Wilhelm Büsing wurde am 16.11.1901 in Strückhausen bei Oldenburg geboren
und trat laut Meldung vom 26.08.1939 der 1. Kompanie des
Landes-Schützen-Bataillon XIII/X bei. Er nahm so am Polen- und West-Feldzug
teil und besuchte im Februar 1941 einen Reserve-Offiziers-Anwärter-Lehrgang in
Maria ter Heide. Bereits im April 1940 war das Bataillon in
Landes-Schützen-Bataillon 663 umbenannt worden.
Am 11.05.1941 wird das Bataillon der 403. Sicherungs-Division im Rahmen der
Heeresgruppe Mitte unterstellt und nimmt so am Ostfeldzug teil. Dort kommt es
u.a. im Raum Welikije Luki und Toropez zum Einsatz. Mit dem 12.02.1942
wechselt das Bataillon in das Unterstellungsverhältnis zur 201.
Sicherungs-Brigade bzw. später Division. Mit dem 01.06.1942 erfolgte dann auch
die Umbenennung das Bataillons in Sicherungs-Bataillon 663.
Mit Meldung vom 06.08.1941 wechselt Büsing in die 2. Kompanie seines
Bataillons und mit Meldung vom 13.10.1942 in die 3. Kompanie.
Laut einer Meldung vom 26.05.1943 wechselt er dann in die 4. Kompanie des
Sicherungs-Bataillons 591 und von dort, nach Einsätzen u.a. im Raum Wilkomir,
laut einer Meldung vom 01.08.1944 in den Stab der Regiments-Gruppe 456. Diese
bestand aus den Resten des Grenadier-Regiments 456, welches im Raum Witebsk
zerschlagen wurde. Büsing wird dort der 2. Kompanie zugeteilt, kehrt aber mit
Meldung vom 24.08.1944 wieder in den Stab der Gruppe zurück, um dann mit
Meldung vom 12.10.1944 in den Stab des II. Bataillons im Grenadier-Regiment
280, der
95. Infanterie-Division, versetzt zu werden. Welche Dienststellung er dort
übernahm ist unklar, eine Führerschaft des Bataillons scheint aber möglich.
Mit Meldung vom 23.11.1944 wechselt Büsing in den Stab des I. Bataillons des
Regiments und übernimmt dort dessen Führung.
Nachdem die 95. Infanterie-Division sich von Memel zurückziehend bei Bledau,
südostwärts Cranz, in die Kämpfe eingriff, griff sie u.a. die Ortschaft
Thierenberg an und wurde dabei in besonders schwere Kämpfe verwickelt. Am
Morgen des 02.07.1945 stürmten die Grenadiere die Ortschaft und stellten etwas
weiter südlich der Stadt die Verbindung zur 3. Panzer-Armee her, womit der
Westteil des Samlandes entsetzt wurde. Bei den Kämpfen im Raum Auerhof,
nordostwärts Thierenbergs, zeichnete sich Büsing im besonderen Masse aus und
erhielt dafür am 28.02.1945 als Hauptmann der Reserve und Führer des I.
Bataillons im Grenadier-Regiments 280 das Ritterkreuz. Die Verleihung der
Auszeichnung erfolgte am 05.03.1945 in Weidehnen durch den Adjutanten der 95.
Infanterie-Division Eichenlaubträger Major Othmar Pollmann, im Beisein des
Kommandeurs der Division.
Kurz darauf, fällt Wilhelm Büsing am 16.04.1945 bei Tiberg im Samland, im
Kampf. Nach Angaben des Volksbundes verstarb er im April 1945 ebenfalls im
Raum Tierenberg.