Franz Büttner wurde am 24.12.1924 in Bochum-Querenburg geboren und trat am
14.10.1942 der Stamm-Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 37 in Osnabrück
bei, wechselte aber bereits am 26.10.1942 in die 2. Schützen-Kompanie des
Bataillons, dies scheint aber an diesem Tag nur eine Zwischenstation gewesen
zu sein, denn mit Meldung ebenfalls vom 26.10.1942 erfolgte die Versetzung
Büttners in die 5. Kompanie des Grenadier-Regiments 67 der
23. Infanterie-Division.
Mit Meldung vom 22.09.1943 erfolgte dann seine Versetzung in die 7. Kompanie
des Regiments. Während der Kämpfe der Kompanie wird Büttner am 03.12.1943 am
linken Oberschenkel, sowie am rechten Unterschenkel verwundet und in das
Kriegslazarett 928 verlegt. Dabei wird er dem Grenadier-Ersatz-Bataillon 67
bis zu seiner Genesung unterstellt. Ab dem 11.02.1944 befindet er sich dort in
der Genesenden-Kompanie und ab dem 08.03.1944 in der Stamm-Kompanie.
Nach seiner Gesundung wird er am 09.04.1944 der Marsch-Kompanie des Bataillons
zugeteilt und kommt somit am 14.04.1944 in die Genesenden-Marsch-Kompanie
III/23/13 nach Potsdam. Mit dieser wird er schließlich am 18.05.1944 wieder
seiner 7. Kompanie des Grenadier-Regiments 67 zugewiesen.
Es folgen nun zunächst schwere Abwehrkämpfe bei Ssebesh und im Raum Opotschka
und ab September 1944 der Einsatz auf den Baltischen Inseln und dabei vor
allem auf Ösel, nördlich Blum und der Halbinsel Sworbe. Dort kam es ab Morgen
des 18.11.1944 zu schweren Kämpfen. Zunächst gab es keinerlei Meldungen durch
das GR 67. Später wird deutlich wie schwer das Regiment getroffen wurde.
Gegenangriffe von Reserve-Kompanien stießen direkt in gegnerische
Panzernagriffe und wurden voll abgeschlagen. Ein Rücknahme des II./GR 67 wurde
abgelehnt, da man beabsichtigte die Rückhaltestellungen zu halten. Auch die
VB`s des AR 23 hatten keinerlei Kontakt mehr zu ihren Batterien. Lediglich die
Verbindung zum II./GR 67 bestand noch. Zwar verteidigt sich der Gefechtsstand
des II./GR 67, doch ist er bereits an beiden Flanken umgangen und der Gegner
bis kurz vor die Stellungen des AR 23 vorgedrungen. Ein Gegenangriff des GR
386 am linken Flügel sollte die Verbindung zum Bataillon herstellen. Doch bis
21.00 Uhr stellt sich heraus, das das Regiment nicht mehr in der Lage war
weiter vorzustoßen. In der Nacht ziehen sich dann die Reste des II-.
Bataillons zurück und werden an der Straßengabel bei Loupollu zusammen mit der
I./Marine-Flakabteilung 239 eingesetzt. Diese Einheiten erhielten den Auftrag
nach Norden auf Laomardi vorzustoßen um dort eine Bereitstellung des Gegners
zu zerschlagen und somit das Vorwärtskommen der westlich der Weststraße
eingesetzten eigenen Truppen zu erleichtern. Doch zum Angriff kommt es nicht,
da das Bataillon selbst aus dem Angriffsraum heraus angegriffen wird. Vom 21.
bis 23.11.1944 wird das Regiment im so genannten Torkenhof-Riegel eingesetzt
und zwar östlich von Türju, womit das Regiment den äußersten linken Flügel
dieser Verteidigungslinie stellt. In der Nacht vom 23. auf den 24.11.1944
werden dann die letzten Verteidiger ausgeschifft. Bei den Kämpfen auf dieser
Halbinsel zeichnete sich Büttner im besonderen Maße aus und wird,
zusammen mit dem Obergefreiten
Heinrich Brodowski, von der 218. Infanterie-Division, zum Ritterkreuz
eingereicht.
Beide erhalten dann am 18.12.1944 diese hohe Auszeichnung für die Kämpfe auf
Sworbe. Büttner dabei als Obergefreiter und Gruppenführer in der 7. Kompanie
des Grenadier-Regiments 67.
Im weiteren Verlauf der Kämpfe fällt Franz Büttner am 28.02.1945 bei Mewe an
der Weichsel, südlich Danzig. Laut Angaben des Volksbundes fiel Büttner jedoch
erst am 25.03.1945 im Raum Danzig-Praust, dem heutigen Pruszcz Gdanski. Ein
Fernschreiben der 23. Infanterie-Division vom 04.04.1945 wiest jedoch den
28.02.1945 als Todestag und den Raum Raum Mewe als Todesort aus.