Alfred Friedrich Otto Bürger wurde am 06.08.1921 in Finsterwalde im Kreis
Luckau geboren und trat am 15.06.1940 der 2. Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 8 in Frankfurt/oder bei. Nach seiner
militärischen Grundausbildung wird er am 05.10.1940 in das Infanterie-Regiment
309 versetzt und dort ab dem 17.10.1940 als MG-Schütze und später als
Gruppenführer der 6. Kompanie zugeteilt. Im Rahmen der
208. Infanterie-Division wird Bürgers Regiment als Besatzungstruppe im
Raum Calais-Boulogne verwendet, bis er vom
09.04. bis zum 04.07.1941 ein Studium an der Ingenieurs-Offiziers-Akademie zu
Groß-Glienicke, in der 2. Fahnenjunker-Inspektion aufnimmt.
Mit Ende dieser Kommandierung wird er am 05.07.1941 der Genesenden-Kompanie
des Schützen-Reserve-Bataillons 12 zugeteilt und am 15.01.1941 als
Gruppenführer der 2. Kompanie des Schützen-Regiments 33, der
4. Panzer-Division, der zugewiesen. Damit nimmt Bürger am Ostfeldzug
teil, kehrt aber vom 16.10.1941 bis zum 03.08.1942 zum Zwecke seines Studiums
in die 2. Fahnenjunker-Inspektion der Ingenieurs-Offiziers-Akademie zu
Groß-Glienicke zurück.
Anschließend kommt Bürger mit dem 04.08.1942 als Zugführer in die 2. Kompanie
des Infanterie-Regiments 35 (mot.), der 25. Infanterie-Division (mot.), um
aber vom 25.10.1942 bis zum 11.01.1943 wieder an die Akademie nach
Groß-Glienicke kommandiert zu werden.
Ab dem 12.01.1943 gehörte Bürger dann als Zugführer der 2. Kompanie im
Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 8 (mot.) an und besucht vom 21.01. bis zum
07.04.1943 den 12. Offiziers-Anwärter-Lehrgang der Lehrgruppe III, in der 10.
Inspektion an der Schule für Schnelle Truppen in Krampnitz. Anschließend
findet er ab dem 08.04.1943 als Zugführer im Grenadier-Ersatz- und
Ausbildungs-Bataillon 8 (mot.) erneut eine Verwendung, um vom 01.05. bis zum
23.07.1943 am 2. Offiziers-Lehrgang der Lehrgruppe I des Offiziers-Lehrgang
der Panzertruppe in Zossen teilzunehmen.
Ab dem 24.07.1943 übernimmt Bürger den Posten eines Zugführers im
Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 3 und wird am 26.08.1943 der Führer-Reserve
der Heeresgruppe Süd zugeteilt. Von dort wird er am 07.09.1943 als Zugführer
in das I. Bataillon des Panzergrenadier-Regiments 3, der
3. Panzer-Division, zugewiesen. In diesem Bataillon wird er am 06.10.1943
zum Ordonnanz-Offizier ernannt und übernimmt dann vom 19.10. bis zum
21.10.1943 die Führung einer Kompanie im Bataillon. Dabei wird er am
21.10.1943 leicht an der rechten Hand und im Gesicht verwundet, weshalb er bis
zum 01.12.1943 in ein Lazarett verlegt wird, bzw. Heimaturlaub erhält.
Nach seiner Genesung wird er dem Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 3 zugeteilt
und dort zum Fähnrichsvater bestimmt, bis er am 16.01.1944 erneut der
Führer-Reserve der Heeresgruppe Süd zur Verfügung gestellt wird. Damit kehrt
er dann am 29.01.1944 als Ordonnanz-Offizier wieder zum I. Bataillon des
Panzergrenadier-Regiments 3 zurück, übernimmt vom 04.02. bis zum 18.03.1944
erneut die Führung einer Kompanie im I. Bataillon und wird schließlich am
19.03.1944 als Ordonnanz-Offizier in den Stab des Regiments versetzt.
Am 11.04.1944 wird er zum Zugführer in der 1. Kompanie des Regiments ernannt,
wobei er vom 28.08. bis zum 30.11.1944 die Führung der Kompanie übernimmt.
Dabei wird er am 11.10.1944 durch einen Granatsplitter am Kopf leicht
verwundet, kann aber bei der Truppe verbleiben, um schließlich am 01.12.1944
zum Chef der 1. Kompanie ernannt zu werden. Als solcher wird er am 21.12.1944
erneut leicht verwundet, als ihn ein Panzerbüchsen-Schuß am Kopf traf.
Im Rahmen des IV. SS-Panzer-Korps beginnen am 18.01.1945 auch für die 3.
Panzer-Division die letzten offensiven Angriffskämpfe am Plattensee in Ungarn.
Dabei umging das I. Bataillon, weit ausholend, einen gegnerischen Pakriegel,
wobei dann die 1. Kompanie unter Oberleutnant Bürger diese Stellung von der
Flanke her aufrollte. Die Bedienungen und Geschütze wurden außer Gefecht
gesetzt und somit die gegnerische Hauptkampflinie durchbrochen. Über Deg,
Sarbogard und Hercegfalva erreichten die Angriffsspitzen die Industriestadt
Dunapentele. Längsseits der Donau, auf der Budapester Strasse gingen die
Einheiten weiter nach Norden vor. Dabei gelang es der 1. Kompanie am
21.01.1945 den Ort Adony im Sturm zu nehmen. Für die erfolgreichen
Angriffskämpfe dieser drei Tage wird Bürger am 25.01.1945 zum Ritterkreuz
vorgeschlagen.
Am nächsten Tag, dem 26.01.1945, wird er allerdings durch ein
Infanteriegeschoß schwer an der rechten Hüfte verwundet und auf einen
Hauptverbandsplatz bzw. in ein Lazarett verlegt. Wann seine Genesung erfolgte
ist unklar. Zumindest wird ihm am 14.04.1945, als Oberleutnant und Chef der 1.
Kompanie im Panzergrenadier-Regiment 3 das Ritterkreuz verleihen.
Der Divisionschronik der 3. Panzer-Division zufolge, übernahm Bürger, wieder
genesen, Mitte April 1945 als letzter Kommandeur das Kommando über das I.
Bataillon des Panzergrenadier-Regiments 3.
Otto Bürger verstarb am 02.04.2006.