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Ritterkreuzträger Otto Bürger
Hauptmann, Panzergrenadiere

05.10.193901.10.1939

Alfred Friedrich Otto Bürger wurde am 06.08.1921 in Finsterwalde im Kreis Luckau geboren und trat am 15.06.1940 der 2. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 8 in Frankfurt/oder bei. Nach seiner militärischen Grundausbildung wird er am 05.10.1940 in das Infanterie-Regiment 309 versetzt und dort ab dem 17.10.1940 als MG-Schütze und später als Gruppenführer der 6. Kompanie zugeteilt. Im Rahmen der 208. Infanterie-Division wird Bürgers Regiment als Besatzungstruppe im Raum Calais-Boulogne verwendet, bis er vom 09.04. bis zum 04.07.1941 ein Studium an der Ingenieurs-Offiziers-Akademie zu Groß-Glienicke, in der 2. Fahnenjunker-Inspektion aufnimmt.
Mit Ende dieser Kommandierung wird er am 05.07.1941 der Genesenden-Kompanie des Schützen-Reserve-Bataillons 12 zugeteilt und am 15.01.1941 als Gruppenführer der 2. Kompanie des Schützen-Regiments 33, der 4. Panzer-Division, der  zugewiesen. Damit nimmt Bürger am Ostfeldzug teil, kehrt aber vom 16.10.1941 bis zum 03.08.1942 zum Zwecke seines Studiums in die 2. Fahnenjunker-Inspektion der Ingenieurs-Offiziers-Akademie zu Groß-Glienicke zurück.
Anschließend kommt Bürger mit dem 04.08.1942 als Zugführer in die 2. Kompanie des Infanterie-Regiments 35 (mot.), der 25. Infanterie-Division (mot.), um aber vom 25.10.1942 bis zum 11.01.1943 wieder an die Akademie nach Groß-Glienicke kommandiert zu werden.
Ab dem 12.01.1943 gehörte Bürger dann als Zugführer der 2. Kompanie im Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 8 (mot.) an und besucht vom 21.01. bis zum 07.04.1943 den 12. Offiziers-Anwärter-Lehrgang der Lehrgruppe III, in der 10. Inspektion an der Schule für Schnelle Truppen in Krampnitz. Anschließend findet er ab dem 08.04.1943 als Zugführer im Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 8 (mot.) erneut eine Verwendung, um vom 01.05. bis zum 23.07.1943 am 2. Offiziers-Lehrgang der Lehrgruppe I des Offiziers-Lehrgang der Panzertruppe in Zossen teilzunehmen.
Ab dem 24.07.1943 übernimmt Bürger den Posten eines Zugführers im Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 3 und wird am 26.08.1943 der Führer-Reserve der Heeresgruppe Süd zugeteilt. Von dort wird er am 07.09.1943 als Zugführer in das I. Bataillon des Panzergrenadier-Regiments 3, der 3. Panzer-Division, zugewiesen. In diesem Bataillon wird er am 06.10.1943 zum Ordonnanz-Offizier ernannt und übernimmt dann vom 19.10. bis zum 21.10.1943 die Führung einer Kompanie im Bataillon. Dabei wird er am 21.10.1943 leicht an der rechten Hand und im Gesicht verwundet, weshalb er bis zum 01.12.1943 in ein Lazarett verlegt wird, bzw. Heimaturlaub erhält.
Nach seiner Genesung wird er dem Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 3 zugeteilt und dort zum Fähnrichsvater bestimmt, bis er am 16.01.1944 erneut der Führer-Reserve der Heeresgruppe Süd zur Verfügung gestellt wird. Damit kehrt er dann am 29.01.1944 als Ordonnanz-Offizier wieder zum I. Bataillon des Panzergrenadier-Regiments 3 zurück, übernimmt vom 04.02. bis zum 18.03.1944 erneut die Führung einer Kompanie im I. Bataillon und wird schließlich am 19.03.1944 als Ordonnanz-Offizier in den Stab des Regiments versetzt.
Am 11.04.1944 wird er zum Zugführer in der 1. Kompanie des Regiments ernannt, wobei er vom 28.08. bis zum 30.11.1944 die Führung der Kompanie übernimmt. Dabei wird er am 11.10.1944 durch einen Granatsplitter am Kopf leicht verwundet, kann aber bei der Truppe verbleiben, um schließlich am 01.12.1944 zum Chef der 1. Kompanie ernannt zu werden. Als solcher wird er am 21.12.1944 erneut leicht verwundet, als ihn ein Panzerbüchsen-Schuß am Kopf traf.
Im Rahmen des IV. SS-Panzer-Korps beginnen am 18.01.1945 auch für die 3. Panzer-Division die letzten offensiven Angriffskämpfe am Plattensee in Ungarn. Dabei umging das I. Bataillon, weit ausholend, einen gegnerischen Pakriegel, wobei dann die 1. Kompanie unter Oberleutnant Bürger diese Stellung von der Flanke her aufrollte. Die Bedienungen und Geschütze wurden außer Gefecht gesetzt und somit die gegnerische Hauptkampflinie durchbrochen. Über Deg, Sarbogard und Hercegfalva erreichten die Angriffsspitzen die Industriestadt Dunapentele. Längsseits der Donau, auf der Budapester Strasse gingen die Einheiten weiter nach Norden vor. Dabei gelang es der 1. Kompanie am 21.01.1945 den Ort Adony im Sturm zu nehmen. Für die erfolgreichen Angriffskämpfe dieser drei Tage wird Bürger am 25.01.1945 zum Ritterkreuz vorgeschlagen.
Am nächsten Tag, dem 26.01.1945, wird er allerdings durch ein Infanteriegeschoß schwer an der rechten Hüfte verwundet und auf einen Hauptverbandsplatz bzw. in ein Lazarett verlegt. Wann seine Genesung erfolgte ist unklar. Zumindest wird ihm am 14.04.1945, als Oberleutnant und Chef der 1. Kompanie im Panzergrenadier-Regiment 3 das Ritterkreuz verleihen.
Der Divisionschronik der 3. Panzer-Division zufolge, übernahm Bürger, wieder genesen, Mitte April 1945 als letzter Kommandeur das Kommando über das I. Bataillon des Panzergrenadier-Regiments 3.
Otto Bürger verstarb am 02.04.2006.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1941 Eisernes Kreuz II. Klasse 24.10.1943
Unteroffizier 01.04.1941 Verwundetenabzeichen in Schwarz 16.11.1943
Fahnenjunker 01.06.1941 (ernannt) Panzerkampfabzeichen in Bronze 20.04.1944
Fahnenjunker-Feldwebel 01.10.1941 Eisernes Kreuz I. Klasse 19.10.1944
Leutnant 07.04.1943 -2090- m. Wirk. v. 01.04.1943 (RDA v. 01.02.1943(1484)) Verwundetenabzeichen in Silber 15.01.1945
Leutnant 30.04.1944 -2511- erh. neues RDA v. 01.04.1941(2364a) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 14.04.1945
Oberleutnant 15.08.1944 -5100- m. Wirk. v. 01.06.1944 (RDA v. 01.02.1944(157a))
Hauptmann 16.03.1945 m. Wirk. v. 01.03.1945

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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