Rudolf de Buhr wurde am 23.01.1917 in Fahne im Kreis Aurich geboren und
trat am 11.11.1938 der Wehrmacht bei. Laut Meldung vom 06.11.1939 befand er
sich in der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 76, der
20. Infanterie-Division (mot.). Es spricht alles für seine Teilnahme am
Polen- und West-Feldzug.
Auch am Ostfeldzug nimmt de Buhr teil und wird, mglw. aufgrund einer
Verwundung, laut einer Meldung vom 01.02.1942 dem Infanterie-Ersatz-Bataillon
76 zugewiesen. Seine Versetzung von der 1. Genesenden-Kompanie in den
Kraftfahrzug des Bataillons, laut einer Meldung vom 25.08.1942, unterstreicht
dies.
Laut Meldung vom 07.10.1942 wird er in die Marsch-Kompanie des Bataillon
versetzt und mit Meldung vom 13.10.1942 der 2. Kompanie des
Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 76 unterstellt. Von dort kommt de Buhr laut
einer Meldung vom 15.02.1943 in das Marsch-Bataillon zbV. und von dort mit
Meldung vom 06.03.1943 zurück in die 5. Kompanie des jetzigen
Grenadier-Regiments 76 (mot.).
Sein Bataillon erheilt am 26.07.1943 den Auftrag eine Abwehrfront gegen
nachdrängenden Gegner aufzubauen. Dabei griffen teile des Bataillons eine
bereits vom Gegner besetzte Höhe an. An diesem Angriff nahm auch die 5.
Kompanie teil. Zunächst stieß die Kompanie gut vorwärts, kam dann jedoch zum
Stehen. Mehrere gegnerische sMG die die Flanke der Kompanie beschossen,
verhinderten ein weiteres Vorgehen. De Buhr entschloss sich daraufhin, als
Führer der Reservegruppe, die gegnerischen MG in der Flanke anzugreifen und
auszuschalten. Mit seinen sechs Mann ging er vor und de Buhr übernahm nach dem
Ausfall seine MG-Schützen 1 dessen Position. Am Ende des Angriffes schaltete
de Buhr mit den fünf verbliebenen Soldaten fünf gegnerische, schwere MG`s aus.
Dafür wird er am 02.10.1943 als Unteroffizier und Gruppenführer in der 5.
Kompanie des Grenadier-Regiments (mot.) 76 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Laut einer Meldung vom 15.12.1943 kommt er dann in die 1. Kompanie versetzt,
wo er am 08.01.1944 verwundet und in ein Lazarett verlegt wird. Angaben zu
seinem weiteren Werdegang sind bisher nicht bekannt.
Rudolf de Buhr verstarb am 18.01.1994 in seiner Geburtsstadt Aurich.