Thomas Bürger wurde am 11.12.1909 in Weiglham im Kreis Wasserburg am Inn in
Oberbayern geboren und trat am 01.10.1929 dem A-Bataillon des 20.
(Bayerischen) Infanterie-Regiment bei. Nach dortiger Grundausbildung erfolgte
dann mit dem 01.04.1920 die Versetzung in die 12. Kompanie, sowie am
01.10.1934, im Zuge der Umbenennung in Infanterie-Regiment Regensburg, in die
18. Kompanie.
Nach erneuter Umbenennung in Infanterie-Regiment 62, gehörte Bürger ab dem
15.10.1935 der 4. Kompanie an, wechselte aber am 12.10.1937 in die 4. Kompanie
des Infanterie-Regiments 36.
Mit Beginn des Angriffes auf Polen, wird Bürger im Rahmen seines Regiments in
der Saarpfalz eingesetzt und wechselt mit Meldung vom 12.10.1939 in die 4.
(MG) Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 36. Von dort wird er dann am
09.02.1940 als Chef der 12. Kompanie in das Infanterie-Regiment 528 versetzt
und nimmt so am West-Feldzug, sowie an den ersten Kämpfen des Feldzuges gegen
die Sowjetunion teil. Während des Westfeldzuges wird er vom 09.06.1940 bis zum
Ende der Kämpfe vorübergehend mit der Führung des III. Bataillons betraut,
wobei er diesen Posten erneut am 30.06.1941 übernimmt. Im Zuge der Führung des
Bataillons wird ihm am 17.08.1941, als Bataillonsführer und Oberleutnant die
Anerkennungsurkunde verliehen, anlässlich einer Tat vom 12.07.1941 bei
Andrzejewicze.
Für die schweren Winterkämpfe der
299. Infanterie-Division und des Infanterie-Regiments 528 im Raum Kursk
wird Bürger am 14.11.1941 zur Verleihung des Deutschen kreuzes in Gold
vorgeschlagen. Diesem Vorschlag wird allerdings nicht entsprochen.
Im Zuge der weiteren schweren Abwehrkämpfe im Raum östlich Orel, wird Thomas
Bürger am 18.03.1942, als seit dem 22.02.1942 bei Wolobujewka, ca. 28km
nördlich Belgorod, vermisst gemeldet. Später scheint er dennoch tot geborgen
worden zu sein, da er durch die eigene Truppe beigesetzt wurde.
Für seine Erfolge wurde er als Oberleutnant und Führer des III. Bataillons im
Infanterie-Regiment 528, am 04.03.1942, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Bürger war in den Abwehrkämpfen ab dem 17.02.1942 im Raum Wolobujewka die
Seele des Widerstandes. Bürger hielt den Angriffen zweier gegnerischer
Division stand, obwohl er nachdem bereits nördlich und südlich der Gegner
durchgebrochen war. Bürger und sein Bataillon hielten die völlig
abgeschnittene Ortschaft bis zum 21.02.1942 und zogen sich dann mglw. zurück,
wobei Bürger im Kampf fiel.
Angeblich wurde er noch am 01.08.1943 posthum zum Major befördert. doch dafür
liegen keiner gesicherten Informationen vor.