschule Bonn, dessen Leiter
von Bünau wird.
Am 30.10.1941 wird er in den Stab der 73. Infanteriedivision kommandiert,
deren Führung er am 01.11.1941 übernimmt. Mit Wirkung vom 01.01.1942 übernimmt
er das Kommando über die Division. Die Beförderung zum Generalleutnant
erfolgte am 15.08.1942. Ein eingereichter Eichenlaubvorschlag, wird am
16.09.1942 abgelehnt.
Im Herbst 1943 verliert von Bünau seine beiden Söhne Hauptmann Rudolf von
Bünau (Ritterkreuzträger) und den Träger des Deutschen Kreuzes in Gold
Oberleutnant Günther von Bünau.
Mit Wirkung vom 07.09.1943 wird der Generalleutnant in die Führerreserve
versetzt, kommt er ab dem 22.11.1943 zur Heeresgruppe Süd, um dort als
Stellvertreter für beurlaubte und erkrankte Generale Verwendung zu finden.
Am 27.11.1943 übernimmt er so die Führung des XXXXVII. Panzerkorps.
Vom 05.01.1944 bis zum 25.01.1944 nimmt er an einem Lehrgang für
Kommandierende Generale und Korps-Chefs in Döberitz teil und übernimmt dann
wieder einen Stellvertreterposten bei der HG Süd. Dort wird er Führer des LII.
Armeekorps. Es folgen dann die Posten des Kommandierenden Generals des XI.
Armeekorps bzw. der Korps-Abteilung B.
In den Kämpfen um das oberschlesische Industriegebiet erzielten die Sowjets im
Februar/März 1945 einen tiefen Einbruch in die Front des von General von Bünau
geführten XI. Armeekorps.
Durch erfolgreiche Gegenangriffe gelang es dem Kommandierenden General die
Feinde solange aufzuhalten, bis er in wendiger Führung die Voraussetzungen für
das Zurückkämpfen seiner noch im Industriegebiet stehenden Kräfte geschaffen
und südwestlich davon eine neue Front aufgebaut hatte.
Die Sowjets verloren in 14 Tagen vor dem Korps Bünau 129 Panzer, 73 Geschütze
und über 4000 Mann. Dafür erhält von Bünau am 05.03.1945 das Eichenlaub zum
Ritterkreuz.
Nachdem er am 13.03.1945 wieder zur Führerreserve kommt, wird er am 03.04.1945
Kommandeur des Verteidigungsbereiches Wien und ab dem 16.04.1945 Führer des
Generalkommandos von Bünau. So gerät er am 08.05.1945 in amerikanische
Gefangenschaft, aus der er am 09.04.1947 entlassen wird.
Nach dem Krieg engagiert sich von Bünau aktiv im Johanniter-Orden. Bei einer
Tagung des Ordens in Bad Boll kommt es bei der Rückfahrt am 14.01.1962
unmittelbar an der
Ortsausfahrt Kirchheim/Teck zu einem Verkehrsunfall, bei dem von Bünau und
seine Frau schwer verletzt werden. Rudolf von Brünau stirbt kurze Zeit später
und wird am 18.01.1962 in Stuttgart beigesetzt.
Sein Sohn Rudolf von Bünau erhielt als Hauptmann und Kommandeur der
Panzer-Aufklärungs-Abteilung 9 am 08.08.1943 ebenfalls das Ritterkreuz. Er
fiel am 15.08.1943 südlich Roslawl.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Unteroffizier |
15.12.1909 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
09.09.1914 |
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Fähnrich |
22.03.1910 m. Patent v. 22.03.1910 Kk |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
14.11.1914 |
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Leutnant |
16.11.1910 m. Patent v. 20.11.1908 Ee |
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Ritterkreuz des Kgl. Württemb. Militär-Verdienst-Orden |
24.12.1914 |
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Oberleutnant |
22.03.1915 m. Patent v. 22.03.1915 U45u |
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Ritterkreuz I. Klasse des Kgl. Württemb. Friedrich-Ordens mit Schwertern |
15.06.1918 |
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Hauptmann |
22.03.1918 m. Patent v. 22.03.1918 Nn |
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Ehrenritter des Johanniter-Ordens |
15.07.1925 |
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Hauptmann |
01.02.1922 -134- erh. RDA v. 22.03.1918(5) |
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Ehrenkreuz für Frontkämpfer |
15.01.1935 |
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Major |
01.02.1931 -300- m. Wirk. v. 01.02.1931 (RDA v. 01.02.1931(33)) |
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Dienstauszeichnung I. Klasse |
02.10.1936 |
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Oberstleutnant |
01.07.1934 -1800- m. Wirk. v. 01.07.1934 (RDA v. 01.07.1934(19)) |
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Ungar. Kriegs-Erinnerungs-Medaille mit Schwertern |
04.05.1937 |
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Oberst |
02.08.1936 -3900- m. Wirk. v. 01.08.1936 (RDA v. 01.08.1936(27)) |
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Österr. Kriegs-Erinnerungs-Medaille mit Schwertern |
31.05.1937 |
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Generalmajor |
17.08.1940 -50- m. Wirk. v. 01.09.1940 (RDA v. 01.09.1940(2)) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
01.10.1939 |
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Generalleutnant |
15.08.1942 - 5650- m. Wirk. v. 01.09.1942 (RDA v. 01.09.1942(1)) |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
05.10.1939 |
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General der Infanterie |
20.05.1944 -2610- m. Wirk. v. 01.05.1944 (RDA v. 01.05.1944(2)) |
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Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 mit Spange "Prager Burg" |
01.11.1939 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
15.08.1940 |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
01.08.1942 |
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Ärmelschild Krim |
15.09.1942 |
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Deutsches Kreuz in Gold |
23.01.1943 |
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Rumänische Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" |
19.03.1943 |
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Rumänischer Orden "Michael der Tapfere" III. Klasse |
19.03.1943 |
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Mittelkreuz des Kgl. Ungarischen Verdienstordens am Kriegsbande mit
Schwertern und Stern |
12.07.1944 |
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Ärmelschild Kuban |
01.10.1944 |
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766. Eichenlaub zum Ritterkreuz |
05.03.1945 |
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Rechtsritter des Johanniter-Ordens |
08.02.1950 |
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Kommendator des Johanniter-Ordens |
00.00.1952 |