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Ritterkreuzträger Martin Buhr
Sturmartillerie, Oberstleutnant

05.10.193901.10.1939

Martin Buhr wurde am 03.04.1913 in Marienhafe bei Norden in Friesland geboren und trat am 04.04.1934 als Fahnenjunker dem Artillerie-Regiment 5 bei, später wechselte er in das Artillerie-Regiment 25. bzw. mit Meldung vom 03.01.1939 in die Beobachtungs-Abteilung 35, wo er dem Stab zugeteilt wurde.
Buhr nahm dabei u.a. am Feldszug im Westen teil und meldete sich Anfang 1941 zur Sturmartillerie. Die Umschulung auf Sturmgeschütze erfolgte ab dem 25.02.1941 in Jüterbog.
Mit Ende der Ausbildung wird er am 28.07.1941 zum Chef der 1. Batterie der Sturmgeschütz-Abteilung 202 ernannt. Im Verlauf der Kämpfe im Osten, wird Buhr am 31.12.1941, nachdem der bisherige Kommandeur Major Dr. Hans Marder gefallen war, zum Führer der Abteilung ernannt.
Ab dem 10.02.1941 ist Buhr dann Chef der 1. Batterie in der Sturmgeschütz-Abteilung 428 und zugleich in Vertretung Führer der Abteilung in Dorf Zinna. Dabei kommt es zu keiner Frontverwendung.
Am 01.04.1942 kehrt er zur Sturmgeschütz-Abteilung 202 zurück und übernimmt dort den Posten eines Batterie-Offiziers, bis er am 18.03.1943 zum Kommandeur der Abteilung ernannt wird. Damit gerät auch Buhr, zusammen mit seiner Abteilung, Ende 1943 in den Strudel der Abwehrkämpfe im Raum Kiev. Zunächst ist sie dabei ostwärts des Dnjepr der 68. Infanterie-Division unterstellt.
 Der entscheidende Stoß des Gegners erfolgte durch sechs Schützen-Division und zwei Panzer-Korps gegen den südlichen Abschnitt der Division. Buhr selbst übernahm nach Ausfall der Chefs der 1. und 3. Batterie persönlich deren Führung und stellte den Gegner zum Kampf. Immer mehr konzentrierten sich die Kämpfe im Raum Nisch-Serowatka, insbesondere am dortigen Bahndamm. Am 17.08.1943 gelang es dem Gegner am frühen Nachmittag in den Ort selbst und dem Bahnhof einzudringen. Buhr ohne Begleitinfanterie entschloss sich dennoch zum sofortigen Gegenangriff. Die Abteilung stieß0 dabei auf eine gegnerische Panzerbereitstellung, die zerschlagen wurde. Damit bleib dann auch der gegnerische Angriff auf die Ortschaft liegen. Weiter südlich jedoch waren sowjetische Einheiten in den Südbahnhof eingedrungen, woraufhin Buhr seine Sturmgeschütze abdrehen und den Gegner in der Flanke angreifen ließ. Auch hier konnte der Gegner zurückgeschlagen werden. Währenddessen erholte sich der weiter nördlich zunächst abgeschlagene Gegner und drang erneut in den Bahnhof ein. Damit stand die gesamte deutsche Bahndammstellung in begriff durchbrochen zu werden. Mit nur drei Sturmgeschützen ging Buhr erneut zum Angriff über, schoss vier Panzer, bei einem Verlust, ab musste schließlich sein eigenes Geschütz wegen Kupplungsschaden verlassen und in das letzte verbliebene umsteigen. Allein deckte er damit den Rückzug aus der Bahndammstellung.
An diesem Tag, dem 17.08.1943, wurden im Raum der 68. Infanterie-Division, 101 gegnerische Panzer abgeschossen, dabei allein 48 durch die Sturmgeschütz-Abteilung 202. Buhr selbst hatte 14 Panzer vernichtet und damit sein Abschusskonto auf insgesamt 29 erhöht. Für die erfolgreichen Abwehrkämpfe und seiner hohen Abschusszahl wird Buhr zum Ritterkreuz eingereicht, welches ihm schließlich am 11.09.1943 als Major, Geschützführer und Kommandeur der Sturmgeschütz-Abteilung 202 verliehen wird.
Kurz darauf wechselt er am 25.10.1943 als Kommandeur zur Sturmgeschütz-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 500 nach Burg bei Magdeburg, die später nach Posen verlegt wurde.
Am 10.12.10944 erfolgte dann die Versetzung zur Führer-Reserve, unter gleichzeitiger Kommandierung zu einem Regiments-Führer-Lehrgang. Mit Ende des Lehrgang übernimmt er ab dem 06.03.1945 das Kommando über das Panzer-Artillerie-Regiment "Müncheberg" im Abwehrkampf im Vorfeld Berlins.
Buhr trat nach dem Krieg ab dem 01.09.1955 der Bundeswehr bei und wird dort zunächst als Referent für Ausbildung im Bundesministerium der Verteidigung ernannt. Anschließend ist er stellvertretender Kommandeur der Panzer-Brigade 35 und letztlich Lehrgruppen-Kommandeur an der Panzertruppenschule Munster, wo er am 30.09.1971 in den Ruhestand entlassen wird.
Martin Buhr verstarb am 23.08.1988 in Karlstadt.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant 01.04.1936 -499- Verwundetenabzeichen in Schwarz ???
Oberleutnant 01.01.1938 Eisernes Kreuz II. Klasse 05.07.1940
Hauptmann 01.09.1940 Eisernes Kreuz I. Klasse 26.09.1942
Major 01.05.1943 -39a- Allgemeines Sturmabzeichen ???
Oberstleutnant 20.04.1945 Verwundetenabzeichen in Silber ???
Oberstleutnant (Bw) 08.10.1955 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 02.10.1943
Oberst (Bw) 01.12.1967

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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