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Ritterkreuzträger Otto Bukatschek/Wünsche
Feldwebel, Schützen

05.10.193901.10.1939

Otto Peter Bukatschek wurde am 14.01.1915 in Morgentau im Sudetenland geboren und gehörte zunächst der tschechischen Armee an. Bald jedoch trat er dem sudetendeutschen Freikorps bei und nach Anschluss an das Deutsche Reich laut Meldung vom 09.01.1939 der 12. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments 52, der 4. Infanterie-Division.
Mit seiner Kompanie nimmt er am Polen- und West-Feldzug teil, wo er verwundet und in ein Lazarett verlegt wird. Laut Meldung vom 06.07.1940 wird Bukatschek vom Lazarett in Oevendrupp in die Genesenden-Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 52 versetzt, bis er schließlich mit Meldung vom 17.08.1940 wieder in die 12. Kompanie des Infanterie-Regiments 52 zurückkehrt.
Im Zuge der Umgliederung der 4. Infanterie-Division, in die 14. Panzer-Division, wird das Infanterie-Regiment 52 in Schützen-Regiment 52 umbenannt und zur Aufstellung der 18. Panzer-Division verwandt. Dort wird Bukatschek mit Meldung vom 10.11.1940 in die 11. bzw. mit Meldung vom 20.11.1940 in die 10. (schwere) Kompanie des Schützen-Regiments 52 versetzt. Mit Meldung vom 27.01.1941 wird er in die 2. Kompanie des Schützen-Ersatz-Bataillons 101 versetzt, kehrt aber mit Meldung vom 22.03.1941 wieder in die 10. (schwere) Kompanie zurück, wo er die Führung des I. Zuges übernimmt.
Mit seiner Kompanie nimmt er dann am Ostfeldzug teil, wird aber am 01.07.1941 an der Beresina-Brücke durch einen Lungensteckschuß, 12 mm links vom Herzen, schwer verwundet. Eine Verwundung die ihn sein gesamtes Leben begleiten wird. Bei den Kämpfen an der Brücke hatte Bukatschek entscheidenden Anteil an der Übernahme der Brücken. In selbstständigem Entschluss stürmte er mit den ersten Schützen die Brücke und riss selbst die schon brennende Zündschnur zur Sprengung der Straßenbrücke auseinander, löschte mit einem Spaten das Feuer und zerschnitt die Zündschnur zur weiteren Sprengladung. Damit erreichte er die Sicherstellung des weiteren Vormarsches der gesamten Division. Beim Vorgehen auf die zweite Brücke wird er dann schwer verwundet. Für diesen Einsatz allerdings erhält er als Unteroffizier und Gruppenführer in der 10. (schweren) Kompanie des Schützen-Regiments 52 am 24.07.1941 das Ritterkreuz.  Für ein Waldgefecht bei Ozgmowicze erhielt er später das Eiserne Kreuz I. Klasse, die Voraussetzung zur Verleihung des Ritterkreuzes.
Währenddessen befand er sich in einem Lazarett in Königsberg und anschließend in Bad Ems. Dabei wird er laut Meldung vom 01.08.1941 wirtschaftlich der Pionier-Ersatz-Kompanie (mot.) 4 in Leipzig unterstellt. Weiterhin wird seinem bereits früher gestellten Antrag auf Namensänderung in Wünsche entsprochen. Seine Mutter war bei seiner Geburt verstorben und der Vater fiel im 1. Weltkrieg. Er kam dann in die Familie der Schwester seiner Mutter mit dem Namen Wünsche und diesen Namen nahm er dann an.
Mit Meldung vom 13.02.1942 wird er in die 1. Genesenden-Kompanie des Schützen-Ersatz-Bataillons 101 versetzt, kommt aber mit Meldung vom 26.03.1942 in die Ersatz-Kompanie für Pionier-Züge (mot.) 5 zurück nach Leisnig in Sachsen. Dort wird er der Ausbildungs-Kompanie zugewiesen, aber mit Meldung vom 30.11.1942 in die Verfügungs-Kompanie des Panzergrenadier-Ersatz-Bataillons 101 in Leisnig versetzt. Dort kommt er dann mit Meldung vom 11.12.1943 in die Stamm-Kompanie des Bataillons, bsi er mit Meldung vom 17.03.1943 der Heeres-Entlassungsstelle 1/IV in Bautzen überstellt wird. Dort erfolgte dann wohl auch aufgrund seiner schweren Verwundung die Entlassung aus dem Wehrdienst.
Im Mai 1945 wird Wünsche durch tschechische Partisanen und sowjetischen Soldaten aus seinem Haus verschleppt und zunächst als Kriegsverbrecher, wegen seinem Ritterkreuz, in das berüchtigte Lager Bautzen gebracht. Von dort erfolgte dann der Abtransport ins Altai-Gebirge. Auf der Fahrt muss er den Tod zahlreicher Kameraden erleben, die einfach aus dem Zug geschmissen werden. Nach 40 Tagen Fahrt erreichte er den Ort, an dem er weitere fünf Jahre verbringen sollte.
Währenddessen wurde seine Frau mit den beiden Söhnen aus dem Sudetenland vertrieben und erreichte das zerbombte Dresden. Dort traf dann die Familie wieder aufeinander, nachdem Wünsche im Dezember 1949 aus der Gefangenschaft entlassen wurde. Nach vier Jahren "Kriegsverbrecher" in der Ostzone, gelang der Familie die Flucht in den Westen. In Leonberg fand die Familie eine Bleibe und Wünsche eine Arbeit in der Verwaltung des Landratsamtes. Im Dezember 1968 zieht Familie Wünsche dann in die eigenen vier Wände.
Otto Wünsche verstarb am 24.03.2003 in Renningen-Malsheim.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter ??? Eisernes Kreuz II. Klasse 25.06.1940
Obergefreiter ??? Eisernes Kreuz I. Klasse 03.07.1941
Unteroffizier 12.06.1940 lt. Meldung Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 24.07.1941
Feldwebel 03.01.1942 lt. Meldung

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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